mini|250px|Das Haus der Familie12334 Cantura Street, Los Angeles, CA, USA Dieser Artikel beschreibt die wichtigsten Figuren der Fernsehserie Malcolm mittendrin. Diese bestehen hauptsächlich aus der eigentlichen Familie, bestehend aus Vater Hal, Mutter Lois sowie den Söhnen Malcolm, Reese, Francis, Dewey und später noch Jamie, sowie Freunden, Arbeitskollegen und Mitschülern. Im Laufe der Zeit entwickeln die Figuren entsprechend ihrer altersbedingten Entwicklung eigene spezifische Vorlieben und Lebensstrategien.
Hauptfiguren Malcolm miniatur|rechts|hochkant|Frankie Muniz spielte Malcolm Malcolm ist die Hauptfigur der Serie und der dritte Sohn von Hal und Lois. Zu Beginn der Serie ist er zehn Jahre alt. In der Episode Stock-Car-Rennen (Staffel 1) wird ihm von seinem Vater Hal erzählt, dass er nach Rusty Malcolm, einem bekannten Rennfahrer, benannt ist. Ebenfalls am Anfang der Serie erkennt Lehrerin Caroline Miller, dass er einen IQ von 165 hat und somit hochbegabt ist. Also schickt sie ihn in eine Hochbegabtenklasse. Malcolm will das zwar nicht, jedoch zwingt seine Mutter ihn dazu. Viele Episoden lang versucht Malcolm trotz seiner Begabung ein normales Teenager-Leben zu führen. Er hat allerdings, wie sein großer Bruder Reese, oft nur Unsinn im Kopf, löst Probleme im Gegensatz zu seinem Bruder aber eher mit seinem Kopf als mit seinen Muskeln. Malcolm versucht fast immer, seinen Mitmenschen zu helfen, wo er kann, auch wenn ihn das oftmals in schwierige Situationen führt. Malcolms egozentrische und rechthaberische Art sorgt dafür, dass er oft davon ausgeht, sein Glück und seine Probleme wären das Glück und die Probleme der ganzen Welt. Ganz nach dem Vorbild seiner Mutter Lois, versucht Malcolm ebenso seine Prinzipien mit aller Gewalt zu verteidigen. So kann auch er (wie Lois) nicht verstehen, warum es Menschen gibt, die eine andere Meinung vertreten als er, und versucht, seine Meinung anderen aufzuzwingen, da seine Ansichten der Dinge die richtigen seien und der Rest der Welt falschliegt. Mit dieser Eigenschaft handelt Malcolm sich stets Ärger ein und macht sich meist keine Freunde bzw. bestehende Freunde/Freundinnen wenden sich ab, was er sich mit deren Unwissenheit erklärt.
Während der sieben Staffeln verändert er sich jedoch. Zu Anfang wird er noch als Hochbegabter dargestellt, der nicht viele Freunde hat. Allerdings ähnelt er in den neuen Staffeln immer mehr seinem älteren Bruder Reese. Zwar ist Malcolm immer noch äußerst intelligent, allerdings verbringen er und sein mittlerweile nicht mehr ganz verblödeter Bruder viel Zeit damit, Unsinn zu machen und ihre Familie in Schwierigkeiten zu bringen. Malcolm hat im Laufe der Serie mehrere Freundinnen, die ihn allerdings verlassen, weil er entweder nur von sich redet und ihnen nie zuhört oder weil der Rest der Familie sie schon hinlänglich wahnsinnig macht. Malcolm ist ein guter Tänzer, ansonsten aber völlig unmusikalisch im Gegensatz zu seinem Bruder Dewey. Zuletzt nimmt er an der Elite-Universität Harvard ein Studium auf und erfährt als offenbar letzter in der Familie, dass er nach dem Plan seiner Eltern einmal Präsident der Vereinigten Staaten werden soll.
Meist mehrmals pro Episode wendet sich die Hauptfigur, wissend, dass die übrigen Personen der Serie dies nicht bemerken, kurz zum Zuschauer und berichtet diesem über aktuelle Geschehnisse oder bringt seine Gefühle zum Ausdruck. Dabei handelt es sich um das Kunstmittel der Durchbrechung der vierten Wand.
Reese miniatur|rechts|hochkant|Justin Berfield spielte Reese Reese ist der zweitälteste Sohn der Familie und scheint auch der am wenigsten intelligente zu sein. Wenn er boshafte Pläne und Streiche entwickelt, kann er allerdings gelegentlich einfallsreicher sein als sein Bruder Malcolm, da er eine stark ausgeprägte Phantasie hat. Reese ist (jüngeren und körperlich unterlegenen Kindern gegenüber) meist sehr gewaltbereit. Außerdem ist er faul, weshalb er wenig bis gar keine Lust hat, zur Schule zu gehen oder Hausaufgaben zu machen. Seine schulischen Misserfolge sind jedoch auch darauf zurückzuführen, dass er große Probleme hat, sich zu konzentrieren. Er ist auf seiner Schule bei den unteren Klassen ein gefürchteter Schläger, der viele von Malcolms Klassenkameraden regelmäßig verhaut (bis auf Stevie, da dieser im Rollstuhl sitzt und somit als „Krüppel“ tabu ist). Bei gleichaltrigen bzw. ebenbürtigen Jugendlichen ist Reese ängstlich und eingeschüchtert. Zudem hat er keine Freunde. Ein Running Gag der Serie ist, dass stets niemand weiß, „wer Reese eigentlich ist“. Gleichaltrige kennen ihn vom Sehen her, wissen aber weder wie er heißt noch was er macht. Das Wissen darüber, ein „Niemand“ zu sein, und die mangelnde Beliebtheit setzen ihm persönlich sehr zu. Den Frust darüber lässt er gern an seinen jüngeren Brüdern Malcolm und vor allem an Dewey aus.
Obwohl er der Lieblingsenkel seiner Großeltern Ida und Victor ist, da sie meinen, er sei ein „richtiger Mann“ zum Weitergeben der Gene, setzen seine Eltern – anders als in Malcolm – kaum Hoffnung in ihn. Aber auch Reese ist auf seine eigene Weise hochbegabt: Er ist ein hervorragender und begeisterter Koch und hätte einmal beinahe einen Kochwettbewerb gewonnen, hätte er nicht seine Hinterlist aufblitzen lassen und die anderen Teilnehmer sabotiert. Dies wäre gar nicht nötig gewesen, da er ohnedies gewonnen hätte, was er auch vorher wusste. Zu besonderen Anlässen bekocht er auch seine Familie. Diese ist darüber dann außerordentlich erfreut und verehrt Reeses Kochkünste geradezu ekstatisch.
Wegen seiner sehr oft rücksichtslosen und destruktiven Art erntet er viel Verachtung von seinen Mitmenschen – sowohl von Mitschülern als auch von seinen Brüdern. Deswegen haben Malcolm und Dewey auch immer große Freude daran, wenn ihm etwas Schlimmes widerfährt – wohlwissend, dass er es verdient hat. Oft lässt er sich von seinen Mitmenschen leicht für ihre Zwecke missbrauchen und manipulieren. Reese ist auf vieles stolz, egal wie klein und unbedeutend es ist.
Als seine Freundin mit ihm Schluss macht, um mit seinem Bruder Malcolm zusammen zu sein, verlässt er ohne Rücksprache seine Familie und tritt der Armee der Vereinigten Staaten als Minderjähriger und unter falschem Namen bei. Als Reese dort sein „Gehirn vollständig ausschaltet“, gewinnt er viel Sympathie bei seinem Kommandanten und wird einer der besten Soldaten überhaupt. Nachdem er seine Grundausbildung bravourös bestanden hat, wird er nach Afghanistan in den Krieg geschickt, wo er jedoch sofort nach der Landung als Fallschirmspringer desertiert und schließlich von seiner Mutter Lois gefunden und wieder zurück nach Hause geholt wird. Durch seine Dummheit, Athletik und die Folgen von Lois’ Erziehung setzt er alle Hoffnungen auf seine körperlichen Fähigkeiten, was ihn zum Urbild des jugendlichen Schlägers macht. Nach seinem High-School-Abschluss zieht er bei Craig ein und wird Hausmeister an seiner ehemaligen Schule.
Dewey Dewey, der bis zur Geburt von Jamie der jüngste Bruder ist, leidet am meisten unter Malcolm und Reese, die ihn lieber verprügeln oder ausnutzen, als mit ihm zu spielen. Ferner findet er von seinen Eltern kaum Beachtung. So flüchtet er sich in seine eigene Welt, spricht zeitweise mit Fliegen oder spielt mit seinen imaginären Freunden und wird mehr oder weniger als Eigenbrötler in der Familie dargestellt. Wie Malcolm ist aber auch Dewey hochbegabt, allerdings im musikalischen Bereich. Zudem ist Dewey äußerst geschickt. So „arbeitet“ er zeitweise heimlich als Magier auf der Straße und verdient damit Geld, das er versteckt. Seine Eltern finden das Geld schließlich und erklären sich den unverhofften Geldsegen mit vergessenen Ersparnissen und kaufen sich davon eine neue Waschmaschine. Dewey verfügt auch über die Gabe, andere Menschen, scheinbar nach Belieben, manipulieren zu können, womit er z. B. Hals „Band“ (kurz vor deren erstem öffentlichen Auftritt) sehr durcheinanderbringt und die Freundschaften der Mitglieder einer schweren Belastungsprobe unterstellt. Außerdem nimmt Dewey es mit der Wahrheit nicht immer so genau und belügt ohne jede Scham prinzipiell jeden.
Malcolm will später Dewey dabei helfen, nicht in die Hochbegabtenklasse zu müssen (die er ihm als grauenhaftes Schicksal schildert), und lässt daher Reese die Fragen beim IQ-Test beantworten. Dies führt dazu, dass Dewey in eine Förderklasse gezwungen wird, in der Kinder unterrichtet werden, die als hoffnungslose Fälle mit „besonderen Bedürfnissen“ gelten. Seit Dewey in dieser speziellen Klasse ist, stieg er schnell zum Anführer auf und sorgt dafür, dass die Kinder vieles bekommen, was sie vorher schon gerne wollten, aber nie haben durchsetzen können. Außerdem gibt er ihnen Nachhilfeunterricht und die Perspektive, mehr aus sich machen zu können. Was die anderen Hauptfiguren in der Serie sich erst mühsam erkämpfen müssen (beispielsweise Geld) und meist nie erreichten, fällt Dewey (meist durch charismatisch unterwürfiges Auftreten) wie von selbst in den Schoß, was die anderen Familienmitglieder erkennen und auch öfters ansprechen. Dewey ist trotz aller Widrigkeiten das Glückskind der Familie.
Dewey hat ein ausgeprägtes musikalisches Talent, das er als Pianist und Komponist erfolgreich umsetzen kann, obwohl ihn seine Familie darin nicht unterstützt bzw. seine Eltern den Erfolg (z. T. unbewusst) sabotieren. Als Dewey z. B. an einem Wettbewerb teilnehmen soll, passierte Lois ein Missgeschick nach dem anderen: Erst verpassen sie das Flugzeug, da Lois sich weigert, sich vom Sicherheitspersonal abtasten zu lassen, was dazu führt, dass Dewey vor dem Wettbewerb nicht mehr üben kann. Danach bekommt Dewey Chili in seine Augen, sodass er nichts mehr sieht, und sie klemmt seine Hände in ihrer Handtasche ein, wodurch ein Klavierspiel unmöglich erscheint, und mehr. Zudem verpassen Hal und Lois stets seine Schulaufführungen. All dies sieht Dewey als Sabotageakt seiner Eltern aus Missgunst. Er weiß sich aber auch gegen seine Brüder Malcolm und Reese zu helfen und schlägt dabei sogar Profit für sich heraus, indem er geschickt die Furcht der beiden vor ihrer Mutter Lois gegen sie ausspielt.
Er wird von allen Familienmitgliedern oft nur am Rande wahrgenommen. Selbst herausragende Ereignisse, wie z. B. die Verleihung eines Musikpreises, bleiben von allen unbeachtet. Dies führt jedoch dazu, dass er regelmäßig die Geheimnisse der anderen erkennt, was ihm in Schlüsselsituationen die Gelegenheit verschafft, seine Interessen durchzusetzen – häufig um Rache an einer Person zu üben, die ihm in der Folge am Übelsten zugesetzt hat.
Dewey verhält sich seinem jüngeren Bruder Jamie gegenüber meist sehr fürsorglich, ganz im Gegensatz zum Umgang seiner eigenen älteren Brüder mit ihm.
Hal miniatur|rechts|hochkant|Bryan Cranston spielte Hal Hal ist Lois’ Ehemann und Francis’, Reeses, Malcolms, Deweys und Jamies Vater. Bevor er mit Lois zusammenkam, war Hal mit ihrer Schwester fünf Jahre lang liiert. Zudem ist er seiner Ehefrau sexuell außerordentlich stark verfallen, was in einer Vielzahl von Folgen immer wieder satirisch thematisiert wird. Sein Charakter schwankt zwischen unreifem Halbstarken und bemühtem Vater. Er ist meistens angespannter als seine Frau, hauptsächlich, weil er Angst hat, eine falsche Entscheidung zu treffen. Beispielsweise ist Hal auch mal „von der Hüfte aufwärts“ gelähmt, weil ihm der Stress, Entscheidungen zu treffen, zu sehr zusetzt.
Allerdings kann er auch seine Kinder bestrafen, wenn es Lois in irgendeiner Weise nicht möglich ist dies selbst zu tun. Mehrere Folgen verweisen darauf, dass er früher, genau wie seine Söhne, ein Rebell und Unruhestifter war. So gibt Lois ihrem Sohn Francis gegenüber z. B. zu, das dessen Vater früher ein Rowdy war, sich hat tätowieren lassen und rücksichtslos gegenüber anderen verhalten hat. Zudem ist Hal ein großer Fan von Motorrädern, dessen Existenz er allerdings stets leugnen muss, weil Lois diese als „Todesmaschinen“ betrachtet.