Rüdersdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Kraftsdorf im Landkreis Greiz in Thüringen. Die Ortsteile Rüdersdorf und Grüna bilden eine Ortschaft nach der Thüringer Kommunalordnung und haben damit eine Ortschaftsverfassung mit Ortschaftsrat und Ortschaftsbürgermeister.

Geografie Rüdersdorf liegt in einer Mulde auf einer höher gelegenen Ebene nördlich der Bundesautobahn 4 und auch von Kraftsdorf entfernt. Über Kreisstraßen ist der Ortsteil hinab in das Tal des Erlbachs und über die Landesstraße 1070 mit dem Umland verbunden. Der landwirtschaftlich geprägte Ort verfügt über 1020 Hektar Gemarkungsfläche.

Geschichte miniatur|links|Die Kirche

Am 19. Februar 1160 wurde das Dorf erstmals urkundlich erwähnt.Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer. Ein Handbuch. Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza, 2010, ISBN 978-3-86777-202-0, S. 241.

Die Gemeinde bestand bis zur Gründung des Landes Thüringen im Jahr 1920 aus zwei Teilen, von denen einer zum Fürstentum Reuß jüngerer Linie, Herrschaft Gera (1919 mit 450 Einwohnern) und einer zum Fürstentum Sachsen-Altenburg, Kreisamt Eisenberg (266 Einwohner) gehörte. Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Grüna (1939: 105 Ew.) nach Rüdersdorf eingegliedert. Rüdersdorf selbst kam 1997 nach Kraftsdorf. Rüdersdorf gehörte bis Ende Juni 1994 zum Kreis Gera-Land und gehört seit der Kreisgebietsreform in Thüringen 1994 zum Landkreis Greiz.

Sehenswürdigkeiten Die Dorfkirche des Ortes ist weithin sichtbar. Rüdersdorf ist auch für seine Schalmeienkapelle bekannt.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner Jahr Einwohner 1910 786 1919 716 1925 903 1933 925 1939 908 1945 1358 Volkszählungsergebnisse

Persönlichkeiten Christian Gottlieb Gruner (1816–1870), deutscher Gutsbesitzer und Politiker, Bürgermeister in Rüdersdorf ab 1855

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Kraftsdorf) Kategorie:Ort im Landkreis Greiz Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Greiz) Kategorie:Ersterwähnung 1160 Kategorie:Gemeindeauflösung 1997