Hämatoporphyrin, auch Haematoporphyrin geschrieben, entsteht bei der sauren Hydrolyse des Hämoglobins. Hierbei werden die Proteinketten abgespalten sowie das Eisen(II)-ion entfernt. Außerdem werden die beiden Vinylgruppen hydratisiert, Hämatoporphyrin ist somit ein eisenfreies Häm.
Eigenschaften Hämatoporphyrin unterscheidet sich von Protoporphyrin IX dadurch, dass die beiden Vinyl-Gruppen infolge Anlagerung von Wasser in Hydroxyethyl-Reste übergegangen sind. Da die Hydratisierung nicht stereospezifisch erfolgt, besteht Hämatoporphyrin aus vier Stereoisomeren.
Verwendung Nachweis von Blut im Stuhl (Hämatoporphyrin-Test, Guajak-Test) Photosensibilierung von Tumoren (Photodynamische Therapie – PDT) Antidepressivum, etwa im als „physiologisches Stimulans“ beworbenen Hämatoporphyrin-Derivat PyrocalMünchener Medizinische Wochenschrift. Band 95, Nr. 1, 2. Januar 1953, S. XCIII (Anzeige der Dr. Kurt Mulli KG Hamburg). seit den 1920er Jahren
Einzelnachweise
Kategorie:Pyrrolin Kategorie:Pyrrol Kategorie:Dicarbonsäure Kategorie:Diol Kategorie:Polyen Kategorie:Chelatligand Kategorie:Hämatologie