Ronda Jean Rousey (* 1. Februar 1987 in Riverside, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin, MMA-Kämpferin und ehemalige Judoka und Wrestlerin. Als Schauspielerin ist sie vor allem für ihre Auftritte in The Expendables 3, Fast & Furious 7, Entourage und Mile 22 bekannt. Von 2018 bis 2023 trat sie auch als Wrestlerin auf und gewann in diesem Zeitraum dreimal die WWE Women’s Championship, sowie die WWE Royal Rumble.Ronda Rousey, WWE
Im MMA war sie 2012 Titelträgerin bei Strikeforce und wurde anschließend als erste Frau bei der Ultimate Fighting Championship (UFC) unter Vertrag genommen, wo sie im November 2012 zur ersten Bantamgewichts-Titelträgerin der Organisation ernannt wurde und den Titel bis November 2015 sechsmal verteidigen konnte. 2018 wurde sie als erste Frau in die UFC Hall of Fame aufgenommenRonda Rousey makes history as first woman selected for induction into UFC Hall of Fame und fand im gleichen Jahr auch Aufnahme in die International Sports Hall of Fame.2018 Hall of Fame Inductees
Im Judo war sie unter anderem Gewinnerin der Panamerikanischen Spiele 2007 und Vizeweltmeisterin 2007, sowie Bronzemedaillengewinnerin der Olympischen Spiele 2008.Ronda Rousey, Mixed martial arts
Judokarriere Ronda Rousey, Judo Inside Rousey ist die Tochter von AnnMaria De Mars, der ersten Judo-Weltmeisterin der Vereinigten StaatenAnnMaria De Mars, USJF und begann im Alter von elf Jahren selbst mit dem Judosport.Ronda Rousey: Using Judo as the foundations for a combat careerRonda Rousey, Weebly In der Klasse bis 63 kg (Halbmittelgewicht) gewann sie 2004 jeweils Gold bei der US-Meisterschaft in San Diego, der Junioren-Weltmeisterschaft (U20) in Budapest, sowie der Panamerikameisterschaft in Isla Margarita. Sie startete zudem als jüngste Judoka bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen, wo sie im ersten Kampf gegen Claudia Heill unterlag und in die Hoffnungsrunde musste. Dort siegte sie gegen Sarah Clark, schied jedoch im nächsten Duell gegen Hong Ok-song aus. 2005 gewann sie erneut die US-Meisterschaft in Virginia Beach und die Panamerikameisterschaft in Caguas, sowie 2006 wieder die US-Meisterschaft in Houston und den Weltcup in Birmingham. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2006 (U20) in Santo Domingo gewann sie Bronze, sowie Silber bei der Panamerikameisterschaft 2006 in Buenos Aires.
In der Klasse bis 70 kg (Mittelgewicht) gewann sie 2007 jeweils Gold bei der US-Meisterschaft in Miami, den Panamerikanischen Spielen in Rio de Janeiro und dem Weltcup in Wien, sowie Bronze bei der Panamerikameisterschaft in Montreal. Bei der Weltmeisterschaft 2007 in Rio de Janeiro erreichte sie mit Siegen gegen Asuka Oka, Ylenia Scapin, Mayra Aguiar und Edith Bosch das Finale, wo sie gegen Gévrise Émane unterlag und Vize-Weltmeisterin wurde. 2008 gewann sie die US-Meisterschaft in Virginia Beach, den Weltcup in Budapest und die US Olympic Trials in Las Vegas. Sie startete daraufhin bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking und siegte gegen Nasiba Surkiýewa und Katarzyna Kłys, ehe sie nach einer Niederlage gegen Edith Bosch wieder in die Hoffnungsrunde musste. Dort konnte sie sich gegen Rachida Ouerdane, Anett Mészáros sowie Annett Böhm durchsetzen und eine Bronzemedaille gewinnen. Sie wurde damit die bis dahin erste US-amerikanische Judoka, die eine olympische Medaille erkämpfen konnte.Wakefield’s Rousey becomes first U.S. woman to win an Olympic medal in Judo Bis dahin hatte sie zwischen 2001 und 2007 zudem 16 Turniere in den USA, Finnland, Kanada, England, Schweden und Belgien gewonnen.
2010 siegte sie nochmals bei der US-Meisterschaft in Myrtle Beach und wurde noch im selben Jahr in die Hall of Fame der United States Judo Federation (USJF) aufgenommen.U.S. Judo Hall of Fame
MMA-Karriere Rousey bestritt ihr MMA-Debüt am 6. August 2010 und gewann bis Januar 2011 drei Amateurkämpfe in Folge jeweils durch Aufgabe (Submission) per Armhebel (Armbar) in der ersten Runde.Ronda Rousey needed just 25 seconds to win MMA debut with submission that made her a UFC legend Ihr Profidebüt bestritt sie am 27. März 2011 und gewann sechs Kämpfe in Folge per Armbar in Runde 1, vier davon bei der Promotion Strikeforce. Sie errang dabei am 3. März 2012 gegen Miesha Tate den Strikeforce-Titel im BantamgewichtRonda Rousey: Mind Games with Miesha Tate Paid Dividends in Strikeforce Title Fight und verteidigte diesen am 18. August 2012 gegen Sarah Kaufman.Strikeforce: Rousey vs. Kaufman Main Card Results
Im November 2012 hatte die Ultimate Fighting Championship (UFC) die Einführung des Bantamgewichts (-61 kg) als erste Gewichtsklasse für Frauenkämpfe beschlossen, wobei Rousey als erste Frau in der Organisation unter Vertrag genommen wurde. Als Strikeforce-Championess wurde sie darüber hinaus zur ersten UFC-Titelträgerin erklärt.Ronda Rousey: Frauenpower in der UFCMiesha Tate-Cat Zingano clash set Ihr Debüt und gleichzeitig ihre erste Titelverteidigung gewann sie im ersten UFC-Frauenkampf am 23. Februar 2013 bei UFC 157 in Anaheim durch Armbar in Runde 1 gegen Liz Carmouche (Profi-MMA-Bilanz: 8-2).Ronda Rousey And Liz Carmouche Make History At UFC 157 Breaking Barriers Ihren zweiten Kampf bestritt sie am 28. Dezember 2013 in einem Rückkampf gegen Miesha Tate (13-4) und siegte per Armbar in Runde 3.UFC classic fights: Ronda Rousey vs. Miesha Tate 2 at UFC 168
Am 22. Februar 2014 siegte Rousey per Knietritt zum Körper durch TKO in der ersten Runde gegen Sara McMann (7-0), eine olympische Silbermedaillengewinnerin im Freistilringen.UFC 170 results recap: Ronda Rousey vs. Sara McMann Am 5. Juli 2014 gewann sie zudem nach nur 16 Sekunden durch KO in der ersten Runde gegen die erfahrene und auf Rang 2 geführte Herausforderin Alexis Davis (16-5), eine ehemalige Titelträgerin der Promotion Raging Wolf (RW) und Schwarzgurt-Trägerin im BJJ. Durch den zweiten KO/TKO-Sieg in Folge stellte sie ihre verbesserten Striking-Fähigkeiten unter Beweis, an denen sie mit ihrem Trainer Edmond Tarverdyan gearbeitet hatte.Ronda Rousey KO's Alexis Davis in 16 seconds at UFC 175
Ihre inzwischen fünfte Titelverteidigung gewann sie am 28. Februar 2015 wieder durch einen Armbar per Aufgabe nach nur 14 Sekunden in der ersten Runde gegen Cat Zingano (9-0, UFC #1), eine ehemalige Titelträgerin bei Ring of Fire (ROF) und Fight to Win (FTW), die acht ihrer Kämpfe vorzeitig entschieden hatte.Ronda Rousey submits Cat Zingano in 14 seconds to defend UFC championship Am 1. August 2015 besiegte sie in ihrer sechsten Titelverteidigung Bethe Correia (9-0, UFC #5) durch KO nach 34 Sekunden der ersten Runde.Ronda Rousey knocks out Bethe Correia in 34 seconds
Am 14. Januar 2015 traf sie beim Event UFC 193 in Melbourne auf die ehemalige Kickboxerin und Weltmeisterin im Profiboxen, Holly Holm (9-0, UFC #7). Nachdem Holm die erste Runde deutlich dominiert hatte, verlor Rousey nach einem Head Kick durch KO in der zweiten Runde.Holly Holm vs. Ronda Rousey full fight video Nach dieser Niederlage bestritt sie erst am 30. Dezember 2016 bei UFC 207 ihren nächsten Kampf, wobei sie durch TKO in der ersten Runde gegen die Bantamgewichts-Titelträgerin Amanda Nunes (13-4) verlor.UFC 207: Ronda Rousey defeated by Amanda Nunes in 48 seconds, Cruz loses belt Ohne offiziell ihren Rücktritt erklärt zu haben, bestritt sie bis 2026 keinen Kampf mehr.Ronda Rousey opens up on end of MMA career and decision to retire: ‘I kept doing it for everybody else’
2026 nahm sie ihr Training wieder auf, um sich auf einen Kampf gegen Gina Carano vorzubereiten, der am 16. Mai 2026 stattfand. Ronda Rousey sicherte sich den Sieg durch einen Armhebel (Armbar) nach 17 Sekunden in der ersten Runde.
World Wrestling Entertainment (WWE) Zwischen 2014 und 2017 hatte Rousey einige sporadische Auftritte bei World Wrestling Entertainment (WWE), dem weltweiten Marktführer im Wrestling. Erstmals war sie beim SummerSlam 2014 zu sehen, als die sogenannten Four Horsewomen der UFC (Rousey, Jessamyn Duke, Marina Shafir und Shayna Baszler) in der ersten Reihe im Publikum standen. Nach der Veranstaltung gab Rousey auf der Webseite der WWE ein Interview. Ihren zweiten Auftritt hatte sie bei WrestleMania 31, wo sie sich ebenfalls mit den anderen drei UFC-Horsewomen im Publikum befand. Während der Veranstaltung nahm sie an der Seite von The Rock an einem Promo-Segment mit Triple H und Stephanie McMahon teil. Im Verlauf des Mae Young Classic saß Rousey wiederum mehrmals mit den zwei UFC-Horsewomen Duke und Shafir im Publikum, um ihre ehemalige Gefährtin Baszler zu unterstützen, die an dem Turnier teilnahm und im Anschluss einen WWE-Vertrag unterschrieb. Dabei kam es zu einer Konfrontation mit den WWE-Horsewomen (Bayley, Becky Lynch, Charlotte Flair und Sasha Banks), was Gerüchte auslöste, die beiden Gruppierungen würden bald ein Fehdeprogramm in der WWE starten.
miniatur|Rousey mit Kurt Angle bei WrestleMania 34 im Jahr 2018
Am 28. Januar 2018 hatte Rousey einen Überraschungsauftritt beim Royal Rumble, als sie nach dem Frauen-Royal Rumble-Match Asuka, die Siegerin des ersten Royal Rumble der Frauen, die WWE RAW Women’s Championesse Alexa Bliss und die WWE SmackDown Women’s Championesse Charlotte Flair konfrontierte. Während des Segments wurde bekanntgegeben, dass Rousey einen Vollzeitvertrag bei World Wrestling Entertainment unterschrieben habe.Ronda Rousey unterschreibt WWE-Vertrag GN1, abgerufen am 12. März 2018WWE „Royal Rumble 2018“ Ergebnisse + Bericht aus Philadelphia, Pennsylvania vom 28. Januar 2018 (inkl. Videos + kompletter Pre-Show) wrestling-infos.de, abgerufen am 12. März 2018 Am 25. Februar 2018 hatte Rousey einen Auftritt bei Elimination Chamber, wo sie laut Storyline einen Raw-Vertrag unterschrieb, womit sie ein Teil des RAW-Rosters wurde.WWE „Elimination Chamber 2018“/„No Escape 2018“ Bericht + Ergebnisse aus Las Vegas, Nevada (25.02.2018) (inkl. Videos + kompletter Pre-Show) wrestling-infos.de, abgerufen am 12. März 2018
Ihr Debüt gab Rousey bei Wrestlemania 34; an der Seite von Kurt Angle trat sie in einem Mixed Tag Team-Match gegen Triple H und Stephanie McMahon an. Ihr Auftritt hatte eine breite positive Resonanz.
Beim Summerslam am 19. August 2018 durfte sie Alexa Bliss besiegen und so die RAW Women’s Championship erhalten. Am 7. April 2019 bei Wrestlemania 35 verlor sie den Titel gegen Becky Lynch. Am 29. Januar 2022 kehrte sie beim Royal Rumble 2022 in den WWE Ring zurück. Sie nahm mit der Startnummer 28 am Royal-Rumble Match der Frauen teil. Das Match gewann sie, indem sie zuletzt Charlotte Flair eliminierte. Sie forderte Flair bei WrestleMania 38 um die SmackDown Women’s Championship heraus, das Match konnte sie jedoch nicht gewinnen. Am 8. Mai 2022 gewann sie bei WrestleMania Backlash (2022) die SmackDown Women’s Championship in einem I Quit-Match von Charlotte Flair. Die Regentschaft hielt 55 Tage und verlor den Titel, schlussendlich am 2. Juli 2022 bei Money in the Bank 2022 an Liv Morgan, nachdem sie ihren Money in the Bank Contract einlöste. Am 8. Oktober 2022 gewann sie bei Extreme Rules (2022) erneut die SmackDown Women’s Championship, hierfür besiegte sie Liv Morgan in einem Extreme-Rules-Match. Am 29. Mai 2023 gewann sie zusammen mit Shayna Bazler die WWE Women’s Tag Team Championship. Hierfür besiegten sie Raquel Rodriguez & Shotzi, Bayley & Iyo Sky und Sonya Deville & Chelsea Green um die vakanten Titel zu gewinnen. Die Regentschaft hielt 33 Tage und verloren die Titel, schlussendlich am 1. Juli 2023 an Raquel Rodriguez und Liv Morgan. Noch im gleichen Sommer verließ sie die WWE aus Unzufriedenheit über den Umgang mit Frauen in der Vergangenheit und in der Gegenwart. Sporadisch will sie aber eventuell noch auftreten.Rousey-Fiasko: Bitteres WWE-Ende? auf Sport1.de. Abgerufen am 2. August 2025.
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