Heuberg ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Heuberg hat eine Fläche von 6,014 km². Sie ist in 571 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 10.532,98 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Brünst und Stegbruck.

Geographie Durch das Dorf fließt der Heuberger Mühlbach, ein rechter Zufluss des Michelswieser Bachs, der wiederum ein rechter Zufluss der Altmühl ist. Im Süden gibt es eine kleine bewaldete Anhöhe, ansonsten ist der Ort von einer flachhügeligen Ebene umgeben, die aus Grünland mit vereinzelten Baumbestand und Ackerland besteht.

Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Lattenbuch (2,2 km südwestlich), zur Kreisstraße AN 37 bei Brünst (1 km nördlich) und die Staatsstraße 2248 und Kreisstraße AN 54 kreuzend nach Manndorf (1,7 km östlich).

Geschichte Im 13. Jahrhundert war Heuberg ein Amt des Herriedener Kollegiatstifts.R. Hartmann: Altgemeinde Heuberg, S. 238. 1538 kaufte der Eichstätter Bischof Christoph von Pappenheim von Johann Knorz, einem Herriedener Chorherrn, dem das Amt erblich zugefallen war, für 500 fl. ab. 1800 gab es in Heuberg 20 Haushalte, die alle dem eichstättischen Vogtamt Wahrberg-Aurach unterstanden.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 459.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) entstand der Steuerdistrikt Heuberg. Zu diesem gehörten Brünst, Lammelbach, Leibelbach, Manndorf, Sauerbach, Schönau, Stegbruck und Winn. Wenig später wurde mit Brünst die Ruralgemeinde Heuberg formiert. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Herrieden und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Herrieden zugeordnet (1919 in Finanzamt Herrieden umbenannt). Spätestens 1840 wurde die bis dahin selbständige Ruralgemeinde Stegbruck Heuberg zugewiesen. Ab 1862 gehörte Heuberg zum Bezirksamt Feuchtwangen (1939 in Landkreis Feuchtwangen umbenannt) und seit 1929 zum Finanzamt Ansbach. In der Gerichtsbarkeit blieb das Landgericht Herrieden zuständig (1879 in Amtsgericht Herrieden umbenannt), seit 1931 ist es das Amtsgericht Ansbach. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 6,020 km². Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde diese am 1. Juli 1971 nach Herrieden eingemeindet.

Baudenkmäler Haus Nr. 13: Wohnstallhaus, eingeschossiger giebelständiger Satteldachbau, massiv, 1858 Katholische Ortskapelle Heilige Dreifaltigkeit: eingeschossiger Satteldachbau, einseitig mit Walm, mit Schweifgiebel, Dachreiter, um 1700; mit Ausstattung Strutfeld: Feldkreuz, Gusseisen auf Steinsockel, 19. Jahrhundert; etwa 150 Meter nordöstlich in der Flur

Einwohnerentwicklung Gemeinde Heuberg Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 Einwohner 175 396 310 305 305 292 300 308 326 312 308 288 287 299 308 318 323 293 275 380 401 353 274 239HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 werden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1871 bis 1987 als Wohngebäude. 41 66 65 61 61 58 51 54 52 Quelle Für die Gemeinde Heuberg zuzüglich der Einwohner und Gebäude von Brünst (S. 13).

Ort Heuberg Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 120 115 120 120 113 111 114 149 103 107 98Häuser 27 25 23 22 19 20 20 24 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Vitus und Deocar (Herrieden) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Christuskirche (Herrieden) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Ansbach) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Ansbach