Die Murmansker Seereederei (, Kurzform: ; deutsch Offene Aktiengesellschaft „Murmansker Seereederei“, kurz OAO „Murmansker Seereederei“, eng. Joint Stock Company „Murmansk Shipping Company“, kurz – JSC „MSCO“) ist eine 2020 in Konkurs gegangene Seereederei mit Sitz in Murmansk auf der russischen Halbinsel Kola.

Geschichte miniatur|Hauptsitz der MSCO in Murmansk miniatur|Das Museum der Reederei Im Jahr 1939 wurde die staatliche „Murmansker Massengüter- und Passagier-Seereederei“ () (seit 1967 „Murmansker Seereederei“) als Spezialbetrieb für den Transport von Passagieren und Waren in den arktischen Regionen der Sowjetunion gegründet. Ihre Basis bildeten die von der „Nord-Seereederei“ und von der „Ostseereederei“ übergebenen Fracht- und Fahrgastschiffe. 1940 waren in der neu gegründeten Seereederei 37 Schiffe mit einer Ladefähigkeit von 112.200 tdw (englisch) zusammengefasst. 1966 wurde das Unternehmen in „Murmansker Seereederei“ ( umbenannt. 1993 wurde der staatliche Betrieb in eine offene Aktiengesellschaft mit gemischter Eigentumsform verwandelt, dabei beträgt der staatliche Anteil der Russischen Föderation, vertreten durch Rosimuschtschestwo, – 25,5 %; OOO „Arktitscheskije Technologii“ 61,78 % (Stand 2008). Bis 2008 managte man die staatliche Flottille atomgetriebener Eisbrecher, die dann in die Atomflot ausgliedert wurde. Der ehemalige Direktor Rukša Vladimirovič (), nahm so einen wesentlichen Teil des Geschäfts mit.

Die Minengesellschaft Vostok Ugol klagte 2015 auf Rückzahlung von Vorschüssen in Millionenhöhe, die sie an die Reederei für Transporte geleistet hatte. 2017 musste die MSCO für einen Kredit der Sberbank über 586 Mrd. Rubel (damals 92,4 Mio. €) die verbliebenen 13 Schiffe und drei Verwaltungsgebäude verpfänden. Die Geschicke der schlecht geführten Firma besserten sich nicht. Das Gericht in Murmansk eröffnete am 6. Oktober 2020 das Konkursverfahren.

Schiffe der Reederei

Die Reederei betreibt mehrere Massengut- und Stückgutschiffe,, Murmansk Shipping Company darunter auch auf den Betrieb unter arktischen Verhältnissen abgestimmte Schiffe des Typs UL-ESC, sechs Tanker,, Murmansk Shipping Company einen Eisbrecher,, Murmansk Shipping Company zwei Passagierschiffe, Murmansk Shipping Company sowie vier Schwimmkräne., Murmansk Shipping Company Die 1977 gebaute Klavdija Elanskaja () diente bis 2019 als Versorgungsschiff abgelegener Siedlungen auf der Kola-Halbinsel, dann kündigte die Regionalregierung den Vertrag wegen mangelnder Zuverlässigkeit.

Weblinks Joint Stock Company “Murmansk Shipping Company”

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Reederei (Russland)

Kategorie:Murmansk Kategorie:Unternehmen (Oblast Murmansk) Kategorie:Unternehmensgründung 1939