Quecksilberselenid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Selenide.
Vorkommen Quecksilberselenid kommt natürlich in Form des Minerals Tiemannit vor.
Gewinnung und Darstellung Quecksilberselenid kann durch mehrstufige Reaktion von Salpetersäure mit Selen und Quecksilber(II)-oxid gewonnen werden.Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 1057.
Alternativ ist auch die direkte Synthese aus den Elementen bei etwa 600 °C möglich.
Eigenschaften Quecksilberselenid ist ein violettschwarzer, aus metallisch glänzenden Kristallen bestehender Feststoff. In Stickstoff, Kohlendioxid oder im Vakuum ist er bei 600 °C unzersetzt sublimierbar. Es besitzt unter Normalbedingungen eine Kristallstruktur vom Zinkblendetyp (a = 6,07 Å, , Punktgruppe 3m). Ab einem Druck von 0,75 GPa geht es in eine Cinnabarit-, ab 16 GPa eine Natriumchlorid- und ab 28 GPa in eine tetragonale Struktur über.
Verwendung Quecksilberselenid wird als Halbleiter verwendet.Amtsblatt der Europäischen Gemeinschafte:
Einzelnachweise
Kategorie:Selenid Kategorie:Quecksilberverbindung Kategorie:Verbindungshalbleiter Kategorie:Beschränkter Stoff nach REACH-Anhang XVII, Eintrag 18(a)