Stegbruck ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Stegbruck liegt in der Gemarkung Heuberg.
Geografie Das Dorf liegt am rechten Ufer der Altmühl. Es ist umgeben von einer flachhügeligen Ebene bestehend aus Grünland mit vereinzeltem Baumbestand und Ackerland. Im Nordwesten wird das Flurgebiet Im Mühlgrund genannt. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Hilsbach (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Brünst zur Kreisstraße AN 37 (1,3 km südöstlich). Eine weitere Gemeindeverbindungsstraße führt nach Herrieden zur Staatsstraße 2249 (0,7 km nordöstlich) bzw. nach Stadel (2 km westlich).
Geschichte Der Ort wurde im 12. Jahrhundert gegründet und nach der in der Nähe befindlichen Brücke über die Altmühl benannt.R. Herrmann: Altgemeinde Heuberg, S. 240. Im Jahre 1802 gab es im Ort 16 Haushalte, die alle dem eichstättischen Oberamt Wahrberg-Herrieden unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 5, Sp. 428. Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) gehörte Stegbruck zum Steuerdistrikt Heuberg. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Stegbruck gebildet. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden zugeordnet. Spätestens 1840 wurde Stegbruck der Ruralgemeinde Heuberg zugewiesen.
Am 1. Juli 1971 wurde Stegbruck im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.
Baudenkmäler In Stegbruck gibt es acht Baudenkmäler: Katholische Ortskapelle Heilige Vierzehn Nothelfer, kleiner Saalbau, massiv, mit Satteldach, Dachreiter, 18. Jahrhundert; mit Ausstattung Stegbruck 3: Wohnstallhaus, eingeschossiges Gebäude mit Steildach, mit hölzernem rundbogigen Türstock, bezeichnet 1753, mit Hausmadonna Stegbruck 6: Steinrelief, heiliger Michael, zweite Hälfte 16. Jahrhundert, von der ehemaligen Wallfahrtskirche in Rauenzell, traufseitig am Wohngebäude; Brunnenschacht mit Relief, bezeichnet 17 .3., wohl um 1800, im Hof Stegbruck 11: im Hof: hölzerner Schöpfbrunnen, rundgemauerter Schacht, 18./19. Jahrhundert Stegbruck 14: im Hof: hölzerner Schöpfbrunnen, rundgemauerter Schacht, 18./19. Jahrhundert Stegbruck 16: ehemaliges Wohnstallhaus, erdgeschossiger Bau mit verputztem Fachwerkgiebel und Satteldach, um 1800 Schloßfeld; Von Stegbruck nach Stadel: Wegkreuz, Gusseisen auf Sandsteinsockel, Mitte 19. Jahrhundert; an der Gemarkungsgrenze nach Stadel an der Straße Sterngaßfeld: Wegkreuz, Gusseisen auf Sandsteinsockel, wohl 19. Jahrhundert; einen Kilometer außerhalb in Richtung Brünst
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 131 212 127 120 130 128 147 174 117 124 106HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 24 26 27 23 22 24 22 25Quelle
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Ort an der Altmühl