mini|Auguste von Bärndorf, Lithographie von Auguste Hüssener

Auguste von Bärndorf, vollständiger Name auch Auguste von Bärndorff von Bauerhorst,Hugo Thielen: Bärndorf(f) von Bauerhorst, Auguste von. In: Dirk Böttcher, Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein, Hugo Thielen: Hannoversches Biographisches Lexikon. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2002, ISBN 3-87706-706-9, S. 35 (Auszug bei Google Books) eigentlich Auguste Bauerhorst, Künstlername Auguste von Baerendorff (geboren 11. März 1823 in Berlin; gestorben 8. März 1911 in Rom) war eine deutsche Theater-Schauspielerin.Franz Rudolf Zankl: Die Schauspielerin Auguste von Baerendorff. Fotografie von Julius Giere. Um 1863. In: Hannover Archiv, Blatt P25

Leben Auguste von Bärndorff wuchs auf dem Gut der Eltern nahe Berlin auf. Im Alter von 16 Jahren erhielt sie – nach Überprüfung ihres Talents und auf Empfehlungsbrief der Schauspielerin Charlotte von Hagn – Schauspielunterricht bei Auguste Crelinger. 1846 debütierte von Bärndorf als „Philippine“ in „Vor 100 Jahren“ am Königlichen Schauspielhaus Berlin und wurde anschließend in Oldenburg engagiert.

1848 bis 1857 spielte von Bärndorf als Kaiserliche Hofschauspielerin in Sankt Petersburg, ging dann 1857 nach Hannover und blieb dort als führendes Mitglied des HoftheatersHugo Thielen: Bärndorf(f) von Bauerhorst, Auguste von. In: Stadtlexikon Hannover, S. 42 gefeierte Schauspielerin. Ab 1868 trat sie nur noch vereinzelt auf, nahm 1870 ihren Bühnenabschied.

Von Bärndorf feierte Erfolge insbesondere in klassischen Liebhaberinnen-Rollen, aber auch in Komödien. Gastauftritte hatte sie in Wien wie in den USA. 1881 wurde sie zum Ehrenmitglied des hannoverschen Hoftheaters ernannt.

Auguste von Bärndorf war in erster Ehe eine verheiratete von Schoultz und in zweiter Ehe mit dem Prager Hochschullehrer Anton Jaksch Ritter von Wartenhorst verheiratet. Als dieser 1887 starb, lebte sie anfänglich in Baden-Baden, später dann in Rom. Sie liegt auf dem Protestantischen Friedhof in Rom begraben.Normdatensatz

mini|Grab auf dem Nichtkatholischen (Protestantischen) Friedhof Rom

Sie bildete zudem ihre Nichte Auguste Diacono zur Schauspielerin aus.

Literatur

Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Band 1. Klagenfurt / Wien 1953, S. 894f. Hugo Thielen: Bärndorf(f) von Bauerhorst, Auguste von. In: Klaus Mlynek, Waldemar R. Röhrbein (Hrsg.) u. a.: Stadtlexikon Hannover. Von den Anfängen bis in die Gegenwart. Schlütersche, Hannover 2009, ISBN 978-3-89993-662-9, S. 42. Franz Rudolf Zankl: Die Schauspielerin Auguste von Baerendorff. Fotografie von Julius Giere. Um 1863. In: Hannover Archiv, Blatt P25

Weblinks

Auguste von Bärndorf. Europeana.eu; Porträtzeichnung von Auguste Hüssener.

Einzelnachweise

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