Gimpertshausen ist ein Gemeindeteil der Stadt Herrieden im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Gimpertshausen liegt in der Gemarkung Elbersroth.
Geographie Der Weiler liegt am Erlbach, einem linken Zufluss der Wieseth. Im Nordosten erhebt sich der Hundsberg (), im Norden liegt das Frühmeßholz und im Osten das Waldgebiet Großer Hieb. Im Süden und Westen erstreckt sich eine flachhügelige Ebene bestehend aus Acker- und Grünland. Ein Anliegerweg führt nach Leuckersdorf zur Kreisstraße AN 36 (0,8 km südlich).
Geschichte Der Ort hieß ursprünglich „Gumprehteshusen“. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Gumbrecht, wahrscheinlich der Name des ersten Hofbesitzers.A. Hacker: Außenorte der Altgemeinde Elbersroth, S. 277. Die Lehnsherrschaft über den Hof hatte das Hochstift Eichstätt. 1521 erwarb der damalige eichstättische Fürstbischof Gabriel von Eyb auch die Grundherrschaft von Adam von Sternheim.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 2, Sp. 434. Das Hochgericht übte das ansbachische Oberamt Feuchtwangen aus, da es in dessen Fraischbezirk lag. 1732 wurden neben dem Hof noch zwei Gütlein erwähnt. Die drei Anwesen wurden vom eichstättischen Kastenamt Herrieden verwaltet.Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Gimpertshausen (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). Nach 1790 kam Gimpertshausen zum Fraischbezirk des eichstättischen Oberamtes Wahrberg-Herrieden. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Gimpertshausen dem Steuerdistrikt Weinberg und der Ruralgemeinde Elbersroth zugeordnet. Am 1. Juli 1971 wurde Gimpertshausen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Herrieden eingemeindet.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 20 24 22 25 22 25 19 22 16 13 10HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“ und 1885 bis 1987 als „Wohngebäude“. 2 4 3 3 3 3 3 3Quelle
Baudenkmäler Haus Nr. 2: Wohnstallhaus, eingeschossiges Gebäude mit Steildach, 1777, teilweise älterer Kern Frühmeßholz: Feldkapelle, kleiner Massivbau mit Satteldachabschluss, mit Gusseisenkruzifix, zweite Hälfte 19. Jahrhundert; westlich am Waldrand Mühlfeld (von Leuckersdorf nach Gimpertshausen): Wegkreuz, Kruzifix mit Marienfigur, Gusseisen auf Buntsandsteinsockel, zweites Drittel 19. Jahrhundert
Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Aurach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession waren ursprünglich in die Christuskirche (Herrieden) gepfarrt, heute ist die Pfarrei St. Wenzeslaus (Wieseth) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ortsteil von Herrieden Kategorie:Weiler im Landkreis Ansbach