Seloi Craic (Seloi Kraik, ) ist ein osttimoresischer Suco im Verwaltungsamt Aileu (Gemeinde Aileu). Der Name Seloi stammt aus dem Mambai und bedeutet „wählen“, im Sinne von nur das Gute auswählen.

Geographie

Seloi Craic liegt im Nordwesten des Verwaltungsamts Aileu. Südlich liegt der Suco Hoholau, südlich der Suco Hurai-Raco, südöstlich der Suco Seloi Malere und östlich der Suco Aissirimou. Im Norden grenzt Seloi Craic an das Verwaltungsamt Laulara mit seinen Sucos Madabeno, Tohumeta und Fatisi und im Westen an die Gemeinde Ermera mit ihren Sucos Samalete, Railaco Leten, Railaco Craic, Fatuquero (Verwaltungsamt Railaco) und Lauala (Verwaltungsamt Ermera).Direcção-Geral de Estatística: . Einem Teil der Grenze zu Railaco Craic folgt der Fluss Aileu, der an der Grenze zu Fatisi in den Fluss Gleno mündet. Der Gleno fließt entlang der Grenze zu Lauala. Die Flüsse gehören zum System des Lóis. Seloi Craic hat eine Fläche von 43,36 km². Der Suco teilt sich in die zehn Aldeias Casamou (Casemu), Colihoho, Fatumane, Faularan, Halalmeta, Leobraudu (Leubraudo), Lio, Raicoalefa (Rekoalepa, Raecoalefa) und Tabulasi, Talifurleu. (portugiesisch; PDF; 323 kB)

Im Norden treffen drei Überlandstraßen beim Dorf Darhai aufeinander. An der Straße nach Dili liegt der Ort Sarlala und etwas westlich das Dorf Fateran. An der Straße nach Gleno befinden sich die Orte Aibitikeou und Lidulalan. Die Straße nach Maubisse verlässt den Suco nach Seloi Malere in Richtung Süden. Im Zentrum von Seloi Craic liegen die Dörfer Siliboro, Casamou und Lio, dazwischen entsteht in der Regenzeit ein temporärer See, der Lago Seloi (Seloi-See). Im äußersten Südwesten befinden sich die Orte Tabulasi, Mautobalau, Halalmeta und Aimera Hun.

Grundschulen gibt es in Halameta, Lio, Sarlala, Tabulasi und Talifurleu. Lio hat eine medizinische Station.

Einwohner 2025 lebten im Suco 4.352 Einwohner (Zensus 2022: 4.186),Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste: Final Main Report Census 2022, abgerufen am 18. Mai 2022. davon waren 2.311 Männer und 2.041 Frauen. Im Suco gibt es 1.033 Haushalte.

Über 72 % der Einwohner geben Tetum Prasa als ihre Muttersprache an. Über 26 % sprechen Mambai und eine Minderheit Tetum Terik.Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Seloi Craic (tetum; PDF; 8,3 MB)

Geschichte

Historische Aldeias während der Kolonialzeitheute gehörend zum SucoHularemaSeloi MalereRiheunSeloi MalereLeobraudu (Leubraudo)Seloi CraicFaularanSeloi CraicRaicoalefa (Raecoalefa)Seloi CraicKermanuSeloi CraicRaekukunarunSeloi CraicUrheinSeloi CraicFatlauSeloi CraicSloiSeloi CraicCasamouSeloi CraicKouloloSeloi CraicCotbauru (Kotbauru)Seloi MalereTaratihi (Tartihi)Hurai-RacoHurai-RacoHurai-RacoTabulasiSeloi CraicFatumaneSeloi CraicColihohoSeloi CraicMalaniSeloi CraicHatuheiHurai-Raco

Die Lian Nain erzählen die Legende, dass einst eine Frau aus ihrer Heimat vertrieben wurde Auf ihrer Flucht flocht sie Körbe (tetum: Lohu).

Laut der mündlichen Überlieferung der Lia Nain wurde eine Frau aus ihrer Heimat vertrieben. Auf ihrer Flucht flocht sie Körbe (tetum lohu) Im Gebiet des heutigen Sucos angekommen wählte sie die letzten Materialien, um ihr Werk zu vollenden (daher „Seloi“ oder „Sloi“). Nachdem sie die gesamte Ernte eingebracht hatte, starb sie.

Noch in der Kolonialzeit war Seloi, neben Liurai und Fatubossa, einer der drei Sucos, aus denen der Subdistrikt (heute Verwaltungsamt) Aileu bestand. Die traditionellen Dorfchefs unterstanden dem Herrscher von Aileu, der aus Liurai stammt. Zu Liurai gehörten auch die heiligen Stätten in Hoholau (heute ein eigener Suco) und Raimanso. Zu Seloi gehörten damals 20 Aldeias. Unter den Portugiesen entstand in Casamou die erste Schule, die heute ein Kindergarten ist.

1979 wurde unter den indonesischen Besatzern der Suco Seloi Craictornou gegründet, mit Sitz in Casamou. 1981 wurde der Suco Teil des Subdistrikts Laulara und der Verwaltungssitz nach Laulara verlegt. Bereits 1980 wurde der Suco Seloi Malere aus den Aldeias Cotbauru, Taratihi und Hurai-Raco geschaffen. Die bei Seloi Craic verbliebenen Aldeias wurden zu fünf Rukun Tetangga zusammengefasst: Casamou, Lio, Colihoho, Sarlala und Tabulasi. Erst nach dem Abzug der Indonesier 1999 wurde der Suco wieder in zehn Aldeias aufgeteilt und Seloi Craic kam wieder zum Subdistrikt Aileu.

Kultur In Seloi Craic gibt es 50 Uma Lulik (), Reliquienhäuser der verschiedenen Clans, die neben den christlichen Kirchen und Kapellen als spirituelles Zentrum dienen. Zu besonderen Anlässen treffen sich die Familienmitglieder an ihrem Uma Lulik für Feierlichkeiten und Zeremonien.

Politik Am Ende der Kolonialzeit war Silvestre Martins der Chefe de Suco. 1979 wurde José Xavier zum Chefe de Suco des neuen Sucos Seloi Craictornou ernannt. Sein Stellvertreter war Tomas Mendonça.

Bei den Wahlen von 2004/2005 wurde Manuel Quintão zum Chefe de Suco gewählt. Bei den Wahlen 2009 gewann José Domingos Pica und 2016 Gabriel Mendonҫa. Er wurde 2023 wiedergewählt,Portal Municipal Aileu: Posto Administrativo Aileu, abgerufen am 1. März 2025. später aber von Silvestre Pinto Monteiro abgelöst.Gemeinde Aileu: Membru konselhu konsultivu, abgerufen am 27. Mai 2026.

Literatur Afonso Sarmento Mendonça, Evangelita Lobato Baptista, Vicente Paulino, Céu Baptista: Apontamento etnográfico do suco de Seloi Craic Manehat, RECA, 2025

Weblinks

Ergebnisse des Zensus 2010 für den Suco Seloi Craic (tetum; PDF; 8,3 MB) Ergebnisse des Zensus 2015 für den Suco Seloi Craic (tetum; PDF) Seeds of Life: Suco information sheets Aileu Vila (tetum) Seeds of Life: Agriculture Calendar (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Suco in Aileu (Gemeinde) Kategorie:Aileu (Verwaltungsamt)