Der Westliche Wengenkopf ist ein hoher Berg in den Allgäuer Alpen im deutschen Bundesland Bayern. Über den Gipfel führt der Hindelanger Klettersteig.

Lage und Umgebung Der in der Untergruppe Daumengruppe gelegene Berg erhebt sich in dem Bergkamm, der vom Nebelhorn () nach Nordosten zum Großen Daumen () zieht. Das Nebelhorn ist auch der westliche Nachbargipfel des Westlichen Wengenkopfs. Im Nordosten liegt der Östliche Wengenkopf (). Zwischen Östlichem Wengenkopf und Großem Daumen liegt die Einschartung, welche Referenz für die Schartenhöhe des Westlichen Wengenkopfs ist. Der Gipfel liegt auf der Gemarkung von Oberstdorf.

Namensherkunft Erstmals erwähnt wurde 1774 bei Peter Anichs Atlas Tyrolensis ein Wenger Kopf B. Namensgebend war die Alpe Wengen, deren Weidegebiet südlich des Berges liegt. Wengen ist der Plural des Wortes „Wang“, was die Bedeutung „natürliches Weideland“ hat. Thaddäus Steiner: Allgäuer Bergnamen. 2. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-389-5 (S. 215).

Geologie Das Erscheinungsbild des Grates in dem sich der Westliche Wengenkopf befindet, ist geprägt von einer Hauptdolomit-Überschiebung. Diese steigt nach Norden hin an und zeigt dann nach Norden überkippte Falten. Daraus resultieren die eher sanfteren Südhänge und die steilen Nordabstürze. Im Norden ist ein breites Band von Fleckenmergeln eingelagert, den Talboden am nördlichen Bergfuß bilden Kössener Schichten. Herbert Scholz: Bau und Werden der Allgäuer Landschaft. E. Schweizerbart’sche Verlagsbuchhandlung (Nägele u. Obermiller), Stuttgart 1995 (S. T5, T17).

Alpinismus Stützpunkte für eine Besteigung des Westlichen Wengenkopfs sind das Edmund-Probst-Haus (1927 m) am Nebelhorn, sowie die Nebelhornbahn.

Normalweg Vom Wanderweg zwischen Nebelhornbahn-Mittelstation und Großem Daumen aus kann der Berg weglos über Geröll und Schrofen erreicht werden. Diese Variante ist allerdings unüblich. Meist wird der Gipfel im Rahmen einer Begehung des Hindelanger Klettersteigs überschritten. Dieser ist am Wengenkopf ein mittelschwerer Klettersteig (B/C) mit teilweise ungesicherten Kletter-Passagen im I. Grad. Östlich des Westlichen Wengenkopfs befindet sich der erste Notabstieg aus dem Klettersteig. Dieter Seibert: Alpenvereinsführer alpin – Allgäuer Alpen und Ammergauer Alpen. 17. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-1126-2 (S. 284). Dieter Seibert: Rother Wanderführer – Allgäuer Alpen: Höhenwege und Klettersteige. 13. Auflage. Bergverlag Rother, München 2008, ISBN 978-3-7633-3120-8 (S. 54 f).

Klettern In der Nordseite der Westlichen Wengenkopfs finden sich einige Kletterrouten. Über die Kante zwischen Nord- und Nordostwand verläuft der Bayerländer Weg (IV) aus dem Jahr 1936. In der Nordwand gibt es verschiedene Routen bis zum Schwierigkeitsgrad IV+. Ernst Zettler, Heinz Groth: Alpenvereinsführer – Allgäuer Alpen. 12., völlig neu bearbeitete Auflage. Bergverlag Rudolf Rother, München 1985 (S. 433 ff).

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