Rolf Otto Heydel (* 22. September 1918 in HamburgGeburtsdatum und -ort nach Piet Hein Honig, Hanns-Georg Rodek: 100001. Die Showbusiness-Enzyklopädie des 20. Jahrhunderts. Showbiz-Data-Verlag, Villingen-Schwenningen 1992, , S. 435. Beides ist identisch mit den Traueranzeigen des 2010 in Mill Valley verstorbenen Heydel.; † 3. Dezember 2010 in Mill Valley, Kalifornienhttp://www.tributes.com/show/Rolf-Heydel-90375672) war ein deutschamerikanischerEinbürgerungsnachweis Schauspieler und Synchronsprecher.
Leben Heydel war als Theaterschauspieler an verschiedenen Berliner Bühnen tätig.Hans Joachim Reichhardt: 25 Jahre Theater in Berlin, Schriftenreihe zur Berliner Zeitgeschichte, Band 7, Spitzing 1972, S. 225 und 268. Seit 1939 arbeitete er auch als Filmschauspieler. Er spielte während des Zweiten Weltkrieges neben Filmgrößen dieser Zeit wie Zarah Leander in Das Lied der Wüste, Heinz Rühmann in Wunschkonzert und Marika Rökk in Frauen sind doch bessere Diplomaten. Er erhielt 1944 im Theater des Volkes – Städtisches Theater am Albert-Platz in Dresden starken Beifall bei seinem Auftritt als „Don Ramon“ unter der Regie von Albert Pichels in einer Komödie, dem altspanischen Verkleidungs- und Verwechslungsstück „Eifersucht auf sich selbst“ mit der Schauspielerin Erika Dannhoff (Donna Magdalena), Johanna Wilheim (Donna Angela) und Rudolf Fleck (Pacheco).Jürgen Sydow in Zschopauer Tageblatt, 18. Januar 1944, S. 4
Nach Kriegsende trat Heydel sowohl in der Bundesrepublik als auch in der DDR in Filmproduktionen auf. Für die DEFA spielte er in Wolfgang Schleifs Komödie Saure Wochen – frohe Feste, im Westen unter der Regie von Helmut Käutner im Krimidrama Epilog oder Das Ende der Orplid, als Kriminalkommissar „Bludau“ in Thriller Die Spur führt nach Berlin sowie in der Kriminalkomödie Knall und Fall als Detektive.
Als Synchronsprecher lieh er seine Stimme unter anderem Jack Beutel in Die Rose von Cimarron, Rory Calhoun in Zweikampf am Red River, Jon Hall in Fluch der Tempelgötter, Ben Johnson in Panik um King Kong, Glenn Miller in Adoptiertes Glück und Robert Ryan in Der Schrecken von Texas.
Mitte der 1950er Jahre zog sich Heydel aus dem Film- und Synchrongeschäft zurück. Später wanderte er in die USA aus, wo er 2010 im Alter von 92 Jahren in Kalifornien starb.Im Nachruf im Marin Independent Journal vom 8. Dezember 2010 wurde auf seine schauspielerische Tätigkeit nicht eingegangen. Zum Zeitpunkt seines Todes wurde er von seiner Ehefrau Heidi, einem Sohn und drei Töchtern, sechs Enkeln, sieben Urenkeln und drei Ururenkeln überlebt.
Filmografie (Auswahl) 1939: Das Lied der Wüste 1939/41: Frauen sind doch bessere Diplomaten 1940: Wunschkonzert 1950: Epilog – Das Geheimnis der Orplid 1950: Saure Wochen – frohe Feste 1952: Die Spur führt nach Berlin 1953: Knall und Fall als Detektive
Hörspiele (Auswahl) 1948: Undine, Berliner Rundfunk 1952: Der glühende Robert, NWDR 1953: Schneewittchen und die Schönheitskönigin, NWDR
Weblinks
Rolf Heydel in der Synchrondatenbank von Arne Kaul
Einzelnachweise
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