mini|Jella Haase auf der Berlinale 2025

Jella Haase (* 26. Oktober 1992. In: radioeins.de, 26. Oktober 2022. in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin. Im Jahr 2011 wurde sie mit dem Bayerischen Filmpreis als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Der Durchbruch gelang ihr 2013 als Chantal in Fack ju Göhte. Für ihre Nebenrolle in Lieber Thomas (2021) gewann sie den Deutschen Filmpreis. Für ihre Hauptrolle in Kleo (2022) gewann sie den Deutschen Fernsehpreis 2023.

Leben und Werdegang Jella Haase wurde als Tochter eines Technikers und einer Zahnärztin in Berlin-Kreuzberg geboren, wo sie auch aufwuchs. Sie machte 2013 ihr Abitur. Eine Schauspielschule besuchte sie nicht. Jella Haase begann als Kind mit dem Theaterspiel. 2009 stand sie für ihren ersten Kurzfilm Der letzte Rest vor der Kamera, ihre erste Hauptrolle spielte sie im Fernsehfilm Mama kommt! Es folgten weitere Fernsehproduktionen, darunter zwei Auftritte in Polizeiruf 110. 2010 war sie in sechs Folgen des transmedialen Projekts Alpha 0.7 – Der Feind in dir des SWR zu sehen.

2011 war sie in Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe (Drehbuch und Regie: Simon Verhoeven) zum ersten Mal im Kino zu sehen. Im selben Jahr übernahm sie eine tragende Rolle in David Wnendts Neonazi-Milieustudie Kriegerin. Für diese Darstellung und ihre Rolle im ebenfalls 2011 veröffentlichten Lollipop Monster erhielt sie beim Bayerischen Filmpreis 2011 den Preis als Beste Nachwuchsdarstellerin. Pressemitteilung auf bayern.de, 20. Januar 2012. Anfang 2013 wurde der Tatort Puppenspieler ausgestrahlt, in dem sie eine minderjährige Prostituierte darstellt, die sich beim Sex mit einem Richter filmen lässt und diesen dann mit dem Video erpressen will. Sie erhielt dafür im Juni 2013 den Günter-Strack-Fernsehpreis als beste Schauspielerin. In: n-joy.de, 5. Juni 2013 mini|hochkant|Jella Haase, 2017 In der Kinokomödie Fack ju Göhte, dem besucherstärksten deutschen Film des Jahres 2014, war Haase als Schülerin Chantal zu sehen. Für diese Leistung wurde sie für den Deutschen Filmpreis für die Beste weibliche Nebenrolle nominiert. Den Part der Chantal übernahm sie ebenso in den Fortsetzungen Fack ju Göhte 2 (2015), Fack ju Göhte 3 (2017) und Chantal im Märchenland (2024). Für den zweiten Teil gewann sie gemeinsam mit Lena Klenke und Gizem Emre den Bayerischen Filmpreis sowie den Filmpreis Jupiter. Darüber hinaus wurde Haase bei der Berlinale 2016 als deutscher Shooting Star geehrt. Im selben Jahr übernahm sie im Tatort Auf einen Schlag (2016) die Rolle der Polizeianwärterin Maria Mohr.

In den Jahren 2019 bis 2021 gehörte sie dem Ensemble der Volksbühne Berlin an.Berliner Volksbühne engagiert Jella Haase. In: rbbKultur vom 12. April 2019. Abgerufen am 7. Juni 2022.Miriam Stein: Krasse Figur! Eine Begegnung mit Jella Haase, der aufregendsten Schauspielerin Deutschlands. In: Harper’s Bazaar vom 16. Januar 2022. Abgerufen am 7. Juni 2022.

Für ihre Darstellung der Edelprostituierten Mieze in Burhan Qurbanis Spielfilm Berlin Alexanderplatz erhielt Haase 2020 eine Nominierung für den Deutschen Filmpreis für die Beste weibliche Nebenrolle. 2020 spielte sie die Hauptrolle in dem Kinderfilm Paule und das Krippenspiel von Karola Hattop. Bei der Berlinale 2021 wurde sie in die internationale Kinder- und Jugendfilmjury der Sektion Generation berufen.Internationale Kurzfilmjury. In: berlinale.de (abgerufen am 19. Februar 2021). Im selben Jahr folgte die Nebenrolle der Katarina in Andreas Kleinerts Filmbiografie Lieber Thomas, für die sie 2022 erstmals den Deutschen Filmpreis gewann. In der 2022 erschienenen achtteiligen Netflix-Serie Kleo spielte sie in der Titelrolle eine Auftragsmörderin, die im Dienst des staatsverbrecherischen Geheimdienstes der DDR, der Stasi stand und sich nach ihrer Inhaftierung und dem Zusammenbruch der DDR auf einen Rachefeldzug begibt. Hierfür gewann sie den Deutschen Fernsehpreis 2023 für die beste Schauspielerin.

Haase lebt in Berlin.

Filmografie (Auswahl) Kinofilme 2011: Lollipop Monster 2011: Kriegerin 2011: Männerherzen … und die ganz ganz große Liebe 2012: Ruhm 2013: Puppe 2013: König von Deutschland 2013: Fack ju Göhte 2014: Die junge Sophie Bell 2015: Fack ju Göhte 2 2015: 4 Könige 2015: Heidi 2016: Looping 2016: Nirgendwo 2017: Fack ju Göhte 3 2018: Vielmachglas 2018: 25 km/h 2019: Die Goldfische 2019: Kidnapping Stella 2019: Get Lucky – Sex verändert alles 2019: Das perfekte Geheimnis 2020: Kokon 2020: Berlin Alexanderplatz 2020: Bis wir tot sind oder frei 2021: Lieber Thomas 2024: Chantal im Märchenland 2026: Gentle Monster

Kurzfilme 2009: Der letzte Rest 2010: Orpheus 2011: Licht 2020: Paule und das Krippenspiel 2023: God Has Forgotten Us in the Backseat of a Locked Car During Summer Fernsehfilme 2009: Mama kommt! 2009: Liebe in anderen Umständen 2009: Polizeiruf 110: Tod im Atelier 2010: Polizeiruf 110: Einer von uns 2010: Meine Familie bringt mich um! 2011: Hannah Mangold & Lucy Palm 2013: Tatort: Puppenspieler 2013: Hannah Mangold & Lucy Palm – Tot im Wald 2013: Eine verhängnisvolle Nacht 2013: Die goldene Gans 2014: Helen Dorn – Unter Kontrolle 2015: Die Klasse – Berlin ’61 2016: Tatort: Auf einen Schlag 2017: Das Leben danach Fernsehserien 2010: Alpha 0.7 – Der Feind in dir (sechs Folgen) 2010: Die Draufgänger – Mein Land 2012: Kommissar Stolberg – Trance 2014: Der Kriminalist – Checker Kreuzkölln 2015: The Team (acht Folgen) 2022–2024: Kleo (14 Folgen) 2026: Sheep Synchronisation 2016: Jenny Slate als Gidget in Pets 2017: als Burgfräulein Bö in Ritter Rost 2: Das Schrottkomplott 2024: Die Heinzels – Neue Mützen, neue Mission

Hörspiele 2013: Tamta Melaschwili: Abzählen – Bearbeitung und Regie: Elisabeth Putz (Hörspiel – NDR/ORF) 2014: Philip Stegers: Die Siedlung – Regie: Benjamin Quabeck (Kriminalhörspiel – WDR) 2024: Irmgard Keun, Bearbeitung: Regine Ahrem: Das kunstseidene Mädchen. (Hörspiel – rbb) 2025: Pippi außer Rand und Band

Auszeichnungen Askania Awards

2014: für Shooting-Star Award

Bambi

2024: als Schauspielerin national Bravo Otto

2024: für Filme & Serien [Bronze] (Chantal im Märchenland)

Bayerischer Filmpreis 2011: als Beste Nachwuchsdarstellerin (Kriegerin und Lollipop Monster) 2025: als Beste Darstellerin (Chantal im Märchenland) Deutscher Fernsehpreis

2022: als Beste weibliche Nebenrolle (Lieber Thomas) 2023: als Beste Schauspielerin (Kleo)

Deutscher Schauspielpreis

2023: als bestes Duo (in Kleo) [zusammen mit Dimitrij Schaad]

Grimme-Preis

2023: für ihre Darstellung (Kleo)

Günter-Strack-Fernsehpreis 2013: als Beste Schauspielerin (Tatort: Puppenspieler) Internationale Filmfestspiele Berlin

2016: als Shooting-Star

Jupiter Awards

2016: als Beste deutsche Darstellerin (Fack ju Göhte 2) 2020: als Beste TV-Darstellerin National (Kidnapping Stella) 2023: als Beste Darstellerin TV & Streaming National (Kleo)

Romy 2023: als Beliebteste Schauspielerin Serie/Reihe

Weblinks

Jella Haase bei castupload.com Jella Haase bei der Agentur La Strada.Doells „Manchmal wäre ich gern so selbstüberzeugt wie Chantal“. In: bento, 10. Dezember 2015 „Was guckst du so, Jella Haase?“ In: Süddeutsche Zeitung, 8. April 2013 „Ich wünsche mir, immer wieder an meine Grenzen zu kommen“. In: Die Zeit, 25. August 2011

Einzelnachweise

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