Sonny Curtis (* 9. Mai 1937 in Meadow, Texas; † 19. September 2025 in Nashville) war ein US-amerikanischer Sänger, Gitarrist und Songwriter. Er war Mitglied von The Crickets und schrieb, spielte und sang viele bekannte Lieder, zum Beispiel I Fought the Law, das von vielen Bands gecovert wurde.
Leben Curtis war das zweitjüngste von sechs Kindern von Arthur Curtis und dessen Frau Violet, seine Eltern waren Baumwoll-Farmer. In seiner musikalischen Familie kam er früh zur Musik. Zwei seiner Onkel bildeten eine der ersten Bluegrass-Bands in Texas, die Mayfield Brothers. Curtis begann im Alter von vier Jahren mit dem Gitarrespiel und lernte mit 14 Jahren den etwas älteren Buddy Holly kennen. Er spielte bereits bei einigen frühen Aufnahmen von Buddy Holly wie Blue Days, Black Nights die Gitarre. Mitglied von Hollys Begleitband The Crickets wurde er jedoch erst Ende 1958, kurz vor Hollys Tod bei einem Flugzeugabsturz im Februar 1959. Curtis verblieb in den folgenden Jahrzehnten als Gitarrist und Sänger bei den Crickets.
Daneben veröffentlichte Curtis in den 1960er-Jahren als Solokünstler drei Studioalben. Vier Auskopplungen stiegen in die Billboard Hot Country Charts, wo Atlanta Georgia Stray 1968 mit Rang 36 die zunächst höchste Platzierung erreichte. Erst in den 1980er-Jahren folgten weitere Singlehits in den Country-Charts, darunter auch der insgesamt bestplatzierte Titel Curtis’, Good Ol’ Girls von 1981.
Als Komponist schrieb Curtis eine Reihe bekannter Hits für andere Künstler. So hatten die Everly Brothers mit dem von Curtis geschriebenen Lied Walk Right Back im Jahr 1961 einen größeren Hit. Sein erstmals 1960 von den Crickets eingespieltes Lied I Fought the Law wurde später von Künstlern wie The Bobby Fuller Four, The Clash und Green Day gecovert. Ebenfalls schrieb er mit Love is All Around das Titellied der The Mary Tyler Moore Show, einer der erfolgreichsten amerikanischen Sitcoms der 1970er-Jahre. In den frühen 1990er-Jahren schrieb er das Titellied zu einer weiteren Sitcom, Daddy schafft uns alle mit Burt Reynolds.
Curtis wurde 1991 in die Nashville Songwriters Hall of Fame aufgenommen, fünf seiner Lieder wurden laut der Verwertungsgesellschaft BMI mehr als eine Million Mal im Radio gespielt. 2012 wurde Curtis als Mitglied der Crickets in die Country Music Hall of Fame aufgenommen.
Sonny Curtis war seit 1970 mit Louise Halverson verheiratet, mit der er eine Tochter hatte. Er starb am 19. September 2025 nach kurzer Krankheit infolge einer Lungenentzündung in einem Krankenhaus in Nashville.
Diskografie Alben 1964: Beatle Hits Flamenco Guitar Style 1968: The 1st of Sonny Curtis 1969: The Sonny Curtis Style 1979: Sonny Curtis 1980: Love Is All Around 1981: Rollin’ 1987: Spectrum
Singles
Weitere Singles 1958: Wrong Again (VÖ: April) 1958: A Pretty Girl (VÖ: Juli) 1960: Red Headed Stranger (VÖ: Mai) 1963: Last Song I’m Ever Gonna Sing (Nashville) (VÖ: September) 1964: A Beatle I Want to Be (VÖ: Februar) 1964: Bo-Diddley Bach (VÖ: Juli) 1967: Destiny’s Child (VÖ: Februar) 1969: Day Gig (VÖ: Januar) 1969: Hung Up in Your Eyes (VÖ: Juni) 1970: Love Is All Around (VÖ: 9. November) 1971: Unsaintly Judy (VÖ: 13. Mai) 1972: Sunny Mornin’ (VÖ: Juni) 1973: Rock’n Roll (I Gave You the Best Years of My Life) (VÖ: November) 1975: Lovesick Blues (VÖ: Oktober) 1976: When It’s Just You and Me (VÖ: Januar) 1976: Where’s Patricia Now (VÖ: März) 1979: The Cowboy Singer (VÖ: August) 1979: Do You Remember Roll over Beethoven (VÖ: November) 1980: Fifty Ways to Leave Your Lover (VÖ: September) 1981: The Christmas Song (VÖ: Oktober) 1982: Together Alone (VÖ: September) 1985: I Think I’m in Love 1989: Bad Case of Love (EP) 1990: I’m No Stranger to the Rain
Weblinks sonnycurtis.com
Diskografie bei 45cat.com
Einzelnachweise
Kategorie:Songwriter Kategorie:Musiker (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1937 Kategorie:Gestorben 2025 Kategorie:Mann