Wilhelm Hochgreve (* 9. November 1885 in Osterwieck; † 30. Mai 1968 in Goslar) war ein deutscher Autor und Rezitator. Der Schwerpunkt seines literarischen Schaffens ist die Jagdromantik und die Darstellung der Natur in seiner Harzer Heimat. Hochgreve wird auch als der „Hermann Löns des Harzes“ bezeichnet.
Leben und Werk Wilhelm Hochgreve wurde in Osterwieck geboren und besuchte das Gymnasium in Goslar. Er studierte in München, Berlin und Leipzig Germanistik, Geschichte und Naturwissenschaften und war in Berlin Schüler des Vortragsmeisters Emil Milan. Seit seinem 18. Lebensjahr betätigte er sich schriftstellerisch im Bereich der Natur- und Heimatkunde. Die Liebe zur Jagd und zur Natur bestimmte sein dichterisches Schaffen.M. Raack: W. Hochgreve zu seinem morgigen Geburtstag, Goslarsche Zeitung, 8. Nov. 1955 Stilistisch erinnern seine Arbeiten an den Heide-Dichter Hermann Löns. Er verband romantisches Empfinden mit umfangreichen und fundierten Details zum Geschehen in der Natur.
Hochgreve ist auch durch Rezitationsabende hauptsächlich niederdeutscher Literatur in Erscheinung getreten. Dabei kamen ihm seine virtuose Beherrschung deutscher Dialekte und seine hervorragende Fähigkeit zur Imitation von Tierstimmen zugute.Dr. Ursula Müller: Der Hermann Löns des Harzes, Goslarsche Zeitung, 30. Mai 2008 Unterlagen zu Leben und Werk von Wilhelm Hochgreve sind im Stadt-Archiv Goslar zu finden. Nach ihm ist eine Straße in Goslar benannt.
Werke (Auswahl) Bücher Der lachende Wald, 1910 Auf Wildpfaden in deutschen Jagdgründen, 1910 Im Jagdrevier, 1920 Bilder und Klänge aus Deutschen Bergwäldern, 1921 Quell des Frohsinns. Ein heiteres Vortragsbuch, 1922 Über Kimme und Korn, 1925 Vom Siebenschläfer bis zum Kronenhirsch. Ein Tier- und Jagdbuch, 1927 Von Wild und Wald und fröhlichem Jagen, 1929 Da kichert Diana, 1930 Buntlaub, 1936 Die Wälder rufen, 1937 Mit Büchse, Hund und Kamera, 1940 Dorfleute. Dorfgeschichten deutscher Erzähler, 1943 Familie Borstig, 1944 Kleine Wild- und Jagdkunde, 1948 Die Heimlichen vom Buchenberg, 1950 Erlebte und erlauschte Tierwelt, 1950 Wundersames Leben im deutschen Wald, 1954 Wo die Hirsche röhren, 1956 Der Teufelshirsch, 1957 Wald und Wild – meine Welt, 1958 Ein Leben für Wild und Waidwerk, 1963 Unsere Jägersprache, 1963 miniatur|Grabstelle auf dem Alten Friedhof in Goslar
Auszeichnungen 1958: Goslarer Kulturpreis
Einzelnachweise
Literatur Paolo Bortolono: La Tierdichtung di Wilhelm Hochgreve. Dissertation, Salerno 1964.
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