mini|Fachwerkgiebel in Höchstetten
Höchstetten ist ein Gemeindeteil der Stadt Leutershausen im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Höchstetten liegt in der Gemarkung Frommetsfelden.
Geografie Das Dorf liegt links an der Altmühl. Der Furthgraben mündet dort als rechter Zufluss in die Altmühl. 0,5 km südwestlich liegt das Waldgebiet Weidlach, 0,5 km östlich das Seeholz. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Pfetzendorf (0,5 km südlich), nach Frommetsfelden (1 km nördlich), zur Staatsstraße 2245 bei Bauzenweiler (2 km östlich) und an Erndorf vorbei zur Kreisstraße AN 3 (2 km südöstlich).
Geschichte Laut dem 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Amtes Leutershausen von 1608 gab es im Ort acht Mannschaften (=Untertanenfamilien), von denen sieben dem Stiftsamt Ansbach und eine dem Amt Colmberg vogt-, gült-, steuer- und lehenbar waren.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 714. Im 16-Punkte-Bericht von 1681 wurden neun Mannschaften verzeichnet, von denen sieben dem Stift Ansbach und je eine dem Vogtamt Jochsberg und dem Vogtamt Colmberg unterstanden.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 721. In der Vetterschen Oberamtsbeschreibung von 1732 heißt es, dass der Weiler aus einem zum Kastenamt Colmberg, einem zum Vogtamt Jochsberg und nur noch fünf zum Stiftsamt Ansbach gehörenden Untertanen besteht; außerdem gab es ein Gemeindehirtenhaus. Jedes Amt hatte die Vogtei über seine Untertanen inner Ettern inne; die Vogtei außer Ettern, die Fraisch und die Gemeindeherrschaft lagen beim Stadtvogteiamt Leutershausen.H. Schreiber: Leutershausen, S. 353. Das Jochsberger Gut wurde in den markgräflichen Lehenbüchern von 1423, 1459 und 1544 aufgeführt.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 633. Am Ende des Alten Reiches saßen in Höchstetten elf Untertanen; ein Köblergut gehörte grundherrschaftlich zum Kastenamt Colmberg, drei Halbhöfe, fünf Köblergüter und ein Leerhaus dem Stiftsamt Ansbach und ein Hof dem Vogtamt Jochsberg. Gemeindlicher Besitz waren das Hirtenhaus und das Brechhaus. Hochgerichtlich unterstanden die Untertanen dem Stadtvogteiamt Leutershausen; die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das Stiftsamt Ansbach aus. Niedergerichtlich war jede Grundherrschaft für ihren Besitz zuständig.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 869. (= J. K. Bundschuh, Bd. 2, Sp. 697). Hiernach gab es nur 9 Untertansfamilien. Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justizamt Leutershausen und Kammeramt Colmberg.M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 979 f.
Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Höchstetten dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Frommetsfelden zugeordnet. Es gehörte auch der 1810 gegründeten Ruralgemeinde Frommetsfelden an.Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3863: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Leutershausen 1810. Zitiert nach M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 2, S. 964. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Bieg umgemeindet. Am 1. Juli 1972 wurde Höchstetten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Leutershausen eingemeindet.H. Schreiber: Leutershausen, S. 352.
Einwohnerzahlen Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 57 57 59 60 57 70 56 68 62 64 60 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 14 11 12 12 11 12 13 15 Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Peter (Leutershausen) gepfarrt,M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd. 1, S. 77. die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Kreuzerhöhung (Schillingsfürst) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Leutershausen) Kategorie:Ort an der Altmühl