Winn ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Winn liegt in der Gemarkung Lammelbach.
Geografie Das Dorf liegt am Hechelschutzbach (früher auch Sauerbach genannt), einem rechten Zufluss der Altmühl. Es ist umgeben von einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Ackerland und Grünland mit vereinzeltem Baumbestand. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Thann zur Kreisstraße AN 55 (2,5 km östlich) bzw. an Sauerbach vorbei nach Leibelbach zur AN 54 (2 km nordwestlich).
Geschichte Ursprünglich wurde nur der Teil nördlich des Hechelschutzbaches Winn genannt, während der Teil südlich davon Mackew hieß. Beide Orte wurden wahrscheinlich im 10. Jahrhundert gegründet. Der Ortsname Winn leitet sich vom Begriff Gewann ab, womit eine Flurform bezeichnet wurde.R. Herrmann: Altgemeinde Lammelbach, S. 245.
Der Ort gehörte im Heiligen Römischen Reich zum Hochstift Eichstätt und unterstand dem eichstättischen Oberamt Wahrberg-Herrieden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es zwölf Haushalte, von denen neun dem Hochstift Eichstätt, zwei den Herren von Crailsheim zu Sommersdorf und Thann und einer Ansbach untertan waren.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 257. Im Zuge der Säkularisation und damit der Auflösung des Hochstifts wurde der Ort 1806 bayerisch und dem Landgericht Herrieden zugeteilt.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Winn dem Steuerdistrikt Heuberg und der Ruralgemeinde Lammelbach zugeordnet. Nach dem Verzicht auf die Patrimonialgerichtsbarkeit am 14. April 1848 kamen auch die drei Untertanen der Freiherrn von Crailsheim an das Landgericht Herrieden.
Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Winn am 1. Juli 1971 nach Herrieden eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 47 50 70 54 75 77 113 99* 76 51 52HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 10 12 12 16 13 15 13 10Quelle
Baudenkmäler In Winn gibt es fünf Baudenkmäler: Marienkapelle, kleiner massiver Satteldachbau, 1853; mit Ausstattung; am südlichen Ortsrand Haus Nr. 5: Wohnstallhaus, ursprünglich eingeschossiges giebelständiges Gebäude mit Satteldach, einseitig aufgestockt, teilweise Fachwerk, 1725, mit Hausmadonna, wohl 19. Jahrhundert Haus Nr. 8: Bauernhaus, eingeschossiges Gebäude mit Steildach, nördlich Fachwerkgiebel, ausgehendes 18. Jahrhundert Haus Nr. 10: Kachelofen mit Eisenplatte, zweite Hälfte 18. Jahrhundert Grenzstein, bezeichnet H., wohl 16. Jahrhundert; 200 Meter außerhalb bei der Straße.
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ort an der Altmühl