Das Naturschutzgebiet Heeseberg liegt auf dem namensgebenden Heeseberg in den niedersächsischen Gemeinden Beierstedt und Jerxheim in der Samtgemeinde Heeseberg im Landkreis Helmstedt.

Allgemeines Das aus drei Teilflächen bestehende Gebiet mit dem Kennzeichen NSG BR 008 ist rund 51 Hektar groß. Es ersetzt das zum 16. Januar 1973 ausgewiesene, gleichnamige Naturschutzgebiet. Das Naturschutzgebiet ist vom Landschaftsschutzgebiet „Hügellandschaft Heeseberg“ umgeben und vollständig Bestandteil des FFH-Gebietes „Heeseberg-Gebiet“. Es steht seit dem 18. November 1986 unter Naturschutz. Zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Helmstedt.

Beschreibung Das Naturschutzgebiet liegt im Ostbraunschweigischen Hügelland innerhalb des Geoparks Harz – Braunschweiger Land – Ostfalen auf dem zwischen Watenstedt im Westen, Jerxheim im Osten und Beierstedt im Süden liegenden Heeseberg. Der nördliche, größte Teilbereich des Naturschutzgebietes wird von ehemaligen Kalk- und Buntsandsteinbrüchen geprägt. Hier kommen, ebenso wie im südöstlich liegenden Teilbereich, Halbtrockenrasen und Steppenrasen vor. Der südlich liegende Teilbereich ist verbuscht.

Das Naturschutzgebiet ist Lebensraum für zahlreiche gefährdete Tier- und Pflanzenarten. In den ehemaligen Steinbrüchen sind als Artenhilfsmaßnahme teilweise kleine, flache Tümpel als Lebensräume für Amphibien angelegt worden.

Geologische Besonderheiten Der westlichste und größte der aufgelassenen Steinbrüche im Naturschutzgebiet, der auch begangen werden kann, vermittelt entlang einer rund 60 Meter langen und 10 Meter hohen Wand einen Einblick in die Rogenstein­zone des Unteren Buntsandsteins. Am Heeseberg vergab Ernst Kalkowsky 1908 bei der Erstbestimmung des hier vorkommenden Sedimentgesteins den Namen Stromatolith, wodurch der Heeseberg zur Typlokalität wurde.Horst Wachendorf: Rogensteine und Algenriffe im Steinbruch am Heeseberg bei Jerxheim, Niedersächsisches Landesamt für Bodenforschung (PDF, 290 kB). Abgerufen am 27. Juni 2025. Der Steinbruch wurde am 12. Mai 2006 von der Akademie der Geowissenschaften zu Hannover e. V. mit dem Prädikat „Nationaler Geotop“ gewürdigt.Geotope im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung – Naturschutz und Besucherlenkung in ausgewählten Geotopen des Nationalen GeoParks Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen, Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen, Mai 2008 (PDF, 8,5 MB). Abgerufen am 27. Juni 2025.

Tourismus Durch einen Teil des Naturschutzgebietes verläuft ein Teilstück eines rund 3,5 Kilometer langen Geologie- und Natur­erlebnispfades., Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen e. V.Heeseberg, Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen. Abgerufen am 27. Juni 2025. Der Erlebnispfad führt unter anderem an anstehendem Buntsandstein, einem Fundort eiszeitlicher Geschiebe und einem Trockenrasen vorbei., Geopark Harz . Braunschweiger Land . Ostfalen. Abgerufen am 6. März 2012.

Etwas außerhalb des Naturschutzgebiets im östlichen Teil des Heesebergs befinden sich ein Aussichtsturm, von dem aus ein Rundblick möglich ist, und eine Gaststätte sowie ein Parkplatz.

Literatur Geotope im Spannungsfeld zwischen Schutz und Nutzung, Ein Pilotprojekt des Freilicht- und Erlebnismuseums Ostfalen (FEMO), Abschlussbericht, Mai 2008, S. 56–58 (PDF, 8,4 MB).

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Naturschutzgebiet im Landkreis Helmstedt Kategorie:Steinbruch in Niedersachsen Kategorie:Beierstedt Kategorie:Jerxheim Kategorie:Schutzgebiet (Umwelt- und Naturschutz) in Europa Kategorie:Schutzgebietsgründung 1973