miniatur|Das Erbbegräbnis
Das Erbbegräbnis der Familie von Lestwitz-Itzenplitz-Oppen befindet sich auf dem hinteren Teil des Friedhofes von Kunersdorf in der Gemeinde Bliesdorf südlich von Wriezen. Es wurde für die Familien von Lestwitz, von Itzenplitz und von Oppen, den Gutsbesitzerfamilien von Kunersdorf, errichtet. Der Friedhof liegt hinter der Dorfkirche Kunersdorf an der B167.
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Die Grundgestalt des Erbbegräbnisses wurde im Jahr 1790 nach Plänen von Carl Gotthard Langhans im Stil des deutschen Klassizismus entworfen. Eine Säulenkolonnade in dorischer Ordnung bildet den Grundstock des Begräbnisses. Die Kolonnade enthält neun Nischen für die Grabmale, die sowohl in Stelenform als auch in Urnenform existieren. Vor jeder Nische befindet sich eine Sandsteinplatte als Grabplatte. Das Erbbegräbnis ist in Sandstein ausgeführt, die Urnen und Stelen sind aus Marmor. Um das Erbbegräbnis steht ein Gitter. Vor und neben der Säulenkolonade befinden sich weitere Gräber. Das Erbbegräbnis wurde von 1995 bis 1997 restauriert.
1. Generalmajor Hans Sigismund von Lestwitz (1718–1788), Ehemann von Catharina Charlotte von Lestwitz, Urne zeigt ein Reliefporträt des Verstorbenen, Grabstelle von Johann Gottfried Schadow, Inschrift:
2. Catharina Charlotte von Lestwitz geb. von Treskow (geb. 3. Januar 1734 in Schlagentien; gest. 14. Januar 1789 in Berlin), Ehefrau von Hans Sigismund von Lestwitz, Urne zeigt ein Reliefporträt der Verstorbenen, Grabstelle von Johann Gottfried Schadow, Inschrift
3. Helene Charlotte von Friedland, geb. Lestwitz (1754–1803), Grabmal von 1803 von Heinrich Keller; auf einer kurzen Säule befindet sich eine Urne, Urneninschrift:
4. Peter Alexander von Itzenplitz (1768–1834), Stele von Christian Daniel Rauch zeigt die Trockenlegung des Oderbruchs, Inschrift: . Überführt nach Kunersdorf 1835.
5. Henriette Charlotte von Itzenplitz (1772–1848), Ehefrau von Graf Peter Alexander von Itzenplitz, Stele von Christian Daniel Rauch zeigt die Tote beim Lesen eines botanischen Werkes, Inschrift:
6. Marianne Louise Emilie Amalia Gräfin von Itzenplitz, geb. von Bernstorff (geb. 5. Februar 1805 in Kopenhagen; gest. 6. September 1831 in Stettin), heiratete am 9. Juni 1827 in Berlin Heinrich August von Itzenplitz, Grabstele von Christian Friedrich Tieck nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel, Inschrift: , 2. Inschrift:
7. Luise Charlotte Elisabeth Gräfin von Itzenplitz, geborene von Sierstorpff (geb. 14. August 1811 in Driburg; gest. 1. Oktober 1848 in Behnitz), heiratete Anfang Januar 1833 Heinrich Friedrich von Itzenplitz in dessen zweiter Ehe: Marmorkreuz, Inschrift: , 2. Inschrift:
8. Heinrich August von Itzenplitz (1799–1883), Marmorkreuz, heiratete am 9. Juni 1827 in Berlin Marianne Louise Emilie Amalie von Sierstopff, Inschrift: , 2. Inschrift:
9. Maria Helena von Itzenplitz, geborene von von Kröcher, (geb. 22. April 1812, gest, 6. August 1853), Grabstein von Hugo Hagen, im oberen Bereich ein Reliefporträt der Verstorbenen, im unteren Bereich ein Relief, auf dem der Sterbenden von einem Todesengel ein Kranz gereicht wird, der das ewige Leben bringt, Inschrift: , 2. Inschrift:
10. Marianne Louise Marie Friederike von Oppen, geb. Gräfin von Itzenplitz (geb. 18. Juli 1853 in Kunersdorf; gest. 11. Juli 1929 zu Kunersdorf), heiratete am 8. (9.) Januar 1884 in Berlin Friedrich von Oppen
11. Friedrich von Oppen (geb. 20. Dezember 1855 in Berlin; gest. 15. Juni 1929 zu Bad Gastein), königlich preußischer Kammerherr und Zeremonienmeister am Hof Kaisers Wilhelm II., Premierleutnant der Reserve a. D., heiratete am 8. (9.) Januar 1884 in Berlin Marianne Louise Marie Friederike von Itzenplitz
12. Hans Sigismund von Oppen (1887–1914), Leutnant im 1. Garde-Regiment zu Fuß, tödlich verwundet im Ersten Weltkrieg bei Ermeton, Belgien
13. Günther Friedrich August Graf von Itzenplitz (1851–1870), Fahnenjunker im Husaren-Regiment „von Zieten“ (Brandenburgisches) Nr. 3, gefallen in der Schlacht bei Mars-la-Tour (Frankreich)
14. Charlotte-Amalie von Dziembowski, geb. Gräfin von Itzenplitz (1795–1846)
15. Alexander Hugo (30. August 1807–1830), seine älteste Schwester Charlotte war Patenkind der Frau von Friedland
16. Carl Gottlieb Huss (1730–1801), Administrator in Kunersdorf und erster Mitarbeiter der Frau von Friedland
Literatur Georg Dehio (Hrsg.), Nachfolge/Dehio-Vereinigung e.V., Gerhard Vinken (Red.): Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler-Brandenburg. 1. Auflage, Deutscher Kunstverlag, München/Berlin 2000, S. 552. ISBN 3-422-03054-9. Ilona Rohowski: Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Denkmale in Brandenburg. Band 9.1: Landkreis Märkisch-Oderland. Teil 1: Städte Bad Freienwalde und Wriezen, Dörfer im Niederoderbruch. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2006, S. 323–325. ISBN 3-88462-230-7.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Baudenkmal in Bliesdorf Kategorie:Klassizistisches Bauwerk in Brandenburg Kategorie:Sakralbau im Landkreis Märkisch-Oderland Kategorie:Bauwerk von Carl Gotthard Langhans Kategorie:Erbaut in den 1790er Jahren Kategorie:Itzenplitz (Adelsgeschlecht) Kategorie:Erbbegräbnis Kategorie:Bauwerk in Bliesdorf Kategorie:Sakralbau in Europa