Die Biosynthese ist eine Form der Körperpsychotherapie, deren Schwerpunkt auf der Behandlung von frühen psychischen Störungen liegt. Sie wurde in den 1980er-Jahren von David Boadella entwickelt und basiert auf der Vegetotherapie von Wilhelm Reich. Darüber hinaus hat sie ihre Wurzeln in der psychophysiologischen Synthese von Pierre Janet, der britischen Objekt-Beziehungsschule von John Bowlby und im psychodynamischen prä- und perinatalen Ansatz von Otto Rank, Francis Mott und Frank Lake.
Die Bezeichnung Biosynthese steht dabei für eine Verbindung von drei wesentlichen Bereichen des Menschen: die somatische Existenz, die psychische Erfahrung und die innere Essenz. Ziel der Biosynthese ist eine innere Balance zwischen Körper und Psyche, wodurch mehr innere Ruhe und Kraft entstehen soll.
Die 9 Themenfelder Die Biosynthese lässt sich auf 9 Hauptthemenbereiche herunterbrechen:
Erden: Entfaltung angemessener Selbstbehauptung und effizienter Strategien zur Lebensbewältigung Zentrieren: Für eine ausgeglichene Atmung, emotionale Balance und persönliche Identität Laden: Für persönliche Energie, Vitalität und Kreativität Begrenzen: Für das Erkennen von eigenen und fremden Grenzen Verbinden: Für den Kontakt mit Hilfe verbaler und nonverbaler Kommunikation Klingen: Für die empathische Kommunikation für sich selbst und andere Anschauen: Für innere und äußere Orientierung, und um heilsame Ressourcen zu finden Achten: Mithilfe von Achtsamkeit die eigene soziale und ökologische Verankerung in der Welt zu begreifen Formen: Das Finden und Entwickeln von persönlichen Kompetenzen
Literatur David Boadella: Befreite Lebensenergie. ISBN 978-3-89767-624-4.
Einzelnachweise
Kategorie:Psychotherapeutische Methode