Rudolf Johann Schasching (* 12. April 1957Biographische Daten von Rudolf Schasching in: International Who’s Who in Classical Music 2013. 29. Auflage. Routledge, London 2013, ISBN 978-1-85743-676-1, S. 784. in Engelhartszell, Oberösterreich; † 9. Juli 2022Traueranzeige in der Saarbrücker Zeitung. 13. Juli 2022, abgerufen am 16. Juli 2022.Oliver Schwambach: Auf den Bühnen der Welt daheim, in Saarbrücken zuhause: Zum Tode von Tenor Rudolf Schasching. In: Saarbrücker Zeitung. 15. Juli 2022, abgerufen am 15. Juli 2022.) war ein österreichischer Opernsänger (Tenor). Sein Repertoire umfasste Partien vom Charakterfach bis zum schweren Heldenfach. Seit 2003 führte er den Titel eines Saarländischen Kammersängers.

Leben Nach seiner musikalischen Grundausbildung bei den St. Florianer Sängerknaben studierte er an der Musikhochschule Wien bei Hilde Rössel-Majdan Gesang. 1983 schloss er seine Studien mit dem Diplom ab. Nach einem Erstengagement an der Wiener Kammeroper wurde er ans Saarländische Staatstheater in Saarbrücken engagiert, zunächst als lyrischer Tenor (Tamino u. a.), sehr bald dann als jugendlicher Heldentenor (Siegmund, Max im Freischütz, Lohengrin und Parsifal) und Charaktertenor. Diesem Haus blieb er über zwei Jahrzehnte bis 2005 verbunden.

Seit dieser Zeit gastiert er an führenden Bühnen Europas wie der Wiener Staatsoper, der Opéra Bastille in Paris, dem Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Het Muziektheater in Amsterdam sowie bei den Festspielen von Salzburg, Glyndebourne und Bregenz.

Zudem gehörte er von 2000 bis 2012 dem Ensemble des Opernhauses Zürich an, wo er in unterschiedlichsten Rollen in Erscheinung trat, so unter anderem als Siegfried in Richard Wagners Götterdämmerung in der Inszenierung von Robert Wilson unter der musikalischen Leitung von Philippe Jordan, als Herodes in Richard Strauss’ Salome (Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf, Musikalische Leitung: Christoph von Dohnányi) und als Aegisth in dessen Elektra (Inszenierung: Martin Kušej, Musikalische Leitung: Daniele Gatti), aber auch als Monostatos in Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte unter Nikolaus Harnoncourt, mit dem ihn eine rege Zusammenarbeit verband.

Repertoire (Auswahl) Idomeneo – Idomeneo Erster Geharnischter, Monostatos – Die Zauberflöte Erik – Der fliegende Holländer Tannhäuser, Walther von der Vogelweide – Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg Lohengrin – Lohengrin Loge – Das Rheingold Siegmund – Die Walküre Siegfried – Götterdämmerung Parsifal – Parsifal Herodes – SalomeOper aktuell; abgerufen am 14. Feb. 2012. Aegisth – Elektra Bacchus – Ariadne auf Naxos Alwa – Lulu Tambourmajor – Wozzeck Aron – Moses und Aron

Diskografie (Auswahl) elatus: Ludwig van Beethoven, Symphonie No. IX – Chamber Orchestra of Europe, Nikolaus Harnoncourt. EMI: Franz Lehár, Die lustige Witwe – London Philharmonic Orchestra, Franz Welser-Möst.

Auszeichnungen 2013 wurde ihm die Kulturmedaille des Landes Oberösterreich verliehen.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Tenor Kategorie:Opernsänger Kategorie:Kammersänger Kategorie:Darstellender Künstler (Österreich) Kategorie:Musiker (Österreich) Kategorie:Träger der Kulturmedaille des Landes Oberösterreich Kategorie:Person (Engelhartszell) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1957 Kategorie:Gestorben 2022 Kategorie:Mann Kategorie:Ensemblemitglied des Staatstheaters Darmstadt