Leonhardsruh ist ein ehemaliger Gemeindeteil von Gunzenhausen im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Er lag in der Gemarkung Gunzenhausen. Leonhardsruh lag östlich der Altstadt Gunzenhausens, südlich des Waldgebietes „Der Burgstall“, wo heute die Leonhardsruhstraße am „Waldbad am Limes“ endet.
Ortsname Der Ortsname bedeutet „Ruhe“ = in der Einsamkeit errichtetes Anwesen eines Leonhard.Schuh, S. 171
Geschichte Bis zur Gebietsreform in Bayern 1972 war Leonhardsruh ein gesonderter Gemeindeteil von Gunzenhausen.Kreisstadt Gunzenhausen, S. 158 Erbaut hat das „Haus vor der Stadt Gunzenhausen“Historischer Atlas, S. 138 1798 der Gunzenhäuser Bäckermeister Leonhard Mayer als Alterssitz,Schuh, S. 171; bei Wilhelm Lux, S. 10, heißt der Erbauer „Meier“ den er noch im gleichen Jahr nach Übergabe seiner Bäckerei an seinen Sohn bezog.Lux, S. 10 Sämtlicher Rechte des freieigenen Anwesens lagen beim preußischen Ober- bzw. Kastenamt Gunzenhausen. 1806 fiel das Anwesen mit Gunzenhausen an Bayern.Historischer Atlas, S. 234 1829 wird die Leonhardsruh als Einöde mit Mühle genannt, die eine viertel Stunde von Gunzenhausen entfernt ist und in der 1 Familie mit 5 Einwohnern sitzt.Hohn, S. 136 Eine Mühle hat es hier jedoch nie gegeben, wohl aber einen landwirtschaftlichen Betrieb und hinter dem Anwesen eine Sandgrube.Lux, S. 11 1837 wird berichtet, dass das Anwesen zur katholischen Pfarrei Cronheim gehört; auch 1867 sind die 11 Einwohner, die nunmehr in 2 Gebäuden wohnen, katholisch. 1950 wird die Leonhardsruh von vier Personen bewohnt, 1961 von zwei Personen. Das mehrmals umgebaute Anwesen liegt noch heute am Rand der Stadt Gunzenhausen.
Literatur
Kreisstadt Gunzenhausen. In: Landkreis Gunzenhausen. München, Assling 1966, S. 158ff. Wilhelm Lux: Die Leonhardsruh. In: Alt-Gunzenhausen 39 (1981), S. 10f.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Gunzenhausen) Kategorie:Wüstung im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Kategorie:Wüstwerdung im 20. Jahrhundert