mini|Lea Streisand (2019)

Lea Streisand (* 24. Juli 1979 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Schriftstellerin.

Leben Lea Streisand wuchs in Berlin-Adlershof und später in Prenzlauer Berg in der Hufelandstraße auf. Ihr Vater, der in der DDR nicht studieren durfte, war gelernter Psychiatriepfleger, ging jedoch später in die Kulturarbeit und leitete das Kreiskulturhaus in Weißensee. Ihr Nachname Streisand geht auf den jüdischen Teil ihrer Familie zurück. Die Schauspielerin Ellis Heiden war ihre Großmutter, der Historiker Joachim Streisand ihr Großvater. Ihr Abitur absolvierte Streisand 1999 am 2. Gymnasium in der Eugen-Schönhaar-Str. 18.Leben in der DDR: Wir Kinder aus der Hufelandstraße, Berliner Zeitung am 23. April 2017 (hier irrtümlich John-Schehr-Str. als Adresse des Gymnasiums), abgerufen am 23. April 2017 Sie studierte Neuere deutsche Literatur und Skandinavistik an der Humboldt-Universität Berlin. Seit 2003 liest sie Geschichten auf Berliner Lesebühnen und gründete 2008 mit anderen Rakete 2000. 2018 war Streisand Stipendiatin des Hausacher LeseLenz’ und Hausacher Stadtschreiberin. Seit 2005 schreibt sie Artikel und Kolumnen für die tageszeitung (taz)Lea Streisand: Krimis aus Skandinavien. In: taz, 16. Februar 2012. Seit 2014 spricht sie die wöchentliche Kolumne War schön jewesen bei Radio Eins in der Sendung Der schöne Morgen.War schön jewesen. Streisand bei Radio Eins 2022/23 hielt sie die Poetikvorlesungen im Rahmen der Paderborner Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller.Pressemitteilung der Uni Paderborn, abgerufen am 12. Mai 2022 Streisand ist gehbehindert.

Sie lebt in Berlin.

Werk 2016 erschien Streisands autobiographisch gefärbter erster Roman Im Sommer wieder Fahrrad bei Ullstein. Die Erzählerin versucht ihrem Leben während einer Chemotherapie eine Struktur zu geben, indem sie aus Briefen das Leben ihrer Großmutter Ellis Heiden rekonstruiert, die ihren späteren Ehemann durch Tricks aus einem nationalsozialistischen Arbeitslager rettetDie Biene, die in Eimer kotzt In: taz.de, 21. Januar 2017; Rezension von Katrin Bettina Müller: Zwei Leben. Wie das Leben die Farbe verändert: Lea Streisands Roman „Im Sommer wieder Fahrrad“. 2019 erschien der Wenderoman Hufeland, Ecke Bötzow, in dem die 1979 geborene Protagonistin Franzi vom Aufwachsen in der Wendezeit erzählt.Roman über den Prenzlauer Berg – Kleiner Kosmos, große Dramen In: spiegel.de, 30. Oktober 2019; Rezension von Jochen Overbeck: Ein Roman, der mit Nostalgie souverän umgeht 2022 erschien der Roman Hätt’ ich ein Kind bei Ullstein. Er geht den Fragen nach, warum viele Menschen unbedingt Kinder wollen, was eine Adoption mit sich bringt und was Mutterschaft heute bedeutet.

Bücher Wahnsinn in Gesellschaft. Periplaneta, Berlin 2009, ISBN 978-3-940767-26-4 Berlin ist eine Dorfkneipe. Periplaneta, Berlin 2012, ISBN 978-3-940767-78-3 Vielleicht ist es doch zu was gut, dass sie fertig studiert hat. Periplaneta, Berlin 2015, ISBN 978-3-95996-002-1 Im Sommer wieder Fahrrad. Ullstein, Berlin 2016, ISBN 978-3-550-08130-9 War schön jewesen. Geschichten aus der großen Stadt. Ullstein, Berlin 2016, ISBN 978-3-548-28652-5 Hufeland, Ecke Bötzow. Ullstein, Berlin 2019, ISBN 978-3-550-05031-2 Hätt’ ich ein Kind. Ullstein, Berlin 2022, ISBN 978-3-550-20165-3 Sind Antisemitisten anwesend? Satiren, Geschichten und Cartoons gegen Judenhass. Herausgeberin, mit Heiko Werning und Michael Bittner. Satyr Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3910775183 Berlinerisch. Watt denn, Icke?. Duden (Cornelsen Verlag), Berlin 2026, ISBN 978-3-411-75664-3

Literatur Norbert Otto Eke / Stefan Elit (Hgg.): ‚Topographisches‘ Schreiben: Lea Streisand. Paderborn Wintersemester 2022/23. 41. Paderborner Gastdozentur für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Aisthesis, Bielefeld 2024, ISBN 978-3-8498-1957-6

Weblinks

Website von Lea Streisand

Lesebühne „Rakete 2000“ Artikel und Kolumnen in der tageszeitung Streisand bei Ullstein War schön jewesen. Streisand bei Radio Eins

Einzelnachweise

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