mini|400px|Globale territoriale Situation 500 v. Chr. mini|Die östliche Hemisphäre zu Beginn des 5. Jahrhunderts v. Chr. mini|Die östliche Hemisphäre zu Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. Das 5. Jahrhundert v. Chr. begann am 1. Januar 500 v. Chr. und endete am 31. Dezember 401 v. Chr.

Zeitalter/Epoche

Blütezeit und beginnender Niedergang des antiken Griechenland.

Ereignisse/Entwicklungen Griechenland Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr.: König Alexander I. von Makedonien wird Olympionike bei den Olympischen Spielen. Erste urkundliche Erwähnung Europas durch den Schriftsteller Hekataios von Milet 494 v. Chr.: Histiaios, Tyrann von Milet und Satrap des persischen Königs, geht gegen die nordägäischen Inseln Chios und Lesbos vor und belagert Thasos.

mini|links|hochkant|Themistokles zugeschriebene Abbildung

493 v. Chr.: Auf Initiative des Themistokles baut Athen seinen Hafen Piräus aus. 492 v. Chr.: Persischer Feldzug unter Mardonios nach Thrakien und Makedonien 490 v. Chr.: Persische Expedition unter Datis gegen Eretria und Athen 490 v. Chr., 12. September (traditionelle Datierung): Schlacht bei Marathon: Niederlage des persischen Heeres unter Datis gegen die attische Hoplitenarmee unter Miltiades. Die Legende vom Boten, der nach Athen eilt, um die Siegesnachricht zu überbringen, ist Grundlage des Marathonlaufs.

490 v. Chr.: Leonidas I. folgt seinem Halbbruder Kleomenes I. als König in Sparta. 489 v. Chr.: Erfolgloser Feldzug Athens unter Miltiades gegen Paros. Wegen dieser Niederlage wird Miltiades angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt; er stirbt bald darauf in Haft. 487 v. Chr.: Krieg zwischen Athen und Aigina (bis 481 v. Chr.) 487 v. Chr.: Die athenischen Archonten werden von nun an nach einer Vorwahl durch ein Losverfahren bestimmt; damit weitere Demokratisierung der Verfassung. Erste Verbannung eines Politikers (Hipparchos) durch Ostrakismos 482/481 v. Chr.: Themistokles betreibt in Athen ein Flottenbauprogramm und den Ausbau eines Kriegshafens im Piräus. Seine politischen Gegner müssen nach Ostrakismos in die Verbannung: Megakles (486 v. Chr.), Xanthippos (484 v. Chr.) und Aristeides (483 v. Chr.). Die Theten werden zum Kriegsdienst zugelassen. 481 v. Chr.: Auf einer Konferenz in Korinth wird in Erwartung des persischen Angriffs ein panhellenischer Kampfbund (Symmachie) verabredet.

mini|links|hochkant|Xerxes lässt am Hellespont das Meer auspeitschen

480 v. Chr., Frühjahr: Perserkönig Xerxes I. zieht mit einem Heer von über 100.000 Mann nach Griechenland. 480 v. Chr., 11. August: Erste Schlacht bei den Thermopylen, gleichzeitig Seeschlacht von Kap Artemision. Spartanerkönig Leonidas fällt samt seiner 300 Mann starken Leibgarde und ca. 1.000 Thespiern bei der Sicherung des Thermopylenpasses, um den Rückzug des griechischen Bündnisheeres und die Loslösung der griechischen Flotte vom Feind zu sichern, danach Plünderung Athens durch die Perser, Zerstörung der Akropolis. 480 v. Chr., September: Seeschlacht von Salamis. Der Athener Themistokles lockt die Persische Flotte in einen Hinterhalt im Sund der Insel Salamis. Die griechische Flotte ist mit ihren Ruderschiffen der weit größeren Flotte der Perser, die auf engem Raum nur schwerfällig operieren kann, überlegen. 479 v. Chr., 27. August: An oder um diesen Tag gelingt es den Griechen, durch den Sieg in der Schlacht von Platää und der annähernd gleichzeitigen Seeschlacht von Mykale die Perser aus Griechenland zu vertreiben. Der weitere Verlauf der Perserkriege gefährdet die griechischen Kleinstaaten nicht mehr ernsthaft. 479 v. Chr.: Verlust der persischen Seeherrschaft, Aufstieg Athens 479 v. Chr.: Bau der Stadtmauer von Athen gegen den Einspruch der Spartaner

mini|links|Der delisch-attische Seebund, kurz vor Ausbruch des Peloponnesischen Kriegs

477 v. Chr.: Der Stadtstaat Athen gründet den Delisch-Attischen Seebund. 477 v. Chr.: Pausanias, Sieger von Platää, geht, nachdem er in Sparta der Konspiration mit den Persern verdächtigt wird, nach Byzanz, wo er bis 471 v. Chr. herrscht. 476 v. Chr.: Archidamos II. wird König in Sparta. 475 v. Chr.: Eion in Thrakien wird Mitglied des Attischen Seebundes. Der Bund unterwirft außerdem die Insel Skyros und die Stadt Karystos auf Euböa. 472 v. Chr.: Aufführung des Dramas Die Perser von Aischylos. Um 471 v. Chr.: Themistokles wird durch Ostrakismos aus Athen verbannt; er flieht zu den Persern, die ihn zum Satrapen in Magnesia machen.

mini|hochkant|Sophokles

468 v. Chr.: Sophokles gewinnt in Athen einen Dichterwettstreit gegen Aischylos. Um 467 v. Chr.: Die Insel Naxos fällt vom Attischen Seebund ab. Um 466 v. Chr.: Schlacht am Eurymedon: Sieg der Athener unter Kimon über die Perser in einer kombinierten Land- und Seeschlacht an der Küste Pamphyliens 465/463 v. Chr.: Die Insel Thasos fällt vom Attischen Seebund ab. Sie wird nach einigen Jahren gewaltsam unterworfen. 464 v. Chr.: Niederlage des Attischen Bundes gegen die thrakischen Edoner bei Drabeskos, nachdem die Athener an der Küste die Kolonie Amphipolis errichtet hatten. 464 v. Chr.: Schweres Erdbeben in Sparta, über 20.000 Todesopfer. Die Heloten nutzen die Lage zum Aufstand gegen Sparta: 3. Messenischer Krieg. 463 v. Chr., 30. April: Totale Sonnenfinsternis in Süditalien und Nordgriechenland 462/461 v. Chr.: Demokratische Reformen des Ephialtes in Athen: der Areopag wird weitgehend entmachtet, seine Befugnisse gehen an den Rat der 500 und die Volksversammlung über.

mini|links|hochkant|Büste des Perikles

461 v. Chr.: Entfremdung zwischen Athen und Sparta: Der Vertreter der Aristokraten in Athen, Kimon, hatte ein spartanisches Hilfsgesuch gegen die aufständischen Heloten angenommen und 4.000 Hopliten in Marsch gesetzt. Als Ephialtes in Athen demokratische Reformen einführt, schickt Sparta die athenischen Hilfstruppen zurück aus Furcht vor der Ausbreitung demokratischer Ideen. In Athen verfällt Kimon daraufhin dem Ostrakismos, die Demokraten setzen sich hier durch, auch wenn Ephialtes im selben Jahr von Anhängern Kimons ermordet wird. Sein Werk setzt Perikles fort, der mit der Einführung von Tagegeldern (Diäten) die Unabhängigkeit der Mitglieder des Rats und der Gerichte sichert. Athen besetzt Pagai als Hafenstadt. Um 460 v. Chr.: Nach ihrer Niederlage im 3. Messenischen Krieg gegen Sparta werden die Messener mit athenischer Hilfe in Nafpaktos angesiedelt. Athen verbündet sich mit Megara und Thessalien, Sparta mit Ägina und Korinth.

mini|Lange Mauern zwischen Athen und dem Hafen Piräus

460–457 v. Chr.: Bau der Langen Mauern zwischen Athen und Piräus 458 v. Chr.: Aufführung der Orestie des Aischylos 458–450 v. Chr.: Reformen unter Perikles 457 v. Chr.: Fertigstellung des Zeustempels von Olympia 457 v. Chr.: Für Athen ergibt sich eine kritische Lage durch das Bündnis Spartas mit Theben. Es kommt zum Ersten Peloponnesischen Krieg: Sieg der Spartaner bei Tanagra, dem aber ein athenischer Sieg über Böotien bei Oinophyta folgt. Athen erlangt für rund zehn Jahre die Herrschaft über Böotien, Phokis und Lokris. 456 v. Chr.: Ägina wird gezwungen, Mitglied des Attischen Seebunds zu werden und Athen seine Flotte auszuliefern. 455 v. Chr.: Flottenexpedition des athenischen Feldherrn Tolmides nach Zakynthos und Kefalonia, die als Verbündete Athens gewonnen werden. 454 v. Chr.: Ägyptische Katastrophe: Eine 200 Schiffe starke athenische Hilfsflotte, die Inaros, den Sohn des früheren ägyptischen Königs Psammetich III., dabei unterstützen wollte, die persische Fremdherrschaft abzuschütteln, wird bei der Insel Propositis im Nildelta von den Persern aufgerieben. Als Reaktion verlegt Athen die Bundeskasse des Seebunds von Delos nach Athen. 451 v. Chr.: Kimon, der aus der Verbannung zurückkehrt, vermittelt einen fünfjährigen Waffenstillstand zwischen Athen und Sparta. Um 450 v. Chr.: Sieg der griechischen Flotte über die Perser bei Salamis (Zypern) 449 v. Chr.: Kalliasfriede: Das Perserreich schließt einen Kompromissfrieden mit Athen. Umwandlung des attischen Seebundes in ein Herrschaftsinstrument. Um 448 v. Chr.: Phidias vollendet die 9 m hohe Bronzestatue der Athene im Parthenon-Tempel der Athener Akropolis. 447 v. Chr.: Ein von Perikles nach Athen einberufener panhellenischer Friedenskongress scheitert am Widerstand Spartas. 447 v. Chr.: Erhebung Böotiens gegen Athen. Schlacht von Koroneia: Die Athener werden aus Mittelgriechenland verdrängt. 446 v. Chr.: Euböa, Megara, Andros und Naxos fallen vom Attischen Bund ab. 446 v. Chr.: Athen und Sparta schließen einen befristeten Frieden auf 30 Jahre auf der Basis des Status quo: Gegenseitige Anerkennung der Herrschaftsbereiche.

mini|hochkant|Thukydides

443 v. Chr.: Perikles lässt seinen wichtigsten politischen Gegner, Thukydides, durch Ostrakismos unschädlich machen. Bis zum Peloponnesischen Krieg hat Perikles in der athenischen Demokratie eine unangefochtene Machtstellung inne („Perikleisches Zeitalter“). Blüte der Kunst durch staatliche Bauaufträge; Alimentierung der Bevölkerung Athens, finanziert aus Tributzahlungen der Bundesgenossen. 442 v. Chr.: Die Antigone von Sophokles wird aufgeführt. 440 v. Chr.: Abfall von Samos vom Attischen Bund, das die Insel gewaltsam unterwirft. 438 v. Chr.: Vollendung des Parthenon-Tempels. 438 v. Chr.: Der griechische Bildhauer Phidias beginnt mit der Arbeit an der Zeus-Statue im Zeustempel von Olympia. 437/436 v. Chr.: Ansiedlung athenischer Siedler im thrakischen Amphipolis Um 436 v. Chr.: In einem internen Konflikt der Stadt Epidamnos ruft die demokratische Partei Korinth, die oligarchische Partei Kerkyra zu Hilfe. 434 v. Chr.: Methone am Thermäischen Golf gerät unter die Kontrolle Athens. 433 v. Chr.: Besorgt um die Flottenaufrüstung Korinths ergreift Athen Partei für Kerkyra. Daraufhin wendet sich Korinth an Sparta. Zwischen Kerkyra und Korinth kommt es zur Seeschlacht bei den Sybota-Inseln, die Korinth für sich entscheidet, ohne es zu wagen, auf Kerkyra zu landen. 433 v. Chr.: Athen verhängt ein Handelsverbot gegen seinen alten Rivalen Megara (Megarisches Psephisma). 432 v. Chr.: Athen geht gegen die korinthische Kolonie Potidaia in der Chalkidike vor; es kann die Truppen Potidaias und Korinths in der Schlacht von Potidaia besiegen. 431–403 v. Chr.: Peloponnesischer Krieg 431–421 v. Chr.: Archidamischer Krieg 431 v. Chr., Frühjahr: Der Peloponnesische Krieg beginnt mit dem Angriff Thebens, einem Verbündeten Spartas, auf Platää. 430 v. Chr.: Typhusepidemie in Athen

mini|Statue des Zeus

Um 430 v. Chr.: Phidias vollendet seine Zeus-Statue von Olympia, eines der Sieben Weltwunder. 429 v. Chr.: Die Athener können Potidaia nach langer Belagerung einnehmen, werden jedoch in der Schlacht von Spartolos besiegt. In der See-Schlacht von Naupaktos gelingt der athenischen Flotte ein Sieg über die Flotte der Spartaner und Korinther. Nachdem Perikles an Typhus gestorben war, leitet Kleon die athenische Politik. 429–427 v. Chr.: Belagerung von Plataiai; nach der Einnahme durch die Spartaner werden die Verteidiger hingerichtet. 428 v. Chr.: Mytilini auf Lesbos sagt sich von Athen los, wird von diesem aber wieder unterworfen. 427 v. Chr.: Erste Sizilische Expedition der Athener 426 v. Chr.: In der Schlacht von Tanagra gelingt Athen ein Sieg über die Thebaner. In der Schlacht von Olpai am Golf von Ambrakia gelingt Athen ein Sieg über Sparta. 425 v. Chr.: Ein schweres Erdbeben erschüttert Athen, tausende Todesopfer. 425 v. Chr.: Den Athenern gelingen im Südwesten Messeniens bei Pylos und der Insel Sphakteria wichtige Siege gegen die Spartaner. 120 spartiatische Vollbürger geraten in Gefangenschaft. 424 v. Chr.: Spartanische Heeresreform des Brasidas. Mit einem Feldzug nach Thrakien gelingt es Brasidas, die dortigen Küstenstädte zum Abfall von Athen zu bewegen. Thukydides wird verantwortlich gemacht für den Verlust von Amphipolis und in die Verbannung geschickt. In der Schlacht von Delion siegt Böotien über die Athener.