Willi Baer, eigentlich Willi Bär (* 28. Juni 1951 in Hamburgandere Quellen benennen Frankfurt am Main), ist ein deutscher Journalist, Filmkaufmann, Geschäftsmann und Filmproduzent in Hollywood.

Leben und Wirken Bär begann sein Berufsleben als Journalist. Bis 1977 war er als Redakteur bei der politisch linken Wochenzeitung Die Tat beschäftigt. 1978 wechselte er als Chefredakteur zur Filmzeitschrift Cinema. Dort blieb Bär bis 1989. Seit 1981 arbeitet er als Filmproduzent. Mit Hans Jürgen Weber veröffentlichte er den in Frankfurt am Main 1981 erschienenen Band der Reihe Fischer Film Almanach.

Mit Beginn der 1990er Jahre konzentrierte sich Bär ganz auf die Filmproduktion und schloss sich der SD-Holding zweier Deutscher, des Unternehmers Rolf Deyhle und des Juristen Bodo Scriba an.Baer im Spiegel-Artikel 'Hier ist was von Wildwest' Wenig später übersiedelten die drei nach Hollywood, wo sich Bär, der sich nunmehr „Baer“ schreiben ließ, in den kommenden zwölf Jahren an der Herstellung einer Fülle von US-amerikanischen Filmen beteiligte, die zumeist mit deutschem Geld cofinanziert wurden. Das Gros dieser Filme war wenig erfolgreich; in dieser Zeit kursierte in Hollywood der Begriff „Stupid German Money“.

2003 beendete Willi Baer seine Tätigkeit als executive producer weitgehend und kehrte nach Deutschland zurück. Im Jahre 2009 gründete er mit Carmen Bitsch und Karl-Heinz Dellwo den auf politische Literatur spezialisierten Laika-Verlag.Laika Verlag Internetpräsenz Gemeinsam mit zwei Partnern, darunter erneut Bodo Scriba, steht Baer auch der Antares Lizenzvertriebsgesellschaft mbH vor, einer Hamburger Firma, die sich auf die Auswertung von urheberrechtlichen Nutzungsrechten und verwandten Schutzrechten, insbesondere mit TV- und Theaterrechten an urheberrechtlich geschützten Werken, spezialisiert hat. Bei der Produktionsfirma Cine Media Film ist er gleichfalls Geschäftsführer.

Filmografie als Herstellungsleiter oder Mitproduzent

1981: Manche mögen’s prall 1990: Tod im Spiegel 1991: Superstau 1991: Der Eisbärkönig 1992: Wilde Orchidee 3 1992: Die total beknackte Nuß 1992: Die ungewisse Lage des Paradieses 1993: Die letzte Grenze 1993: Karen McCoy – Die Katze 1993: Carlito’s Way 1994: Liebe und andere Geschäfte 1994: Shadow und der Fluch des Khan 1994: Two Bits 1995: Exquisite Tenderness – Höllische Qualen (Exquisite Tenderness) 1995: Tage der Angst 1997: Liebesflüstern 1998: The Virgin Suicides 1998: Kimberly 1999: Forever Lulu 1999: Cookie’s Fortune – Aufruhr in Holly Springs 1999: Die Akte Romero 1999: State and Main 2000: Dancing at the Blue Iguana 2000: Jeepers Creepers 2000: Prozac Nation 2000: Rufmord – Jenseits der Moral 2001: CQ 2001: Scenes of the Crime 2001: No Such Things 2002: Pumpkin 2002: Deuces Wild – Wild in den Straßen 2002: City of Ghosts 2004: Tid til forandring 2006: The Walker

Einzelnachweise

Weblinks

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