Westheim ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Aurach im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Westheim liegt in der Gemarkung Weinberg. Die Gemeindeteile Westheim / Windshofen haben zusammen 160 Einwohner (Stand 31. Dezember 2011).

Geografie Das Dorf liegt am Seitzenbronner Bach, einem rechten Zufluss der Wieseth. Es bildet eine geschlossene Siedlung mit dem im Osten gelegenen Windshofen und dem im Norden gelegenen Gindelbach. Die Orte sind von Grünland mit einzelnem Baumbestand und Ackerfläche umgeben. 0,5 km weiter südlich befindet sich der Mörnsheimer Wald, 1 km westlich erhebt sich der Hafnerberg (). Die Kreisstraße AN 36 führt nach Windshofen (0,5 km östlich) bzw. nach Gindelbach (0,4 km nördlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Vorderbreitenthann zur Staatsstraße 1066 (2,3 km südwestlich).

Geschichte Westheim wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 899 erwähnt, in der bestätigt wird, dass Kaiser Arnulf mit dem Eichstätter Fürstbischof Erchanbald u. a. auch in Westheim Güter austauschte. Im Jahr 1511 verkauften die Herren von Mörnsheim ihren Anteil (2 Höfe und 3 Güter) an den Eichstätter Fürstbischof Gabriel von Eyb. Grundherren waren nun neben dem Hochstift Eichstätt (Kastenamt Herrieden) noch das Markgräfliche Stiftsamt Feuchtwangen und die Herren von Wollmershausen zu Amlishagen (ein Anwesen).Westheim auf der Website aurach.de

Westheim lag im Fraischbezirk des ansbachischen Oberamtes Feuchtwangen. 1732 bestand der Ort aus 6 Anwesen. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das eichstättische Kastenamt Herrieden. Grundherren waren das Kastenamt Herrieden (3 Höfe, 2 Gütlein) und das Kastenamt Colmberg (1 Gütlein).Nach der Vetterischen Beschreibung des Oberamtes Feuchtwangen von 1732 (s. a. Westheim (Grundherrschaft) auf der Website geschichte-feuchtwangen.de). An diesen Verhältnissen änderte sich bis zum Ende des Alten Reichs nichts.Hiernach sollen 3 Anwesen feuchtwangisch gewesen sein.J. K. Bundschuh: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken, Bd. 6, Sp. 203f. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Feuchtwangen.

Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Westheim dem Steuerdistrikt und der Ruralgemeinde Weinberg zugeordnet. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde Westheim am 1. Mai 1978 nach Aurach eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2011Einwohner 37 68 68 76 60 63 62 69 55 63 68 65HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als „Feuerstellen“ bezeichnet, 1840 als „Häuser“, 1871 bis 1987 als „Wohngebäude“. 9 10 12 11 13 11 13 16 Quelle

Religion Der Ort ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Aurach) gepfarrt. Die Einwohner evangelisch-lutherischer Konfession sind nach Feuchtwangen gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Ansbach Kategorie:Geographie (Aurach, Landkreis Ansbach) Kategorie:Ersterwähnung 899