Die Schaumspieren (Holodiscus) sind eine Gattung von Sträuchern aus der Familie der Rosengewächse. Ihr Verbreitungsgebiet liegt in Nord-, Mittel- und Südamerika.

Beschreibung Die Schaumspieren sind meist sommergrüne, mehr oder weniger behaarte Sträucher mit grauen, oft überhängenden Zweigen und schon im ersten Jahr längs aufreißender Rinde. Die Knospen sind länglich und zur Spitze hin dicht hell behaart. Endknospen sind 3 bis 5 Millimeter lang, Seitenknospen 2 bis 3 Millimeter. Die Blätter sind wechselständig angeordnet. Sie sind einfach mit einer eiförmigen, grob gezähnten, eingeschnittenen oder fiederschnittigen Blattspreite. Nebenblätter fehlen.

Die Blüten stehen zahlreich in bis zu 20 Zentimeter langen, lockeren, endständigen und meist überhängenden Rispen. Die Einzelblüten sind 4 bis 5 Millimeter breit, der Blütenkelch ist tief fünflappig, die fünf weißen bis zartrosafarbenen Kronblätter sind nur etwas länger als der Kelch. Die 15 äußeren der 20 Staubblätter sind an der Basis verwachsen. Die fünf Fruchtblätter sitzen in einem offenen Blütenbecher und sind auffallend behaart. Als Früchte werden einsamige, nicht aufspringende Nüsschen gebildet.

mini|Blühender Zweig der Wald-Schaumspiere (Holodiscus discolor) mini|Wüsten-Schaumspiere (Holodiscus dumosus) mini|Blühender Zweig von Holodiscus microphyllus Verbreitung Das Verbreitungsgebiet der etwa acht Arten reicht von British Columbia in Kanada über die Vereinigten Staaten und Mittelamerika bis nach Kolumbien.

Systematik Die Schaumspieren (Holodiscus) sind eine Gattung aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Dort werden sie der Unterfamilie Spiraeoideae, Tribus Spiraeeae zugeordnet. Karl Heinrich Koch hat die Gattung 1869 erstbeschrieben, Karl Johann Maximowicz führte 1879 eine neue Einordnung durch. Der von Koch gewählte Gattungsname stammt vom griechischen holos für „ganz“ oder „komplett“, und vom lateinischen discus für „Scheibe“. Die Motive für die Namensgebung sind jedoch unklar.

Der Gattung werden etwa acht Arten zugeordnet: Holodiscus argenteus : Mexiko bis Kolumbien. Holodiscus boursieri : Westliches Kanada bis Mexiko. Wald-Schaumspiere (Holodiscus discolor ): Sie kommt in British Columbia und in den westlichen Vereinigten Staaten vor. Wüsten-Schaumspiere (Holodiscus dumosus ): Sie kommt im nördlichen Mexiko, in New Mexico, in Texas, und in den westlichen Vereinigten Staaten vor. Holodiscus microphyllus : Westliche Vereinigte Staaten und nordwestliches Mexiko. Holodiscus orizabae : Mexiko (Veracruz). Holodiscus pachydiscus : Mexiko.

Verwendung Nur die Wald-Schaumspiere (Holodiscus discolor) wird häufig wegen ihrer dekorativen Blüten als Zierstrauch verwendet.

Nachweise Literatur Andreas Roloff, Andreas Bärtels: Flora der Gehölze. Bestimmung, Eigenschaften und Verwendung. Mit einem Winterschlüssel von Bernd Schulz. 3., korrigierte Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart (Hohenheim) 2008, ISBN 978-3-8001-5614-6, S. 335.

Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 292 (Nachdruck von 1996).

Einzelnachweise Deutscher Name nach Roloff et al.: Flora der Gehölze und nach Fitschen: Gehölzflora Deutscher Name nach Fitschen: Gehölzflora Roloff et al.: Flora der Gehölze, S. 335 Fitschen: Gehölzflora, S. 525 Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen, S. 292

Datenblatt Holodiscus bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.

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Kategorie:Rosengewächse