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mini|300px|Ansicht von Teisendorf

Ensembles

Ensemble Marktstraße miniatur|250px Das Ensemble umfasst die historische Haupt- und Marktstraße der Marktgemeinde. Es handelt sich um ein geschlossen bebautes Straßenbild im Zuge der alten Landstraße von Traunstein nach Reichenhall.

Die Straßenfluchten werden aus drei- bis viergeschossigen bürgerlichen Wohn- und Geschäftshäusern sowie Gasthäusern gebildet, ihre streng traufseitig gestellten flachen Dächer treten im Straßenbild nicht in Erscheinung, dadurch entsteht eine Ähnlichkeit mit den charakteristischen Ortsbildern der Inn-Salzach-Städte. Die Häuser entstammen im Wesentlichen den Wiederaufbau-Perioden nach den Ortsbränden von 1815 und 1865, sind im Kern aber oft älter. Die schlichten, zum Teil gegliederten Putzfassaden zeigen überwiegend Stilmerkmale der Maximilianszeit.

Die besondere Raumwirkung des Ensembles entsteht durch die leichte Kurvung der Straße und der Häuserfluchten, deren wandartiger Charakter durch die großen und hohen Baukörper des ehemaligen Malzhauses, des alten Bräuhauses und der Alten Post (Nrn. 3, 7, 9) noch gesteigert wird. Diese auf das 17. Jahrhundert zurückgehenden, ehemals fürstbischöflichen Bauten erinnern zugleich auch an die salzburgische Herrschaft, unter welcher der Marktort bis 1806 stand.

Die Brauerfamilie Wieninger, welche die Anlagen nach der Säkularisation übernahm, baute sie im 19. Jahrhundert weiter aus und schloss dieser Bautengruppe östlich, am Endpunkt der Marktstraße, eine repräsentative Villa an; der von Gabriel von Seidl 1890 errichtete, nach drei Seiten frei stehende neubarocke Bau setzt einen bemerkenswerten historischen und städtebaulichen Akzent im Ensemble, der zugehörige eingefriedete kleine Park am Abhang erhöht die Wirkung des Gebäudes und bezeichnet gemeinsam mit dem gegenüberliegenden Friedhof anschaulich die historische Grenze des Marktes im Osten, am Übergang von der geschlossenen Bebauung in das freie, in das Tal sich absenkende Gelände.

Besondere Akzente im Ensemble bilden auch das kleine Wohnhaus Nr. 2, das als einziger Giebelbau mit vorstehendem alpenländischen Flachsatteldach an die Bauweise in Teisendorf vor den Marktbränden des 19. Jahrhunderts erinnert, weiterhin die Neue Post und das ehemalige Gasthaus Nr. 19, die mit ihren spätklassizistischen und Neurenaissance-Fassaden ebenso wie die neubarocke Wieninger-Villa als schmuckreiche Bauten der Gründerzeit und der Historismus besonders hervortreten.

Aktennummer: E-1-72-134-1

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Anmerkungen

Literatur

Weblinks

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