Hellraiser: Revelations – Die Offenbarung ist ein US-amerikanischer Horrorfilm von Regisseur Victor Garcia aus dem Jahr 2011. Es handelt sich um die achte Fortsetzung des Horrorfilm-Klassikers Hellraiser – Das Tor zur Hölle und somit den neunten Film der Reihe. Die Figur des Pinhead wird erstmals nicht von Doug Bradley, sondern von Stephan Smith Collins dargestellt. Der Film handelt von zwei Freunden, die mittels einer geheimnisvollen Puzzlebox den dämonischen Pinhead entfesseln, der einen von ihnen verstümmelt. Dieser zwingt seinen Freund zu einer Mordserie, um sich durch das Blut seiner Opfer wiederherzustellen.

Handlung Die Freunde Nico und Steven geraten während eines Urlaubs an den sagenumwogenen Spielwürfel, mit dessen Hilfe es möglich ist, mit den Zenobiten in Kontakt zu treten. Der draufgängerische, skrupellose Nico schafft es, die Kreaturen herbeizurufen, woraufhin die beiden Freunde auf schmerzliche Weise Bekanntschaft mit dem Anführer der Zenobiten machen.

Da Nico das Tor zur Hölle geöffnet hat, muss er als Gegenleistung seinen Körper zur allgemeinen „Erkundung“ zur Verfügung stellen, und wird in den Höllenschlund hinabgerissen. Der bedachte, aber schwächliche Steven bleibt verstört zurück.

Nico kann aus der Hölle entfliehen, doch die Zenobiten haben ihn seiner Haut beraubt. Fortan bittet er seinen folgsamen Freund Steven, für ihn zu morden, damit er sich am Blut der Opfer stärken kann und wieder die Gestalt eines Menschen erhält. Schließlich entreißt er Steven seine Haut und gibt sich als er aus.

Entstehung Der frühere Pinhead-Darsteller Doug Bradley wollte nicht mehr mitspielen und wurde durch Stephan Smith Collins ersetzt. Der Film wurde mit einem Budget von etwa 300.000 US-Dollar produziert. Die Dreharbeiten nahmen drei Wochen in Anspruch. Der Film wurde unter diesen Umständen produziert, damit die Weinstein Company als damaliger Besitzer der Rechte am Hellraiser-Franchise diese nicht verliert. Clive Barker, Vorlagenautor und Regisseur des Originalfilms, distanzierte sich daher schon vorab von diesem „Scheißding“, das nur gedreht wurde, da das Studio sonst die Rechte verloren hätte.

Besetzung und Synchronisation Die deutschsprachige Synchronfassung wurde von der DMT Digital Media Technologie GmbH in Hamburg erstellt.

+RolleDarstellerSynchron­sprecherNico BradleyJay GillespieTobias SchmitzSteven CravenNick EversmanLeonhard MahlichPinheadStephan Smith CollinsChristian RudolfRoss CravenSteven BrandAchim BuchEmma CravenTracey FairawayKatharina von KellerAnnaAdel Marie RuizKate BradleySanny van HeterenEva MichaelisPeter BradleySebastien RobertsNicolas KönigSchwätzerinJolene AndersenObdachloserDaniel BuranWolf Frass

Veröffentlichung Die Premiere des Films fand am 18. März 2011 in einem einzigen Kino in Kalifornien statt. Auf DVD erschien der Film in den USA am 18. Oktober 2011. Die deutsche DVD-Veröffentlichung erfolgte im Oktober 2012 von Tiberius Film.

Kritik Der Film wird von vielen als der mit Abstand schlechteste der gesamten Filmreihe angesehen. Er erreichte 0 % auf Rotten Tomatoes und eine Nutzerbewertung von 2,7 von 10 auf IMDb.

Das Lexikon des internationalen Films kritisierte ihn als „Genrefilm ohne irgendetwas Bemerkenswertes, uninteressant in Szene gesetzt.“

TV Spielfilm bemängelt den Film als "Trash zwischen Seifenoper und SM-Karneval".

Filmstarts verreißt ihn als desaströsen Film, der das Erbe mit Füßen trete. Aus jeder Perspektive seien die deutlichen Mängel des Films unübersehbar. Der dreckige Look sei einer sterilen HD-Optik gewichen, die Figurenzeichnung sei blass und unsympathisch und der willkürliche Schnitt erscheine amateurhaft. Pinhead und seine Zenobiten wirkten beliebig und unterschieden sich kaum noch von den austauschbaren Sadisten gewöhnlicher Torture-Porn-Filme. Die atmosphärischen Sets früherer Filme wichen einem kargen Lagerraum. Die fehlende Atmosphäre solle durch plumpen Splatter ausgeglichen werden, der jedoch ohne Spannung oder emotionale Wirkung bleibe. Pinheads Methoden muteten so öde wie der ganze Film an.

Weblinks Hellraiser: Revelations – Die Offenbarung bei IMDb

Einzelnachweise

Kategorie:Filmtitel 2011 Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Low-Budget-Film Kategorie:Direct-to-Video-Produktion Kategorie:Body-Horror