Fetih 1453 („Die Eroberung von 1453“; deutscher DVD-Titel Battle of Empires – Fetih 1453) ist ein türkischer Historienfilm aus dem Jahr 2012. Der Film gilt mit Produktionskosten von 16 Millionen Dollar als die teuerste Produktion der türkischen Filmgeschichte. Der Film kam am 16. Februar 2012 als Originalfassung mit Untertiteln in die deutschen Kinos. Aufgrund des Erfolgs kam am 29. März 2012 auch die deutsche Synchronfassung des Films in die Kinos in Deutschland.Movieworlds.com Fetih 1453 – Jetzt auch in der deutschen Synchronisation im Kino
Handlung Der Film behandelt schwerpunktmäßig die Ereignisse um die Belagerung und Eroberung Konstantinopels und die damit verbundene Zerschlagung des byzantinischen Reiches im Jahr 1453 durch die Osmanen unter Sultan Mehmed II.
Einleitend wird eine Szene gezeigt, in welcher die Anhänger des Propheten Mohammed von ihm über den Dschihad und den künftigen Eroberer Konstantinopels unterrichtet werden. Diese Prophezeiung wird im weiteren Verlauf mehrmals aufgegriffen und verleiht so der Eroberung eine religiös fundierte Legitimation. Später werden einzelne Episoden aus dem Leben Mehmeds II. gezeigt, so etwa sein Verhältnis zu seinem Vater und Vorgänger, Sultan Murad II. Parallel dazu treten weitere Protagonisten auf, so sein Jugendfreund Hasan, dessen Geliebte Era und der schließliche Gegenspieler Hasans auf Seiten der Byzantiner, Giustiniani. Breiten Raum nimmt die in epischer Form und mit aufwändigen Massenszenen dargestellte Belagerung ein. Im dramatischen Finale erobern schließlich die Osmanen die Stadt und Mehmed hält einen triumphalen Einzug. Zuvor stirbt Hasan, nachdem er seinen Gegner besiegt hat, während er die osmanische Fahne auf der Stadtmauer hisst. Er wurde in den Bauch als auch in den Rücken mit Pfeilen der Byzantinischen Bogenschützen getroffen.
Historische Ungenauigkeiten Im Film kommt die Plünderung der Stadt durch die Osmanen nicht vor, ebenso wenig wie die zahlreichen Gewaltakte an byzantinischen Bürgern und Amtsträgern nach den Kämpfen.Michael Kritobulos: Historien (1458). III, § 67–70, deutsche Übersetzung in: Stéphane Yerasimos: Konstantinopel. Istanbuls historisches Erbe. Tandem-Verlag 2007, S. 208. Es wird stattdessen gezeigt, wie Mehmet II. sehr gnädig mit den Zivilisten der eroberten Stadt umgeht. Auch die von ihm angeordnete Bestattung des toten Kaisers Konstantin nach christlichem Brauch ist fiktiv. Der Kaiser fiel tatsächlich unerkannt im Kampf, sein Leichnam wurde nie gefunden.
Kritiken
Weblinks
Berna Pekesen: Vergangenheit als Populärkultur. Das Osmanenreich im türkischen Fernsehen der Gegenwart. In: Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History 12, 2015, S. 140–151.
Einzelnachweise
Kategorie:Türkischer Film Kategorie:Filmtitel 2012 Kategorie:Kriegsfilm Kategorie:Historienfilm