Breese ist eine Gemeinde im Landkreis Prignitz in Brandenburg. Sie wird vom Amt Bad Wilsnack/Weisen mit Sitz in Bad Wilsnack verwaltet.

Geografie Die Gemeinde liegt im Nordwesten Brandenburgs etwa zwei Kilometer östlich der Stadt Wittenberge im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. An der westlichen Gemeindegrenze fließt die Stepenitz in Richtung Elbe. Die Bahnlinie Berlin–Hamburg verläuft durch das Gemeindegebiet, besitzt im bewohnten Gemeindeteil Kuhblank aber nur einen ehemaligen Haltepunkt.

Gemeindegliederung Zu Breese gehören der Ortsteil Groß Breese mit dem Wohnplatz Ausbau und der bewohnte Gemeindeteil Kuhblank mit dem Wohnplatz Buutendörp.

Geschichte Breese wurde 1317 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname stammt aus dem Slawischen und bedeutet so viel wie „Ort, wo die Birken stehen“. Die drei Dörfer der Gemeinde (Breese, Groß Breese, Kuhblank) sind vom Ursprung her Rundlinge.

mini|links|Hinweiszeichen „Historischer Dorfkern“ Klein Breese gehörte einst zum Gut Neuburg. Urnenfunde belegen eine Besiedlung der Gemarkung bereits zur Bronzezeit. Von 1441 bis 1728 besaßen die Ritter von Retzdorf, bis 1825 die Herren von Möllendorf und nach 1828 ein Herr Strilack das Gut. 1820 wurde Klein Breese infolge eines Brandes fast vollständig zerstört. Von 1849 bis 1878 war Klein Breese Teil der Stadt Wittenberge und gehörte danach bis 1952 zum Amtsbereich Wittenberge. 1877 wurde das Gut Klein Breese aufgelöst.

Ein durch Ansiedlung von Kolonisten entstandenes Mittel Breese wurde zusammen mit Klein Breese 1939 zur Gemeinde Breese vereinigt.

Breese und Groß Breese gehörten seit 1817 zum Kreis Westprignitz in der Provinz Brandenburg und ab 1952 zum Kreis Perleberg im DDR-Bezirk Schwerin. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Kreis Prignitz.

Im Mai/Juni 2013 war Breese vom Elbhochwasser 2013 betroffen.FAZ: Kein Damm für Herrn Neumann

Eingemeindungen

Kuhblank gehört seit dem 1. Oktober 1973 zur ehemaligen Gemeinde Groß Breese.Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt Groß Breese wurde am 26. Oktober 2003 eingemeindet.StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2003

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1946 1 647 1950 1 634 1964 1 481 1971 1 452 1981 1 221 1985 1 195 Jahr Einwohner 1990 1 133 1995 1 130 2000 1 382 2005 1 655 2010 1 560 2015 1 481 Jahr Einwohner 2020 1 488 2021 1 487 2022 1 522 2023 1 524 2024 1 526 2025 1 499

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991)Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Prignitz. S. 14–17Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2017 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022Bevölkerungsfortschreibung auf Basis Zensus 2022

Politik Gemeindevertretung Die Gemeindevertretung von Breese besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 74,3 % zu folgendem Ergebnis:Ergebnis der Kommunalwahl am 9. Juni 2024

Partei / Wählergruppe Stimmenanteil2019Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 Sitze2019 Stimmenanteil2024 Sitze2024 Wählergruppe Breese-Groß Breese-Kuhblank 33,4 % 3 39,8 % 4 CDU 18,0 % 2 39,8 % 4 SPD 37,0 % 4 16,1 % 2 Die Linke 8,5 % 1 4,3 % – FDP 3,1 % – – – Insgesamt 100 % 10 100 % 10

Bürgermeister 1998–2024: Werner Steiner (SPD) seit 2024: Fabien Wiesemann (parteilos)

Steiner wurde bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 ohne Gegenkandidat mit 58,5 % der gültigen Stimmen wiedergewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019

Am 9. Juni 2024 wurde Wiesemann mit 51,7 % der gültigen Stimmen zu seinem Nachfolger gewählt.Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 9. Juni 2024 Seine Amtszeit beträgt fünf Jahre.Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)

Wappen

Flagge mini|Flagge von Breese „Die Flagge ist Rot - Weiß (1:1) gestreift und mittig mit dem Gemeindewappen belegt.“

mini|Dorfanlage Groß Breese mini|hochkant=0.8|Kirche Groß Breese

Sehenswürdigkeiten In der Liste der Baudenkmale in Breese stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Sonstige Sehenswürdigkeiten sind: Kirche Groß Breese Heimatstube des Heimat-, Geschichts- und Kulturverein e. V. Groß Breese/Kuhblank

Verkehr Breese liegt an der Landesstraße L 11 zwischen Wittenberge und Bad Wilsnack.

Der Haltepunkt Kuhblank an der Bahnstrecke Berlin–Hamburg wird nicht mehr bedient.

Persönlichkeiten Söhne und Töchter der Gemeinde Christian Ludwig Ideler (1766–1846), Astronom Hans Koch (1930–1979), Politiker (CDU)

Literatur

Weblinks

Gemeinde Breese auf der Website des Amtes Bad Wilsnack/Weisen Groß Breese in der Reihe „Landschleicher“ des Rundfunks Berlin-Brandenburg vom 31. März 2013

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Landkreis Prignitz Kategorie:Ersterwähnung 1317