Aluminiumiodid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Iodide.

Gewinnung und Darstellung Aluminiumiodid kann durch Reaktion von Aluminium mit Iod gewonnen werden.Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 876.

Eigenschaften mini|links|Aluminiumiodid Aluminiumiodid ist ein weißes Pulver, das aus farblosen Blättchen besteht. Es ist feuchtigkeitsempfindlich und zersetzt sich beim Erhitzen an der Luft unter Bildung von Iod und Aluminiumoxid. Es kristallisiert in einer monoklinen Struktur mit der , a = 9,591 Å, b = 6,069 Å, c = 11.902 Å, β = 108,05°,S.I. Troyanov, T. Krahl, E. Kemnitz: Crystal structures of GaX3 (X=Cl, Br, I) and AlI3. In: Zeitschrift für Kristallographie. Band 219, Nr. 2, 2004, S. 88–92, doi:10.1524/zkri.219.2.88.26320. in der es als Dimer Al2I6 vorliegt. Die dimeren Al2I6-Moleküle bestehen aus zwei AlI4-Tetraedern, die sich eine gemeinsame I-I-Kante mit kürzeren Al-I- (endständig) und längeren Al-I- (verbrückend) Abständen teilen.

Verwendung Aluminiumiodid wird bei organischen Synthesen als Katalysator zum Aufbrechen von bestimmten Arten von C–O- und N–O-Bindungen verwendet. Es spaltet aromatische Ether und zersetzt Epoxide.Melinda Gugelchuk: Aluminum Iodide. In: Leo A. Paquette (Ed.): Encyclopedia of Reagents for Organic Synthesis. J. Wiley & Sons, New York 2004, doi:10.1002/047084289X.ra083. Es kann auch zur Herstellung von iodierten organischen Verbindungen verwendet werden.

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