miniatur|Graf Lew Alexejewitsch Perowski

Graf Lew Alexejewitsch von Perowski (, transkribiert als Perofsky, Perovskii, Perovskiy, Perovsky und Perowsky; wird auch als L. A. Perovski zitiert; in Potschep; † in St. Petersburg) war ein russischer Adeliger, Staatsmann und Mineraloge.

Leben Er war der uneheliche Sohn des Grafen Alexei Kirillowitsch Rasumowski (1748–1822) aus seiner Verbindung mit Maria Michailowna Sobolewski. Zu seinen Brüdern zählten Nikolai Iwanowitsch (1785–1858), später Gouverneur der Krim, die späteren Generale Wassili Alexejewitsch (1795–1857), Boris Alexejewitsch (1815–1881) sowie der durch sein Pseudonym bekannte Schriftsteller Antonij Pogorelskij (1787–1836).

Lew Alexejewitsch wurde 1804 geadelt und besuchte 1811 die Universität Moskau. Er nahm während des Vaterländischen Krieges 1812 an den Schlachten von Borodino, Malojaroslawez, Wjasma und Krasnoje teil. Im Jahre 1818 erreichte er den Rang des Obersten und war nun im Generalstabe der Gardetruppen tätig. Von 1818 bis 1823 fungierte er als Generalquartiermeister des 1. Reserve-Kavalleriekorps. Er trat danach in den öffentlichen Dienst über, wurde Senator und 1829 Vizepräsidenten des Departement der Apanagen.

Unter Zar Nikolaus I. bekleidete er vom 23. September 1841 bis 30. August 1852 das Amt des Innenministers.Shubin, Daniel (2005). A history of Russian Christianity (volume 3). Algora Publishing. p. 208. ISBN 0-87586-427-9.

Als 1852 der Fürst Wolkonski verstarb, wurde er an dessen Stelle zum Minister der Apanagen und zum Dirigenten des kaiserlichen Kabinetts ernannt. Daneben war er seit 1850 Direktor der Kommission für Antikenforschung und förderte archäologische Ausgrabungen. Er stellte eine umfangreiche Sammlung griechischer Antiquitäten und Münzen sowie eine reichhaltige Sammlung alter russischer Silberobjekte, Silbermünzen und von Medaillen zusammen. Die Sammlung kamen in die Eremitage. Als Zuständiger für den Bergbau sammelte er auch leidenschaftlich Mineralien.

1845 schlug er die Gründung der Russischen Geographischen Gesellschaft vor.Congress of Russian Geographical Society may be held in Karelia, January 20, 2010, by Maxim Tikhonov Seit 1853 war er Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften in St. Petersburg.

Das Mineral Perowskit wurde nach ihm benannt und die Pflanzengattung Perovskia nach seinem Bruder Wassili (Gouverneur von Orenburg).De Graef, Marc; Michael E. McHenry (2007). Structure of materials: an introduction to crystallography, diffraction and symmetry. Cambridge University Press. p. 671. ISBN 978-0-521-65151-6. gefunden am 16. Dezember 2010.Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 3., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage. Nikol, Hamburg 2005, ISBN 3-937872-16-7, S. 470–471 (Nachdruck von 1996).

Literatur A. Polowzow: Russkj biografitscheskj slowar. Tom XIII. Isd. Imperatorskago Russkago istoritscheskago obschtschestwa, 1902, S. 541–550. (russisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Absolvent der Lomonossow-Universität Moskau Kategorie:Innenminister (Russisches Kaiserreich) Kategorie:Mineraloge Kategorie:Numismatiker Kategorie:Mineraliensammler Kategorie:Antikensammler Kategorie:Ehrenmitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Namensgeber für ein Mineral Kategorie:Russe Kategorie:Geboren 1792 Kategorie:Gestorben 1856 Kategorie:Mann