Beate Schrott (verheiratete Taylor; * 15. April 1988 in St. Pölten) ist eine ehemalige österreichische Hürdenläuferin, die sich auf die 100-Meter-Distanz spezialisiert hat. Sie trainiert bei der Sportunion St. Pölten und ist seit 2023 Vizepräsidentin der Sportunion Österreich.
Werdegang 2009, 2010 und 2011 wurde Schrott österreichische Meisterin über 100 Meter Hürden und 2011 zudem im 100-Meter-Lauf. In der Halle holte sie 2011 und 2012 den nationalen Titel über 60 Meter Hürden.
Bei den Europameisterschaften 2010 in Barcelona wurde sie im Vorlauf nach einem Fehlstart disqualifiziert. Im Jahr darauf erreichte sie bei den Weltmeisterschaften 2011 in Daegu das Halbfinale. Anfang März 2012 wurde sie bei den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul Siebte über 60 Meter Hürden. Unmittelbar danach nominierte das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) sie für einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2012 in London.Österreichischer Leichtathletik-Verband: , (6. Juli 2012)
mini|hochkant|„Aufsteigerin des Jahres“ 2012 miniatur|Beate Schrott (2014)
Am 7. Juni 2012 lief sie beim Liese Prokop Memorial Meeting in St. Pölten mit 12,99 s über 100 Meter Hürden neuerlich eine Zeit unter 13 Sekunden. Der Österreichische Leichtathletik-Verband nominierte Schrott daraufhin für die Europameisterschaften 2012 in Helsinki,Österreichischer Leichtathletik-Verband: , 18. Juni 2012 wo sie nach Platz eins im Vorlauf und Platz zwei Semifinallauf im Finalbewerb am 30. Juni eine Hundertstelsekunde hinter der Drittplatzierten den vierten Platz belegte.Der Standard: Schrott um Hundertstel an Bronze vorbei, 30. Juni 2012 Sowohl im Vorlauf als auch im Finale lief sie Saisonbestleistung von 12,98 s. Am 30. Juni 2015 wurde bekannt, dass sie nachträglich den dritten Platz belegte, da die Siegerin (Nevin Yanıt) wegen Dopings gesperrt worden ist.Hürden-Siegerin Yanit disqualifiziert, sport.orf.at, 30. Juni 2015 Beim European Athletics Classic Meeting „Spitzenleichtathletik Luzern“ verbesserte sie ihre Bestmarke auf 12,82 s, womit sie im B-Finale den zweiten Platz belegte und die sechstbeste Zeit des gesamten Starterfeldes lief.Österreichischer Leichtathletik-Verband: , 17. Juli 2012
Als Teil des siebenköpfigen Leichtathletik-Teams der österreichischen Delegation bei den Olympischen Spielen in London hatte sie am 6. August ihren Qualifikationslauf für das Halbfinale, den sie mit 13,09 s gewann. Mit dieser Qualifikation hatte sie ihr selbst gestecktes Ziel bei den olympischen Leichtathletikbewerben erreicht.ORF-Sport: , 7. August 2012 Am folgenden Tag konnte sie sich als Zweitplatzierte ihres Halbfinallaufs mit 12,83 s überraschend für das Finale qualifizieren, in dem sie mit 13,07 s den achten Platz belegte. Im Oktober 2012 wurde sie bei der Gala „Nacht des Sports“ als Aufsteigerin des Jahres geehrt. In der Wertung Sportlerin des Jahres belegte sie den zweiten Platz hinter Marlies Schild.
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro erreichte sie mit einer Zeit von 13,47 s nicht das Halbfinale.
Sie startete im März 2018 bei den Hallenweltmeisterschaften in Birmingham, wo sie den 27. Rang belegte.Ivona Dadic holt WM-Silber im Fünfkampf (2. März 2018)
In der Saison 2019 verpasste sie das Weltmeisterschaftslimit für Doha knapp.Kein WM-Ticket für Schrott: „Bin wütend!“ (19. September 2019) Bei den Halleneuropameisterschaften 2021 in Torun belegte Schrott über die 60 Meter Hürden den 20. Rang.
Im August 2021 erklärte die 33-Jährige ihre aktive Zeit für beendet.Beate Schrott gab in Andorf emotionalen Abschied (14. August 2021) Beate Taylor wurde 2023 zur Vizepräsidentin der Sportunion Österreich gewählt, sie folgte Yvonne Schuring nach.
Privates Neben ihrer sportlichen Laufbahn studierte sie Medizin an der Medizinischen Universität Wien und schloss dieses im November 2019 mit einem Doktorgrad ab.„Frau Doktor“ – Beate Schrott bekommt Diplom (28. November 2019)
Im Oktober 2021 heiratete sie auf Schloss Gurhof ihren langjährigen Partner, den US-Leichtathleten und zweifachen Olympiasieger im Dreisprung, Christian Taylor (* 1990).
Persönliche Bestleistungen 60-Meter-Lauf – 7,61 s, 19. Februar 2011, Wien 60-Meter-Hürdenlauf (in der Halle) – 7,96 s, 23. Februar 2013, Wien 100-Meter-Lauf – 11,80 s,9. Juni 2012, St. Pölten 100-Meter-Hürdenlauf – 12,82 s, 17. Juli 2012, Luzern (österreichischer Rekord bis zum 19. Juni 2025 durch Karin Strametz) Weitsprung – 6,10 m, 14. Juli 2006, Villach
Auszeichnungen 2012: „Aufsteigerin des Jahres“ bei der Wahl zu Österreichs Sportler des Jahres
Weblinks
Offizielle Website von Beate Schrott
Athletenporträt beim ÖLV
Einzelnachweise
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