Ferdinand Försch (* 15. Januar 1951 in Bad Brückenau) ist ein deutscher Musiker, Komponist, Klangkünstler und Instrumentenbauer.

Werdegang Ferdinand Försch studierte von 1972 bis 1980 Komposition, Perkussion und Elektronische Musik in Würzburg und Stuttgart. Er betätigte sich Anfang der 1980er Jahre auch unter dem Pseudonym Herbert F. Bairy als Rockmusiker.

1982 lernte er während eines mehrwöchigen Seminars in England den amerikanischen Avantgarde-Komponisten John Cage kennen, der ihn für sein weiteres Schaffen inspirierte. Seither entwickelt und baut er neuartige Musikinstrumente. Für sie schreibt er seine Kompositionen, die er weltweit bei Performances und Konzerten aufführt.Hamburger Abendblatt: Die wundersame Klang-Welt des Ferdinand Försch, abgerufen am 4. Februar 2012.

Försch arbeitete immer wieder mit Musikern unterschiedlicher ethnischer und stilistischer Herkunft zusammen wie in dem Duo-Projekt „Von Bach bis Hendrix“, mit dem Geiger Tracy Silverman aus Nashville oder mit dem kalifornischen Gitarristen David Tanenbaum und dem indischen Perkussionisten Trilok Gurtu. In Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreographin Iris Tenge entstanden mehrere Ballettmusiken und Ballettfilme.

In den Jahren 1986 bis 1988 konzentrierte er vor allem auf den Bau von "Klangbildern" und Klangskulpturen. Im Wechselspiel von Klang und Visualisierung entstanden aus Intervallabfolgen wie c-a-g-e und b-a-c-h skulpturale Arbeiten, also Bilder, Plastiken und Installationen, die sich dem Betrachter gleichermaßen auf optischem wie auf musikalischem Wege erschließen.

1994 erhielt er Lehraufträge an der Universität Lüneburg und der Kunstakademie Stuttgart. 1997 zog Försch von Schloß Wotersen nach Hamburg, wo er das KlangHaus als experimentelles Forum für Konzertveranstaltungen, Ausstellungen und Performances eröffnete.

Werke Kompositionen A Touch of Toccata, Ballettmusik, 2011 Sonata Vertigo, Ballettmusik, 2010 My road movies, Ballettmusik, 2010 M4C, Kompositionszyklus, 1993/94

Videos AirPace Crash, 2006 Ferdinand Försch Live – short cuts – Museum Ludwig Koblenz, 2004

Filmmusiken 1999: Hans Warns – Mein 20. Jahrhundert (Regie: Gordian Maugg) 2001: Zutaten für Träume (Regie: Gordian Maugg) 2005: Zeppelin! (Regie: Gordian Maugg)

CDs Traumspiel, in-akustik, 2010 4 Cage, Edition al segno. 1999 Bach 4/7, Q.-tip musivc, 1995 Traumspiel, Sandra Music productions. 1980

Ausstellungen Ferdinand Försch, Galerie Wiechern, Hamburg, 2007 Form und Klang Amtsrichterhaus Schwarzenbek, 2005

Konzerte 7. Avantgardefestival in Schiphorst, 2010 World Drum Festival, Hamburg, 1999 Schleswig-Holstein Musikfestival, 2001 The Kitchen, New York Shanghai Art Festival Weltmusikfestival Murnau, 2004

Auszeichnungen 1983 Stipendiat beim International Dance Course for Professional Choreographers and Composers. University of Surrey, Guildford 1995 Kulturpreis der Lauenburger Akademie für Wissenschaft und Kultur

Weblinks Website KlangHaus

Einzelnachweise

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