Juryj Danilatschkin (, ; * 22. Februar 1991 in Leningrad) ist ein ehemaliger russisch-belarussischer Skirennläufer.

Biografie Danilatschkin fuhr in der Saison 2006/07 seine ersten FIS-Rennen. Im selben Winter nahm er am Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Jaca teil, bei dem er 19. im Riesenslalom und 42. im Slalom wurde. In den nächsten vier Jahren nahm Danilatschkin jeweils an den Juniorenweltmeisterschaften teil. Während dabei in Einzelrennen ein 30. Platz in der Abfahrt 2009 sein bestes Resultat war, kam er in der aus Slalom, Riesenslalom und Abfahrt gebildeten Kombination dreimal unter die besten 15, wobei in dieser Wertung meist nicht mehr als 20 Läufer klassiert sind. Ab dem Winter 2008/2009 nahm Danilatschkin auch an Europacuprennen teil, in denen er aber nicht über einen 50. Platz hinaus kam. In FIS-Rennen erreichte er im Februar 2010 den ersten Sieg.

Nachdem Danilatschkin im April 2010 seine letzten Rennen für den russischen Verband gefahren war, startet er seit Januar 2011 für Belarus. Der Juniorenweltmeisterschaft 2011, die sein erster Wettkampf für Belarus war, folgte im Februar 2011 die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen. Dort erreichte er als bestes Resultat den 20. Platz in der Super-Kombination. Seit der Saison 2011/12 startet Danilatschkin im Weltcup. In die Punkteränge fuhr er erstmals am 12. Februar 2012 mit Rang 25 in der Super-Kombination von Krasnaja Poljana, womit er die ersten Weltcuppunkte überhaupt für Belarus holte.

2014 war er einer der Protagonisten in der Dokumentation Streif – One Hell of a Ride. Im gleichen Jahr nahm Danilatschkin zum ersten Mal an Olympischen Winterspielen teil. Bei den Wettkämpfen in Sotschi erreichte er als beste Platzierung den 31. Platz in der Abfahrt.

In den darauffolgenden Jahren nahm Danilatschkin, abgesehen von internationalen Großereignissen, hauptsächlich an FIS-Rennen und nationalen Meisterschaften teil. Im Weltcup trat er nur noch vereinzelt in Erscheinung, zuletzt am 12. Januar 2018 bei der Alpinen Kombination in Wengen.

Sein letztes internationales Rennen bestritt er am 13. Oktober 2019 in der Snow Arena, danach ist er nicht mehr als Skirennläufer in Erscheinung getreten.

Erfolge

Olympische Spiele Sotschi 2014: 31. Abfahrt, 37. Super-G, DNF Riesenslalom, DNF Super-Kombination Pyeongchang 2018: 33. Slalom, 42. Super-G, 44. Abfahrt, 54. Riesenslalom

Weltmeisterschaften Garmisch-Partenkirchen 2011: 20. Super-Kombination, 34. Super-G, 40. Abfahrt, 51. Riesenslalom, DNF Slalom Schladming 2013: 19. Super-Kombination, 38. Slalom, 43. Riesenslalom, 53. Super-G, DNF Abfahrt St. Moritz 2017: 41. Super-G, DNF Riesenslalom, DNF Slalom Åre 2019: 42. Alpine Kombination, 46. Super-G, 49. Abfahrt, DNQ Riesenslalom

Weltcup 1 Platzierung unter den besten 30

Weltcupwertungen Saison Gesamt Kombination Platz Punkte Platz Punkte 2011/12 135. 6 39. 6

Europacup 2 Platzierungen unter den besten 30

Europacupwertungen Saison GesamtSuper-G Riesenslalom Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte 2012/13 178. 15 78.7 59. 8

Juniorenweltmeisterschaften Formigal 2008: 15. Kombination, 37. Super-G, 38. Slalom, 43. Riesenslalom, 49. Abfahrt Garmisch-Partenkirchen 2009: 13. Kombination, 38. Abfahrt, 41. Riesenslalom, 42. Slalom Mont Blanc 2010: 13. Kombination, 30. Abfahrt, 39. Slalom, 57. Riesenslalom, 65. Super-G Crans-Montana 2011: 49. Abfahrt

Universiade

Granada 2015: 10. Super Kombination, 15. Super-G, 37. Riesenslalom, DNF Slalom

Weitere Erfolge 2 Siege in FIS-Rennen

Weblinks

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