miniatur|Grabstein für Gudrun Okras und ihren Sohn Dieter Okras auf dem Friedhof Lichtenrade in Berlin-Lichtenrade Gudrun Okras (* 8. Dezember 1929 in Berlin; † 23. Juli 2009 ebenda) war eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Leben Gudrun Okras wuchs in Berlin gemeinsam mit vier Geschwistern in ärmlichen Verhältnissen auf. Sie begann ihre Laufbahn als Schauspielerin Anfang der 1950er-Jahre an der Berliner Vaganten Bühne, wo sie von 1952 bis 1959 als festes Ensemblemitglied engagiert war. Nachruf in: SUPERillu vom 29. Juli 2009 Danach war sie von 1977 bis 1992 am Staatsschauspiel Dresden engagiert. Zu ihren wichtigsten Rollen dort gehörte die Klytämnestra in der Bearbeitung des Tantalidenmythos von Euripides.

Während ihrer Tätigkeit als Theaterschauspielerin übernahm sie erste Rollen in Kinofilmen. Mitte der 1980er-Jahre nahm sie erstmals Fernsehrollen an. Bis zum Jahr 2006 war sie in über 60 Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Bekannt wurde sie vor allem durch Gastrollen in Fernsehserien wie beispielsweise Der Alte, Ein Fall für Zwei und Adelheid und ihre Mörder (mit Evelyn Hamann). Für Jetzt oder nie – Zeit ist Geld (2000; Produzent: Til Schweiger) erhielt Okras mit ihren Kolleginnen Christel Peters und Elisabeth Scherer den Ernst-Lubitsch-Preis. Einem breiten internationalen Publikum wurde sie durch ihre Nebenrolle in dem niederländischen, Oscar-nominierten Kinofilm Die Zwillinge bekannt.

Ihr Sohn Dieter Okras (1948–2014) war ebenfalls als Schauspieler tätig.

Gudrun Okras starb am 23. Juli 2009 nach langer, schwerer Krankheit im Alter von 79 Jahren.Schauspielerin Gudrun Okras gestorben in sz-online.de am 27. Juli 2009, abgerufen am 5. Februar 2011.

Filmografie 1969: Hans Beimler, Kamerad 1979: Emilia Galotti (Gotthold Ephraim Lessing; Staatsschauspiel Dresden) 1979: Elektra (Sophokles; Staatsschauspiel Dresden) 1982: Geschichten übern Gartenzaun (Fernsehserie) 1984: Wo andere schweigen 1984: Don Karlos, Infant von Spanien (Schiller; Staatsschauspiel Dresden) 1986: So viele Träume 1987: Vernehmung der Zeugen 1988: Barfuß ins Bett (Fernsehserie) 1988: Der Eisenhans 1989: Coming Out 1990: Rückwärtslaufen kann ich auch 1990: Heimsuchung 1991: Das Licht der Liebe 1991: Taxi nach Rathenow 1992: Der Alte (Fernsehserie, Folge 177: Ein schlimmes Ende) 1993: Zwei wie Paul und Caroline (Fernseh-Mehrteiler) 1995: Rosamunde Pilcher: Wechselspiel der Liebe 1995: Ach du Fröhliche 1996: Amerika (Fernsehfilm) 1996: Rosa Roth – Montag, 26. November 1996: Mensch, Pia! 1997: Polizeiruf 110 – Heißkalte Liebe 1997: Dr. Sommerfeld – Neues vom Bülowbogen (Fernsehserie) 1998: Bis zum Horizont und weiter 1998: Letzte Chance für Harry 1998: Ein rettender Engel (Fernsehfilm) 1999: Lea Katz – Die Kriminalpsychologin: Einer von uns 1999: Pünktchen und Anton (frei nach Erich Kästner) 1999: Dr. Stefan Frank – Der Arzt, dem die Frauen vertrauen (Fernsehserie, Folge Bis ans Ende der Nacht) 2000: Adelheid und ihre Mörder (Fernsehserie, Folge Tod in h-Moll) 2000: Die Sonnenlanze 2000: Jetzt oder nie – Zeit ist Geld 2002: Vollweib sucht Halbtagsmann 2002: Polizeiruf 110 – Angst um Tessa Bülow 2002: Die Zwillinge 2002: Einspruch für die Liebe 2003: In aller Freundschaft (Fernsehserie, Folge Ich will nach Hause) 2004: Das Konto 2004: Einmal Bulle, immer Bulle (Fernsehserie, Folge Rette sich, wer kann) 2006: Polizeiruf 110 – Die Lettin und ihr Lover 2006: Pik & Amadeus – Freunde wider Willen 2006: Willkommen in Lüsgraf (Fernsehfilm)

Weblinks

Gudrun Okras bei filmportal.de – Nachruf von Christoph Funke.

Einzelnachweise

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