Conrad von Schubert, auch Konrad, (* 7. Januar 1901 in Lugano; † 15. November 1973 in Homburg) war ein deutscher Botschafter.

Leben Conrad von Schubert war der jüngste Sohn des gleichnamigen Generals Conrad von Schubert (1847–1924) und dessen Ehefrau Ida Louise Henriette, geborene Freiin von Stumm. Sein Großvater mütterlicherseits war der Saarindustrielle Carl Ferdinand von Stumm-Halberg. Der Staatssekretär Carl von Schubert (1882–1947) war sein älterer Bruder. Er war in erster Ehe mit der Niederländerin Ivonne Brewer verheiratet und seit 1941 mit Claudia Naumann (* 1921) und hatte insgesamt vier Kinder. Sein gleichnamiger Sohn Conrad von Schubert (1928–2025) wurde ebenfalls Diplomat.

Conrad von Schubert studierte Rechtswissenschaft und Staatswissenschaft in Berlin, Bonn und Kiel. Er bestand 1922 das erste juristische Staatsexamen und trat 1925 in den Auswärtigen Dienst. 1927 bestand er die konsularische Prüfung und wurde in der Folge in Kopenhagen und Buenos Aires beschäftigt. Zum 1. Juli 1933 trat er der NSDAP bei (Mitgliedsnummer 3.281.493).Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/39821439

Von September 1941 bis Dezember 1942 war er als Legationsrat erster Klasse von der Informationsabteilung Referat VAA dem Kommando der 6. Armee der Wehrmacht zugeteilt. Von 1943 bis 1945 war er als Gesandtschaftsrat erster Klasse in Zagreb.

Nach dem 8. Mai 1945 war von Schubert auf dem landwirtschaftlichen Besitz seines Bruders Carl von Schubert tätig. Am 1. Dezember 1955 wurde er in den auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen und wurde Geschäftsträger in Amman, wo er von 1957 bis 1962 Botschafter war.Presse- und Informationsamt, Bulletin des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung, Deutscher Bundes-Verlag, 1962, S. 1520 Von 16. Januar 1963 bis 1. September 1965 war er Botschafter in Addis Abeba.Christian Hartmann, Der deutsche Krieg im Osten 1941-1944: Facetten einer Grenzüberschreitung, S. 375 Er war seit 1920 Mitglied des Corps Borussia Bonn.Kösener Corpslisten 1996, 16, 945

Literatur Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945. Band 4: S. Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst, Bearbeiter: Bernd Isphording, Gerhard Keiper, Martin Kröger. Schöningh, Paderborn u. a. 2012, ISBN 978-3-506-71843-3, S. 179f.

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Einzelnachweise

Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus) Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945 Kategorie:Person (deutsche Besetzung Jugoslawiens 1941–1945) Kategorie:Deutscher Botschafter in Jordanien Kategorie:Deutscher Botschafter in Äthiopien Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert) Conrad Kategorie:Adliger Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1901 Kategorie:Gestorben 1973 Kategorie:Mann