Velden () ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Velden liegt in der Gemarkung Rauenzell.
Geografie Das Dorf liegt am Schreinermühlbach, einem linken Zufluss der Altmühl. Im Norden mündet der Rösgraben als rechter und im Süden der Ölgraben als linker Zufluss in den Schreinermühlbach. Im Nordosten liegt das Flurgebiet Am Judenweg, dahinter liegt der Kappelbuck im Steinbachforst. Im Südwesten liegt das Flurgebiet Dörrlein, 1 km nordwestlich liegt der Schulberg (). Die Kreisstraße AN 55 führt nach Thann (1,3 km südlich) bzw. nach Rauenzell zur Staatsstraße 2249 (1,1 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Leutenbuch (1,4 km westlich).
Geschichte Der Ort lag im Fraischbezirk des Oberamtes Ansbach. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Stadtvogteiamt Herrieden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es zehn Untertansfamilien, von denen vier das Kastenamt Herrieden als Grundherrn hatten und vier das Rittergut Sommersdorf der Herren von Crailsheim.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 9 f.: „Velden auch Welden genannt, Eichstättischer Weiler im Oberlande zum Ober- und Kastenamte Wahrberg Herrieden gehörig, zählt 10 Unterthanen, wovon 4 Eichstättische, und zum bemeldeten Kastenamte mit der Gemeindsherrschaft, dem Hirtenstabe und Frevel, 6 aber dem Herrn von Creilsheim zu Sommersdorf gehören. Das Oberamt [Sp. 10] Ansbach hat die Fraisch- das Eichstättische Stadtvogteyamt Herrieden hingegen die Stationsherrschaft allda.Es liegt dieser Weiler eine Stunde südöstlich von Herrieden im Altmühlgrunde, unweit dieses Flusses bey Rauenzell zwischen Leitenbuch und Winkel in der Nähe des herrschaftlichen Waldes Steinbach genannt.Velden gehörte zu jenem Gute in Sualefeld, welches der Erzdiakon und Probst Heysso zu Herrieden geerbt, und im Jahre 1058 dem dortigen Kollegiatstifte geschenkt hat.“Nach gab es nur sieben Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Ansbach.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Velden dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rauenzell zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Rauenzell an. Am 1. Juli 1971 wurde Velden im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.
Baudenkmäler Katholische Ortskapelle, kleiner massiver Satteldachbau, mit Eisenkreuz, Fassade Natursteinquader, bezeichnet 1949 Hirtenwasen: Wegkreuz, Gusseisenkreuz auf Sandsteinsockel, spätes 19. Jahrhundert; ca. 300 Meter westlich von Velden, an der Straße nach Herrieden
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 42 65 49 60 53 47 40 84 50 69 56HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 13 10 11 12 10 11 11 13Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach Mariä Heimsuchung (Rauenzell) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich nach Sommersdorf gepfarrt, heute ist die Pfarrei Christuskirche (Herrieden) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Herrieden