Das Leibniz-Gymnasium ist eine Regelschule im pfälzischen Neustadt an der Weinstraße. Als Gymnasium im Land Rheinland-Pfalz führt es in achteinhalb Jahren (Klassen 5 bis 13) zum Abitur oder in sechs (5 bis 10) zur Mittleren Reife.

Das Leibniz-Gymnasium hat im Schuljahr etwa Schülerinnen und Schüler; das Kollegium besteht aus 80 Lehrkräften und 5 Referendarinnen bzw. Referendaren.

Geographische Lage Das Leibniz-Gymnasium liegt auf Lage und Höhe des Leibniz-Gymnasiums auf: , abgerufen am 28. Februar 2021. an der nordöstlichen Ecke des Afrikaviertels im Westen der Kernstadt von Neustadt nahe dem Waldrand. Im Süden zieht sich der Hang des Nollenkopfs () nach oben. Das Gymnasium ist etwa 1,5 km von der Innenstadt und dem Hauptbahnhof entfernt.

Gebäude Das Gymnasium hat einen nahezu quadratischen Grundriss. Es besteht aus einem vierstöckigen Gebäude, das einen Innenhof umschließt. Charakteristisch ist der unter Denkmalschutz stehende Altbau der Schule. Er ist ein neubarocker, schlossartiger Dreiflügelbau mit einem hohen Glockenturm, an den sich der Neubau lückenlos anschließt.Liste der Kulturdenkmäler in Neustadt an der Weinstraße (Kernstadt)

Nach etwa zweijähriger Renovierung wurden am 28. Oktober 2024 die neuen Schultoiletten eröffnet. Die Kosten des Projekts beliefen sich auf 1,14 Millionen Euro.

Geschichte 1892 wurde die Vorgängerin des heutigen Leibniz-Gymnasiums, die Real- bzw. Oberschule für Jungen, eingeweiht. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde die vorübergehend Oberrealschule genannte Lehranstalt zum Gymnasium ausgebaut, das später auch Mädchen offenstand.

Schwerpunkte Besondere Schwerpunkte sind ein zweisprachiger deutsch-französischer Zug sowie ein Konzept zum integrierten fachlichen, methodischen und sozialen Lernen. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Umgang mit Forschung und Technik, der sich in der Einrichtung einer Forscherklasse für die Orientierungsschülerinnen und -schüler widerspiegelt. Auf diesem Bereich ist „das Leibniz“ bestens ausgestattet.

Deutsch-französischer Zug

Bei Wahl des französisch-bilingualen Zuges wird der Abschluss des Gymnasiums auch in Frankreich anerkannt. Das Programm wird von der französischen Regierung unterstützt.

Erweitertes Lernen

Ein von der Schule selbst erarbeitetes Konzept integriert fachliches, methodisches und soziales Lernen. Teil dieses Konzeptes sind verschiedene Veranstaltungen zur Methodenarbeit und eine Schwerpunktsetzung auf Referate. Maßnahmen der Schulentwicklung sollen das Programm weiter verbessern.

Oberstufengestaltung

In der Oberstufe besteht ein breites Kursangebot auch im künstlerischen und sportlichen Bereich. Ein Wechsel von der Realschule plus an das Leibniz-Gymnasium ist beim Erlernen der Fremdsprache Latein in der Oberstufe möglich.

Bekannte Lehrer Willi Alter (1916–2005), Heimatkundler und Historiker, von 1963 bis 1982 Oberstudiendirektor Erwin Damian (1912–2004), Lehrer für Germanistik, Geschichte und Geographie, ab 1971 Studiendirektor; Schriftsteller Heiner Deege (1920–2007), von 1960 bis 1985 Lehrer für Kunsterziehung; Maler und Zeichner Lutz Frisch (* 1944), von 1982 bis 1995 Schulleiter Albrecht Kronenberger (* 1940), von 1969 bis 2002 Lehrer für Katholische Religion Marc Weigel (* 1978), von 2008 bis 2017 Lehrer für Deutsch, Politik und Ethik; Politiker, ab 2018 Oberbürgermeister von Neustadt

Bekannte Schüler Hans Jörg Böhm, Unternehmer Thomas Eckert, Professor für allgemeine Pädagogik, Erziehung- und Sozialisationsforschung; Abitur 1978 Matthias Frey, Politiker; Abitur 1983 Hartmut Höppner, politischer Beamter; Schulbesuch von 1977 bis 1983 (mittlere Reife) Rudolf Kühner, Regierungspräsident des Regierungsbezirks Karlsruhe; Abitur 1972 Martin Möller, Professor für Mathematik; Abitur 1994 Andrea Mohr, Schriftstellerin; Abitur 1982 Renate Ohr, Professorin für Volkswirtschaftslehre an der Georg-August-Universität Göttingen; Abitur 1971 Thomas Roth-Berghofer, Informatiker, Professor für Künstliche Intelligenz, Schriftsteller; Abitur 1986 Alexander Scherrer, Mathematiker, Professor für Künstliche Intelligenz (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg); Abitur 1995 Hans Schmidt, Historiker, Professor für Neuere Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München Marc Weigel, Politiker; Abitur 1998 Stephan Urban, Biochemiker, Virologe und Hochschullehrer

Weblinks

Einzelnachweise

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