mini|St. Ludwig-Kirche in Oehrberg

Oehrberg ist ein Gemeindeteil des Marktes Burkardroth im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen in Bayern. Die Gemarkung Oehrberg hat eine Fläche von 2,671 km². Sie ist in 1760 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 1517,65 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Oehrbachsmühle.

Geographische Lage Das Kirchdorf Oehrberg liegt westlich von Burkardroth. Nördlich von Oehrberg verläuft die Bundesstraße 286 zwischen Bad Kissingen und Bad Brückenau. Südlich von Oehrberg verläuft die Kreisstraße KG 34, die westlich nach Singenrain und Schondra führt und ostwärts kurz vor den Burkardrother Katzenbach und Lauter in die Staatsstraße 2290 mündet.

Geschichte Über die Entstehungsgeschichte von Oehrberg ist nichts bekannt. Angaben in Rechnungen vom Beginn des 18. Jahrhunderts lassen eine Gründung etwa um 1694 vermuten.

Im Jahr 1693 wurde die Pfarrei Oehrberg gegründet und gehörte zunächst zur Pfarrei Oberthulba, ab 1792 zu Waldfenster, als die dortige Pfarrei entstand.

Im Jahr 1700 wurde im Rahmen von Hutrechtsstreitigkeiten das Fehlen eines Vererbungsbriefes vermerkt. Am 8. Juni 1701 heißt es im Gebrechenprotokoll, dass kein Vererbungsbrief vorliegt und daher unklar ist, ob für Oehrberg das Zentgericht des Zentgrafen von Aschach oder jener von Aura-Trimberg zuständig ist. Auf Grund von Oehrsbergs geografischer Lage wurde der Ort dem Zentgrafen von Aura-Trimburg zugeteilt.

Am 1. Januar 1972 wurde Oehrberg im Rahmen der Gebietsreform in Bayern ein Gemeindeteil von Burkardroth. Im Oktober 1971 hatten hierzu Befragungen und Abstimmungen in den nach Burkardroth eingemeindeten Dörfern stattgefunden; von den 119 abgegebenen Stimmen in Oehrberg fielen 100 zugunsten der Eingemeindung aus. Oehrbergs letzter Bürgermeister vor der Eingemeindung war Markus Rölling.

Bevölkerungsentwicklung +BevölkerungsentwicklungBevölkerungsentwicklung nach "Entstehungsgeschichte von Oehrberg" Jahr Einwohner Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1700 105 (19) 1716 191 1733 180 1701 120 1717 193 1734 158 1702 134 1718 189 1735 121 1703 129 1719 136 (26) 1736 141 1704 135 1720 156 (26) 1737 164 1705 143 1721 156 1738 170 1706 140 (19) 1722 192 1739 183 1707 127 1723 168 1740 174 1708 136 1724 156 1741 172 1709 141 1726 170 1742 165 1710 143 1727 189 1743 165 1711 143 1728 189 1961 440 1712 151 1729 210 1970 410 1713 156 1730 210 2013Einwohnerzahlen in Burkardroth 415 1714 151 1731 211 2016 410 1715 185 1732 159 2017 404

Bauwerke und Denkmäler St. Ludwig-Kirche

Anfangs gab es in Oehrberg ein einfaches Kirchengebäude aus Holz, das im Jahr 1824 durch einen Neubau ersetzt wurde. Diesem wiederum folgte in den Jahren 1974/75 die heutige St.-Ludwig-Kirche, die am 25. April 1975 von Weihbischof Alfons Kempf geweiht wurde. Die Kirche verfügt über zwei Altäre.

Baudenkmäler

Literatur Bayerische Verwaltungsstelle des UNESCO-Biosphärenreservates Rhön, Regierung von Unterfranken (Hrsg.): Historische Kulturlandschaft der Südrhön mit den Schwarzen Bergen. (= Historische Kulturlandschaft Rhön. Band 4). Michael Imhof Verlag, Petersberg 2024, ISBN 978-3-7319-1487-7.Ergänzende Materialien zur Publikation Historische Kulturlandschaft der Südrhön mit den Schwarzen Bergen stehen auf der Website des Michael Imhof Verlags zum Download zur Verfügung (Online). Josef Wabra: Führer durch die Kissinger Rhön. (= Landeskundliche Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft Rhön/Saale. Heft 10). Landkreis Bad Kissingen, Bad Kissingen 1968, , S. 230–231. Otmar Zehnter, Erna Zehnter: Schule im Wandel der Zeiten. Ein Streifzug durch 5 Jahrhunderte Schulgeschichte des Marktes Burkardroth. Selbstverlag, Burkardroth 1999, ISBN 3-929278-15-4. Horst Zimmerhackl: Oehrberg – Aus der Geschichte eines Dorfes. Selbstverlag, Hannover 2003 (PDF).

Weblinks

Oehrberg. In: Website des Marktes Burkardroth Oehrberg in der Topographia Franconiae

Heimatgeschichtliche Veröffentlichungen von Alfred Saam. In: Burkardroth.de

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Burkardroth) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bad Kissingen) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ort in der Rhön Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bad Kissingen