Christian Gotthard Hirsch (* 20. September 1889 in Breslau; † 4. Februar 1977 in Höchenschwand) war ein deutscher Maler und Künstler.Biographische Daten von Christian Gotthard Hirsch in: Ekkhart, Schriftleitung E. Bozenhardt., 1966, Seite 21

Leben Hirsch stammte aus einer bekannten Breslauer Künstlerfamilie.Max Rieple,Christian Gotthard Hirsch, Hrsg. Landkreis Waldshut und Gemeinde- und Kurverwaltung Höchenschwand, S. 13 Der Vater, Bernhard Hirsch war Verlagsbuchhändler und Schriftsteller, die Mutter war Elisabeth Hirsch (geborene Guderley). Er hatte drei Brüder. Einer von ihnen, Carl Walter Hirsch (1880–1930), erlangte Bekanntheit als Opernsänger. Nach einer Banklehre begann er das Studium bei Siegfried Haertel und Arnold Busch an der Kunstgewerbeschule in Breslau und an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste bei Georg Koch.

Werk mini|Christian-Gotthard-Hirsch-Museum

In der Zeit des Nationalsozialismus war Hirsch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste. Er gehörte zu den gefragtesten Malern und war u. a. von 1938 bis 1944 mit fünfzehn Gemälden auf allen Großen Deutschen Kunstausstellungen in München vertreten, von denen mehrere Nazi-Führer und nationalsozialistische Dienststellen einige erwarben.

1944 wurden seine Wohnung und das Atelier in Berlin ausgebombt. Eine Rückkehr nach Breslau war unmöglich, sie bezogen daher das elterliche Haus seiner Frau in Polaun im Riesengebirge bis zu ihrer Vertreibung 1946. Nach dem Verlust der Heimat und von etwa 150 Bildern siedelten sie nach Höchenschwand über, wo er seine Arbeit als Landschaftsmaler wieder aufnahm. Bereits 1942 hatte er den Schwarzwald besucht und Gefallen an Höchenschwand gefunden. Auf die Nachricht des Höchenschwander Arztes Bettinger: „Wenn Ihr nicht mehr wisst wohin, kommt zu mir nach Höchenschwand“ fanden sie zunächst eine Notunterkunft in Aisperg und Tiefenhäusern. Im Jahr 1951 bezogen sie das neu erbaute Haus in Höchenschwand. Hier malte er vor allem die Ausblicke auf die Alpenkette.

Nach dem Tod seiner Witwe Gretel (Margarethe, geb. Schier) im Jahr 1987 gingen seine über 200 Werke sowie sein Haus im an die Gemeinde Höchenschwand, die dort ein Kunstmuseum Malerhäusel Höchenschwand einrichtete.

Die Christian-Gotthard-Hirsch-Straße in Höchenschwand trägt seinen Namen.

Literatur Max Rieple: Christian Gotthard Hirsch, Hrsg. Landkreis Waldshut und Gemeinde- und Kurverwaltung Höchenschwand, 1964 Elmar Zimmermann, Christian Gotthard Hirsch (Illustrator), Gemeinde Höchenschwand (Hrsg.): Ölgemälde, Temperas, Gedichte, Selbstzeugnisse, Aspekte zu Leben und Werk 1994.

Weblinks

Eintrag im Kalliope-Verbund Offizielle Webseite des Museums Malerhäusel Christian Gotthard Hirsch

Einzelnachweise

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