Oskar Heinrich Wilsdorff, oftmals fälschlicherweise auch Otto Heinrich Wilsdorff genanntReinhard Glaß: Wilsdorff, Oskar Heinrich (oft falsch genannt: Otto Heinrich Wilsdorff) in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902) [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 23. Juli 2018 oder auch Otto Wilsdorff und Otto Wilsdorf,Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, neue Folge des Notizblattes, redigiert von dem Vorstande des Vereins, Band 7, 1861, S. 8; online über Google-BücherIlse Rüttgerodt-Riechmann: Lindener Berg, in Denkmaltopographie ... (siehe Literatur), S. 118f. (* 22. Februar 1835 in Dresden; † 17. April 1883 in Hannover) war ein deutscher Architekt, Baubeamter und Fachschul-Lehrer.Klaus Siegner: Architektenbiographien. In: Laves und Hannover ... S. 571.
Leben Oskar Wilsdorff besuchte von 1849 bis 1855 eine Baugewerbeschule in Sachsen sowie das Polytechnikum Dresden. Im Ergebnis wurde er mit verschiedenen Studienpreisen und Medaillen ausgezeichnet.
Anschließend war er 1855 bis 1857 Bauassistent beim Landbauamt Leipzig in OschatzSitz des Landbauamtes Leipzig in Oschatz laut , abgerufen am 2. September 2024. Von 1857 bis 1875 nahm er Nienburg die Stelle eines Lehrers an der Baugewerbeschule Nienburg an. Nachdem Wilsdorff 1866 in den Rang eines Hofbaukondukteurs befördert worden war, arbeitete er parallel zu seiner Lehrerstelle – jedoch nur in den Semesterferien – als Baukondukteur für die Landbauinspektionen Hannover, Aurich, Osterode, Göttingen, Nienburg und Verden.
1875 erhielt Wilsdorff in Hannover die Stelle des Stadtbauinspektors und wurde Leiter der Hochbauabteilung des hannoverschen Stadtbauamtes.
1879 Wilsdorff auch die technische Leitung der Baupolizei in Hannover. Zeitweilig wirkte er zudem als Direktor der Städtischen Gewerbeschule.Anmerkung: Ob Klaus Siegner mit der „Städtischen Gewerbeschule“ die „Höhere Gewerbeschule zu Hannover“ meinte, der Vorläuferin der heutigen Universität Hannover, ist noch offen.
Oskar Wilsdorff war Mitglied im Architekten- und Ingenieur-Verein zu Hannover. Er wird in direkten Bezug zu Conrad Wilhelm Hase und der von ihm begründeten Hannoverschen Architekturschule gebracht.
Bauten (sofern bekannt) mini|Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg in Hannover-Linden, 1876/78 von Otto Wilsdorff und Rudolph Berg
1862–1866, Einbeck: Restaurierung und Innenausstattung der evangelisch-lutherischen Münsterkirche St. Alexandri um 1875, Hannover, heutige Adenauerallee 3: Elefantenhaus im Zoologischen Garten (nicht erhalten) 1881 Erweiterung nach Plänen von Ernst Bühring, Hannover 1876–1878, Hannover, Ricklingen, Fricke-Weg, gemeinsam mit Rudolph Berg: Wasserwerk mit Maschinen- und Pumpenhaus (nicht erhalten) 1876–1878 Hannover: Alte Celler Heerstraße 5 (heute: Lister Meile 4) Ecke Zwingerstraße: Leibniz-Realgymnasium (nicht erhalten) 1876–1878, Linden vor Hannover, Am Lindener Berge 27 (heute): Wasserhochbehälter auf dem Lindener Berg, in Zusammenarbeit mit August Bües (technische Konzeption von Rudolph Berg)Helmut Knocke, Hugo Thielen: Am Lindener Berge 27. In: Hannover Kunst- und Kultur-Lexikon. S. 82. 1879–1885: Hannover, An der Christuskirche: Höhere Töchterschule II in Hannover-Nordstadt, An der Christuskirche (im Zweiten Weltkrieg zerstört; heute Conrad-Wilhelm-Hase-Platz)Das Gebäude ist abgebildet mit der Inschrift „erbaut 1880“ und als Ruine nach 1945 in: Stefanie Sonnenburg, Felicitas Kröger, Wolfgang Pietsch, Claudia Probst, Peter Troche, Rolf Wießell: 1859–2009. 150 Jahre Gemeindegründung Christuskirche Hannover. Akzent-Druck, Hannover 2009, S. 15, S. 71. (erhältlich bei der Nordstädter Kirchengemeinde, An der Lutherkirche 12, 30167 Hannover) um 1880, Hannover, Hagenstraße 53: Bürgerschule 1880, Hannover Engelbosteler Damm: Bürgerschule Berthastraße 12 (früher und heute): Wohnhaus; nicht erhalten 1883, Hannover, Friesenstraße: Bürgerschule 1883, Hannover, Hagenstraße 62: Bürgerschule 1885, Hannover, Krausenstraße: Bürgerschule vollendet von Architekt Eberhard Hillebrand, Hannover
Literatur Klaus Siegner: Architektenbiographien. In: Harold Hammer-Schenk, Günther Kokkelink (Hrsg.): Laves und Hannover. Niedersächsische Architektur im neunzehnten Jahrhundert. (revidierte Neuauflage der Publikation Vom Schloss zum Bahnhof...) Ed. Libri Artis Schäfer, 1989, ISBN 3-88746-236-X, S. 571. Ilse Rüttgerodt-Riechmann: Lindener Berg. In: Hans-Herbert Möller (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Stadt Hannover, Teil 2, [Bd.] 10.2. Vieweg, Braunschweig / Wiesbaden 1985, ISBN 3-528-06208-8, S. 118f., sowie Linden-Süd, in Anlage: Verzeichnis der Baudenkmale gem. § 4 (NDSchG) (ausgenommen Baudenkmale der archäologischen Denkmalpflege), Stand 1. Juli 1985, Stadt Hannover, Niedersächsisches Landesverwaltungsamt – Veröffentlichungen des Instituts für Denkmalpflege Fachzeitschriften: Deutsche Bauzeitung. 17. Jahrgang. 1883, Nr. 33, S. 196 (Todtenschau: Stadtbauinspektor Wilsdorff) Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover Neue Folge (NF) Band 25. 1879, S. 511ff. NF Band 26. 1880, S. 493ff. NF Band 27. 1881, S. 160–161 Theodor Unger: † Oskar Hnr. Wilsdorff, Stadtbauinspektor zu Hannover Nachruf in: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins zu Hannover. NF Band 29. 1883, S. 291–292 Centralblatt der Bauverwaltung. 1. Jahrgang. 1881, Nr. 32, S. 282 (Architekten- und Ingenieur-Verein in Hannover)
Weblinks
Reinhard Glaß: Wilsdorff, Oskar Heinrich (oft falsch genannt: Otto Heinrich Wilsdorff) in der Datenbank Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902)
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Niedersachsen) Kategorie:Architekt des Historismus Kategorie:Person (Hannover) Kategorie:Person (Aurich) Kategorie:Person (Göttingen) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1835 Kategorie:Gestorben 1883 Kategorie:Mann