Weiden ist ein Dorf das zur Ortschaft Buttelstedt der Landgemeinde Am Ettersberg im Landkreis Weimarer Land in Thüringen gehört.
Geografie Einen Kilometer nordöstlich von Buttelstedt entfernt liegt der Ortsteil Weiden in einem seit Jahrhunderten unveränderten Ortsbild. Das doppelte Sackgassendorf liegt im Niederungstal des Rossbaches und seiner Einmündung in die Scherkonde, einem Zufluss der Lossa. Die begrünten Bachläufe bilden mit der Dorfanlage das gesamte Ortsbild. Dazu gesellt sich die Bergkirche St. Cyriacus.Weiden auf der Website der Stadt Buttelstedt. In: buttelstedt.de, abgerufen am 3. Februar 2012.
Geschichte Die urkundliche Ersterwähnung von Weiden fand nach archivierten Unterlagen 1336–1348 statt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. 5., verbesserte und wesentlich erweiterte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 303. Das Dörfchen gehörte zur Zisterzienserabtei Pforta und später zu weiteren kirchlichen und weltlichen Besitzern. Ab 1458 gehörte Weiden zum Besitz der Herren von Meusebach zu Schwerstedt (Amt Buttelstedt).. Nachdem der ernestinische Kurfürst im Jahr 1544 das Amt Buttelstedt zurückkaufte, überließ er Krautheim, Weiden und Oberndorf den Herren von Meusebach. Weiden gehörte seitdem zum Amt Weimar, welches seit 1572 zu Sachsen-Weimar, ab 1741 zu Sachsen-Weimar-Eisenach gehörte. Bei der Verwaltungsreform des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach kam der Ort 1850 zum Verwaltungsbezirk Weimar II und juristisch zum Justizamt Buttstädt.
Eine Mühle gab es 1349/50 auch schon. Die Bergkirche ist Nachfolger einer befestigten Anlage zum Schutze der durch dieses Gebiet damals verlaufenden Via Regia. Sie diente auch als Fluchtburg für Mensch und Tier. Später wurde sie zur Kirche umgebaut. Reste der Burg sind in Mauern, als Gräben und Wälle noch vorhanden.Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtlichen Wohnplätze. Jenzig-Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 78 und 158.
Weblinks
Digitalisat, C. Kronfeld: Landeskunde des Großherzogthums Sachsen-Weimar-Eisenach (Zweiter Theil), Hermann Böhlau, Weimar 1879, S. 249, abgerufen am 11. September 2023.
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Am Ettersberg) Kategorie:Ort im Landkreis Weimarer Land Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Weimarer Land) Kategorie:Ersterwähnung 1336 Kategorie:Gemeindeauflösung 1994