Richard Gäng (* 21. April 1899 in Immeneich; † 10. August 1983 in Freiburg im Breisgau) war ein deutscher Lehrer, Heimat- und Mundartdichter. mini|Richard Gäng (1964)

Leben Richard Gäng entstammt alteingesessenen Geschlechtern des Hochschwarzwaldes.Vorwort von Karl Friedrich Müller(Hrsg.) in: Richard Gäng, De Sunntigmorge - Neue hochalemannische Gedichte Richard Gäng spricht in seinen Gedichten die Sprache der Bewohner des Albtals. Nach dem Besuch der Volksschule Immeneich besuchte er die Höhere Schulen in Waldshut und Freiburg und dann das Lehrerseminar in Ettlingen. 1917/18 nahm er am Ersten Weltkrieg teil, wo er eine schwere Verwundung erlitt.

Nach dem Krieg war er Lehrer an verschiedenen Volksschulen.

Zum 1. Mai 1933 trat Gäng in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 3.125.800).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/10181126 Er heiratete 1935. Von 1942 bis 1944 war er in Freiburg Kreiskulturhauptstellenleiter der NSDAP. Nach dem Ende der Zeit des Nationalsozialismus 1945 wurde er vom Lehrerdienst suspendiert. Während der Entnazifizierung wurde er als „minderbelastet“ in den Wartestand und 1949 aus gesundheitlichen Gründen in den vorläufigen Ruhestand versetzt.

Nach 1949 absolvierte er ein weiteres Hochschulstudium an der Universität Freiburg, der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und an der Freie Universität Berlin, nach dessen Abschluss er 1954 in den höheren Schuldienst übernommen wurde. Er wirkte dann bis zu seiner Pensionierung am Progymnasium St. Landolin in Ettenheimmünster. An seinem 65. Geburtstag erhielt er die Ehrenbürgerschaft von Immeneich.Emil Müller Ettikon, Der Dichter Richard Gäng - Zum 80. Geburtstag am 21. April 1979 in: Badische Heimat, Heft 1, März 1979, S. 65 ff. Richard Gäng war in den 1960er-Jahren eines der Gründungsmitglieder der Muettersproch-Gsellschaft.Hanspeter Wieland, Das Große im Kleinen. Heuer jährt sich zum 25ten Mal der Todestag von Richard Gäng. In: Alemannisch dunkt üs guet, Heft I/II, 2008, S. 67.Muettersproch-gsellschaft: Wer sin mir eigentlich? Am 10. August 1983 starb Richard Gäng im Alter von 84 Jahren in Freiburg im Breisgau.

Pädagogik und Philosophie Er lehrte, dass das Große im Kleinen sei, lehrte die Liebe zur Sprache, unterschied zwischen Echtheit und Unechtheit im Verhalten, er war Wahrer der deutschen und alemannischen Sprache. Er fühlte sich dem Grundsatz Lehren ist Wachrufen verpflichtet.Hanspeter Wieland, Das Große im Kleinen. Heuer jährt sich zum 25ten Mal der Todestag von Richard Gäng. In: Alemannisch dunkt üs guet, Heft I/II, 2008, S. 67–68.

Werke Richard Gäng, Im Hotzenwald – Hochalemannische Gedichte Richard Gäng, Rosina, Novelle Richard Gäng, Die Heimfahrt des Andreas Kumlin – Novelle, Insel Verlag, 1952

Beiträge In: Der Klettgau. Franz Schmid (Hrsg.), 1971 (bis heute maßgebliche Monographie, mit Beiträgen von: Ruth Blum, Eugen Fürstos, Richard Gäng, Josef Hirt-Elmer, Josef Isele, Helmut Maurer, Ludwig Mayer, Emil Müller-Ettikon, Heinrich Münz, Helmut Naumann, Alois Nohl, Alfons Peter, Ernst Rüedi, Franz Schmid, Karl Schwarzenberg, Ignatz Stein, Heinz Voellner, Karl Friedrich-Wernet, Hans Jakob Wörner).

Literatur Emil Müller Ettikon, Der Dichter Richard Gäng – Zum 80. Geburtstag am 21. April 1979, in: Badische Heimat, Heft 1, März 1979, S. 65 ff. Thomas Mutter, Hüter alemannischer Kultur und Sprache – Der Albtäler Dichter Richard Gäng wäre 90 Jahre alt geworden, in: Heimat am Hochrhein, Band XV, 1990, S. 120 ff. Hanspeter Wieland, Das Große im Kleinen. Heuer jährt sich zum 25ten Mal der Todestag von Richard Gäng. In: Alemannisch dunkt üs guet, Heft I/II, 2008, S. 67–68.

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der Freien Universität Berlin Kategorie:Deutscher Kategorie:Literatur (Alemannisch) Kategorie:Lyrik Kategorie:Autor Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert) Kategorie:Heimatdichtung Kategorie:Literatur (Deutsch) Kategorie:Person (St. Blasien) Kategorie:Geboren 1899 Kategorie:Gestorben 1983 Kategorie:Mann Kategorie:NSDAP-Mitglied