mini|Boddenlandschaft bei Groß Zicker mini|Breitenstein bei Groß-Zicker Groß Zicker ist ein Ortsteil der Gemeinde Mönchgut im Landkreis Vorpommern-Rügen auf der Insel Rügen in Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland). Er liegt an der Südseite der Zickerschen Berge, auch Zickersche Alpen genannt, wenig östlich des Zickersches Höft.Mönchgut Granitz, Rad- und Wanderkarte, Dr. Lutz Gebhardt, Ilmenau und Ostseebad Wustrow, 2004, ISBN 3-929993-29-5 Diese bis 66 Meter hohen, trockenen Hügel sind Teil des Biosphärenreservates Südost-Rügen bzw. des Naturschutzgebietes Mönchgut und werden extensiv mit Schafen bewirtschaftet. Zu Groß Zicker zählt außerdem Groß Zicker Ausbau, auch „Rollmopshausen“ genannt, da sich dort zu Zeiten der DDR eine Fischfabrik befand. Zu DDR-Zeiten wurde in Groß Zicker ein Ferienlager betrieben. Heute befindet sich dies nicht mehr im Ort selbst, sondern an der Zufahrtsstraße zu Groß Zicker, welche sich mit der Zufahrtsstraße nach Gager vereint und als Boddenstraße in die L292 mündet. Diese führt sowohl nach Thiessow und Klein zicker als auch zum Rest Rügens über Lobbe, Middelhagen und co.
Geschichte Der Ortsname geht vermutlich auf das slawische Wort für Meise, Sikor zurück. Erstmals erwähnt wurde der Ort in der Knýtlinga saga als „Tikarey“Zeitschrift für die historische Theologie, Zweiter Band, Verlag von Joh. Ambn Barth, Leipzig, 1832, „Portus Tikarey“, „Trikareyjar“ (unsicher)Carl Gustav Fabricius – Urkunden zur Geschichte des Fürstenthum, Rügen, unter den eingebornen Fürsten, Band 1 oder „Trikarey“Mémoires de la Société royale des antiquaires du Nord, Band 1, Kopenhagen, Seite 105. Gemeint war damit auch der Ort Klein Zicker.
Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Groß Zicker der Gemeinde Gager eingegliedert.
Zum 1. Januar 2018 schloss sich Gager mit Middelhagen und Thiessow zur neuen Gemeinde Mönchgut zusammen. Groß Zicker, bis dahin Ortsteil von Gager, wurde ein Ortsteil der neu gegründeten Gemeinde., Ostseezeitung vom 1. August 2017, abgerufen am 28. August 2017Gebietsänderung und Namensgenehmigung. Bekanntmachung des Ministeriums für Inneres und Europa vom 8. August 2017 – II 300 - 177-5.13W-2011/022-012 – Amtsblatt für Mecklenburg-Vorpommern Nr. 33 vom 21. August 2017, S. 564
Kulturgeschichte 1982 fand in Groß-Zicker ein von der Karl-Marx-Städter Galerie Oben organisiertes Maler-Pleinair statt.
Sehenswürdigkeiten
In Groß Zicker befindet sich das 1720 erbaute Pfarrwitwenhaus, das ein niederdeutsches Hallenhaus mit einem spitz zulaufenden Reetdach ist. Sehenswert ist auch die Dorfkirche Groß Zicker. Von Groß-Zicker kann auf einem Wanderweg zum 66 m hohen Bakenberg in den Zickerschen Bergen aufgestiegen werden, von dem sich ein Überblick über die Region und den Hafen von Gager bietet. Weitere Wanderziele in den Zickerschen Bergen sind der Zickerberg (66 m) und das Nonnenloch.Rolf Goetz: Rother Wanderführer Rügen. Bergverlag Rother. München 2026, ISBN 978-3-7633-1535-2 Im Ort und in der umliegenden Landschaft gibt es verschiedene Naturdenkmäler.
Weblinks
Aussichtspunkte der Insel Rügen: Zickersche Berge / Zickersche Alpen. Private Website, abgerufen am 14. Februar 2020. Blick auf Groß Zicker. Foto von B. Niedermeier auf Flickr, aufgenommen am 10. Mai 2019, abgerufen am 25. Februar 2020.
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Vorpommern-Rügen Kategorie:Ort auf Rügen Kategorie:Geographie (Mönchgut, Gemeinde)