Leutenbuch ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Leutenbuch liegt in der Gemarkung Hohenberg.

Geografie Südlich des Dorfes fließt die Altmühl. 0,25 km westlich mündet der Pointfeldgraben als linker Zufluss in die Altmühl. 0,5 km östlich erhebt sich der Schulberg (), 0,5 km südlich liegen die Buckelwiesen, 1 km nördlich liegt das Tieffeld. Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Roth (0,9 km nordwestlich) bzw. nach Velden zur Kreisstraße AN 55 (1,5 km östlich).

Geschichte Der Ort wurde vermutlich im 10. Jahrhundert gegründet.R. Hermann: Altgemeinde Roth, S. 248.

Im Geographischen statistisch-topographischen Lexikon von Franken (1801) wird der Ort folgendermaßen beschrieben:J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 3, Sp. 316.

Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Leutenbuch dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Rauenzell zugeordnet. Es gehörte auch der wenig später gegründeten Ruralgemeinde Rauenzell an. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde Leutenbuch nach Hohenberg umgemeindet. Spätestens 1840 wurde der Ort in die neu gebildete Ruralgemeinde Roth umgemeindet.Siehe dazu die Ausführungen bei der Gemeinde Roth.

Im Februar 1945 wurde die Leutenbucher Flur, die von den amerikanischen Streitkräften für einen Feldflugplatz gehalten wurde, durch einen Bombenteppich von 117 Abwürfen verwüstet. Dabei starb auch ein Bürger des Ortes.

1950 wurde eine kleine katholische Ortskapelle aus Solnhofener Sandstein errichtet.H. K. Ramisch: Landkreis Feuchtwangen, S. 88.

Am 1. Juli 1971 wurde Leutenbuch im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 8: im Ostgiebel herzförmiger Ziegel mit Kreuz und Anker, frühes 19. Jahrhundert Haus Nr. 10: in der südlichen Giebelwand und westlichen Langseite Reliefs von der ehemaligen Wallfahrtskirche Rauenzell, zweite Hälfte 16. Jahrhundert

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2015 Einwohner 53 67 67 56 60 46 68 82 49 48 46 56 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 11 11 10 10 9 10 14 10 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ort an der Altmühl