Vera Margot Ursula Kluth (* 11. April 1925 in Berlin-Charlottenburgvollständiger Name und Geburtsangaben nach Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Showbiz-Data-Verlag, Villingen-Schwenningen 1992, , S. 519; in anderen Quellen, u. a. in der IMDb, wird 1920 als Geburtsjahr angegeben.; † 4. November 2017 in BerlinSterbeurkunde in Ticket:2022061510006413 hinterlegt) war eine deutsche Schauspielerin, Hörspiel- und Synchronsprecherin.

Leben Vera Kluth wurde als Tochter des Architekten Paul Kluth und seiner Frau Alwine (geb. Stünckel) geboren. Schon mit 5 Jahren nahm sie Tanzunterricht bei Harald Kreutzberg. Sie absolvierte eine Ausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin unter Maria Koppenhöfer und bestand im Juli 1944 die Eignungsprüfung der Reichstheaterkammer in der Kunstgattung Schauspiel. 1945 gab sie am Theater Schöneberg-Friedenau in Berlin ihr Bühnendebüt. Weitere Theaterengagements führten sie nach Annaberg-Buchholz, Magdeburg, Dessau, Leipzig und Berlin. Dort spielte sie zunächst am Berliner Ensemble. Ab 1955 gehörte sie dann im Westen der Stadt zum Ensemble der Vaganten Bühne.https://freudenhaus-derkurzfilm.jungefilmszene.de/content/darsteller.htm Beim Kriminalschauspiel Staatsanwalt Olafson von Georg Braun 1955 arbeitete sie als Brauns Regieassistentin, bei Der Mann, den sein Gewissen trieb von Maurice Rostand war sie 1956 Brauns Co-Regisseurin. Sartres Geschlossene Gesellschaft, womit die Vaganten 1959 an kleineren Bühnen in West-Deutschland gastierten, inszenierte sie selbst.

Mit der Rolle der La Pontia in Bernada Albas Haus am Pfalztheater Kaiserslautern nahm Kluth 1979 ihren Abschied von der Bühne.

Vera Kluth spielte in Film- und Fernsehproduktionen mit, wie in Carlo Rolas Thriller Der stille Herr Genardy oder in der Didi-Hallervorden-Komödie Mein Gott, Willi! und übernahm Gastrollen in Fernsehserien und -reihen wie Tatort, Liebling Kreuzberg, Alles was Recht ist und Drei Damen vom Grill.

Außerdem arbeitete sie umfangreich als Sprecherin für Hörspiel und Filmsynchronisation.

Vera Kluth ist nicht identisch mit der Malerin und Graphikerin gleichen Namens (* 1934).

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl)

Theater 1945: Im weißen Röß'l von Oskar Blumenthal u. Gustav Kadelburg; Regie: Bruno Harprecht; Theater Schöneberg-Friedenau in der Aula der Offenbach-Schule in Berlin; Rolle: Mirzl, Stubenmädchen 1946: Der kleine Herr Niemand von Just Scheu und Ernst Nebhut; Regie: Otto Haag; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße) in Berlin-Westend; Rolle: Lucie, Sekretärin 1946: Der Sprung in die Ehe von Max Reimann und Otto Schwartz; Regie: Hubertus von Portatius; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße); Rolle: Charlotte Arnstaedt 1946: Frühlings Erwachen von Frank Wedekind; Regie: Otto Haag; Olympia-Bühne (Theater an der Heerstraße); Rolle: Ilse 1946: Ingeborg von Curt Götz; Regie: Eugen Schaub; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Ingeborg 1947: Das lebenslängliche Kind von Erich Kästner; Regie: Bruno Harprecht; Stadttheater Schöneberg-Friedenau im Bürgersaal des Neuen Rathauses Rudolph-Wilde-Platz; Rolle: Sonja Billert 1947: Eine kleine Stadt von Thornton Wilder; Regie: Max Krüger; Stadttheater Schöneberg-Friedenau im Schöneberger Bürgersaal; Rolle: Becky Gibbs 1947: Voruntersuchung von Max Alsberg und Otto Ernst Hesse; Regie: Max Krüger; Stadttheater Schöneberg-Friedenau in der Aula der Offenbach-Schule; Rolle: Stubenmädchen 1947: Die Prinzessin auf der Erbse von Robert Bürkner; Regie: Klaus Behrendt; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Prinzesschen 1947: Der Geizige von Molière; Regie: Walter Laven; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Marianne, Liebhaberin Cleants und geliebt von Harpagon 1947: Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach; Regie Fritz Baschata; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Stella 1947: Wette um Claudia von Fred Kersten-Kirchhoff; Regie: Eugen Schaub; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Claudia 1947: Polterabend von Leo Lenz und Waldemar Frank; Regie: Walter Laven; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Hilde 1947: Liebgundeleins Himmelfahrt von Waldemar Wenzel; Regie: Waldemar Wenzel; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Prinzessin Liebgundelein 1947: Der Chirurg von Alexander Korneitschuk; Regie: Eugen Schaub; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Olja, Krankenschwester 1947: Häslein hüpf von Karl Knurrhahn; Regie: Max Stallmann; Stadttheater Annaberg-Buchholz; Rolle: Blütenfee 1947: Ein toller Seitensprung von A.W. Zell; Regie: Otto Bredow; Puhlmann-Theater und Universum Film-Bühne in der Landsberger Straße 43 in Berlin: Rolle: Lorita Castelli, Dompteuse 1948: Der wahre Jakob von Franz Arnold und Ernst Bach; Regie: Manfred Schäffer; Deutsche Bühne Berlin; Rolle: Yvette, Milas Tochter aus erster Ehe 1948: Familie Professor Linden von John B. Priestley; Regie: Karl Kendzia; Landestheater Sachsen-Anhalt in Halle; Rolle: Marion de Vaury 1948: Volpone von Ben Jonson, frei bearbeitet von Stefan Zweig; Regie: Karl Kendzia; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Canina, eine Kurtisane 1948: Was den Damen gefällt von Eugène Scribe; Regie: Gerhard Overhoff; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Leonie von Villegentier 1948: Zwischen Gestern und Morgen (Wassa Schelesnowa) von Maxim Gorki; Regie: Günther Stark; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Lisa, Stubenmädchen 1948: Hokuspokus von Curt Goetz; Regie: Gerhard Overhoff; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Zofe und Kassiererin 1948: Kater Lampe von Emil Rosenow; Regie: Erich Brauer; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Frau Neubert 1949: Sturm im Wasserglas von Bruno Frank; Regie: Gerhard Overhoff; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Lisa 1949: Leonce und Lena von Georg Bücher; Regie: Hans-Dieter Schlegel; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Gouvernante 1949: Herr Puntila und sein Knecht Matti von Bertolt Brecht; Regie: Karl Kendzia; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Branntwein-Emma 1950: Die Insel des Friedens von Jewgeni Petrow; Regie: Karl Kendzia; Thalia-Theater (Landestheater Sachsen-Anhalt); Rolle: Mrs. Simpson 1950: Tischlein, deck dich, Esel, streck dich, Knüppel, aus dem Sack von Robert Bürkner; Regie: Hans-Dieter Schlegel, Kammerspiele des Landestheaters Sachsen-Anhalt; Rolle: Magd Guste 1950: Das krumme Gewerbe von Ewan MacColl; Regie: Günther Stark; Thalia-Theater (Landestheater Sachsen-Anhalt); Rolle: Kate 1950: Zweimal Amphitryon von Georg Kaiser; Regie: Günther Stark; Landestheater Sachsen-Anhalt; Rolle: Dienerin 1950: Alle meine Söhne von Arthur Miller; Regie: Herbert Schneider; Thalia-Theater (Landestheater Sachsen-Anhalt); Rolle: Lydia Lubey 1950: Ilja Golowin und seine Wandlung von Sergej Michalkow; Regie: Horst Reinecke; Städtische Bühnen Magdeburg im Maxim-Gorki-Theater Berlin; Rolle: Lisa 1951: Komödie der Irrungen von William Shakespeare; Regie: Richard Ulrich; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Luciana 1951: Die zwölf Monate von Samuil Marschak; Regie: Ludwig Friedrich; Städtische Bühnen Magdeburg im Maxim-Gorki-Theater; Rolle: Tochter 1951: Jegor Bulytschow und die anderen von Maxim Gorki; Regie: Horst Reinecke; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Clafira 1951: Wilhelm Tell von Friedrich Schiller; Regie: Hans Geißler; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Armgard (gemeinsam mit Lieselotte Adam) 1951: Amphitryon von Heinrich von Kleist; Regie: Joachim Wichmann; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Charis 1951: Zeuge Kretschmar von Otto Müller-Glösa; Regie: Ludwig Friedrich; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Hede Winkler 1951: Dame Kobold von Calderon; Regie: Richard Ulrich; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Isabel 1951: Minna von Barnhelm von Gotthold Ephraim Lessing; Regie: Hans Geißler; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Eine Dame in Trauer 1951: Der große Verrat von Ernst Fischer; Regie: Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Bäuerin 1952: Ein Heiratsantrag von Anton Tschechow; Regie: Hans Geißler; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Natalia Stepanowna 1952: Die Ratten von Gerhart Hauptmann; Regie: Werner Friedrich Dissel; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Pauline Piperkarcka 1952: Bürgermeister Anna von Friedrich Wolf; Regie: Rudolf H. Krieg; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Ursel 1952: Der arme Konrad von Friedrich Wolf; Regie: Ludwig Friedrich; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Anna 1952: Der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist; Regie: Kurt Steingraf; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Eve 1952: In einer Stadt von Anatoli Sofronow; Regie: Wolfgang Heidmann; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Jewgenija Wladimirowna Ratnikowa 1952: Der fliegende Teppich von Klaus Eidam; Regie: Werner Friedrich Dissel; Städtische Bühnen Magdeburg; Rolle: Leila 1953: Der Hut von Axel von Ambesser; Regie: Ulrich Holler; Wolfgang-Borchert-Bühne in Berlin-Schöneberg; Rolle: Olly Magenthaler, Bardame (gemeinsam mit Toska Dohnke) 1955: Hafenbar von Manfred Hausmann; Regie: Eberhard Johow; Die Vaganten im Theatersaal der Freien Universität Berlin; Rolle: Gerda Leffers 1955: Alle Tore waren bewacht von Ingeborg Drewitz; Regie: Eberhard Johow; Die Vaganten im Matthäus-Saal in Berlin-Steglitz; Rolle: Bergsträsser 1956: Der öffentliche Ankläger von Fritz Hochwälder; Regie: Malte Petzel; Kleines Theater Bamberg; Rolle: Theresia Tallien 1956: Der Fischbecker Wandteppich von Manfred Hausmann; Regie: Hans Bernd Müller; Die Vaganten; Rolle: Rickberts Ehefrau Helmburges 1956–58: Geschlossene Gesellschaft von Jean-Paul Sartre; Regie: Horst Sachtleben; Die Vaganten; Rolle: Ines 1957: Draußen vor der Tür von Wolfgang Borchert; Regie: Horst Sachtleben; Die Vaganten; Rolle: Beckmanns Frau 1957: Ein Tag im siebenten Himmel von Albin Stuebs; Regie: Hans Bernd Müller; Die Vaganten; Rolle: Gräfin Struvenanger 1958: Der Tausch von Paul Claudel; Regie: Günter Hess; Die Vagantenbühne; Rolle: Lechy Elbernon 1959: Die Schreibmaschine von Jean Cocteau; Regie: Lothar Hirschmann; Die Vaganten; Rolle: Solange 1959: Epitaph für George Dillon von John Osborne und Anthony Creighton; Regie: John Olden; Berliner Theater; Rolle: Nora Elliot 1959: Monpti von Gábor von Vaszary; Regie: Wolfgang Glück; Berliner Theater; Rolle: diverse 1959: Das heiße Herz von John Patrick; Regie: Pieter Sven Klein; Berliner Theater; Rolle: Schwester Margaret 1960: Dr. med. Hiob Prätorius von Curt Goetz; Regie: Carl-Heinz Schroth; Hebbel-Theater Berlin; Rolle: Oberschwester 1961: Pünktchen und Anton von Erich Kästner; Regie: Ursula Zajonc; Das Ensemble, Christliche Bühne Berlin; Rolle: Pünktchens Mutter Frau Pogge 1962: Der Belagerungszustand von Albert Camus; Regie: Hans Lietzau; Ensemble der Ruhrfestspiele; Rolle: eine der Frauen 1963: Nora oder Ein Puppenheim von Henrik Ibsen; Regie: Georg Immelmann; Landesbühne Hannover; Rolle: Frau Linde 1963: Tag für Tag von Arnold Wesker; Regie: Hagen Mueller-Stahl; Schaubühne am Halleschen Ufer Berlin; Rolle: Pearl Bryant 1964: Krach im Hinterhaus von Maximilian Böttcher; Regie: Malte Petzel; Hansa-Theater in Berlin-Moabit; Rolle: Malchen 1964: Der Kaiser vom Alexanderplatz von Horst Pillau; Regie: Erik Ode; Hebbel-Theater; Rolle: Frau Latusius 1967: Tom Sawyers Abenteuer von Mark Twain; Regie: Ursula Zajonc; Berliner Kammerspiele in Alt-Moabit 99; Rolle: Frau Taschner 1967: Robinson soll nicht sterben von Friedrich Forster; Regie: Ursula Zajonc; Berliner Kammerspiele in Alt-Moabit 99; Rolle: Miss Hackit 1969: Baal von Bertolt Brecht; Regie: Jörg-Dieter Haas und Jürgen Schnitthelm; Schaubühne am Halleschen Ufer; Rolle: Baals Mutter 1970: Der kaukasische Kreidekreis von Bertolt Brecht; Regie: Werner Vespermann; Pfalztheater Kaiserslautern; Rollen: Köchin, Bäuerin, Grusches Schwiegermutter 1970: Max und Moritz von Kurt Longa nach Wilhelm Busch; Regie: Otto Zehnder; Pfalztheater Kaiserslautern; Rolle: Witwe Bolte