Der Beutenbach ist ein 6 km langer Bach am Nordtrauf der östlichen Schwäbischen Alb im östlichen Baden-Württemberg, der bei Lorch von links in die Rems mündet. Sein mittlerer und unterer Lauf liegt im Beutental.
Geographie Verlauf Der Beutenbach entspringt auf etwa am flachen mittleren Westabhang des Hohenstaufens und gräbt sich gleich eine bewaldete Klinge in den wieder steileren unteren Hangfuß. In ab hier sehr beständigem Nordlauf verlässt er den Eichrain flacher in die Flur, wo er die Trasse der ehemaligen Hohenstaufenbahn unterquert und dann in der kleinen Hochebene zwischen Wäschenbeuren im Westen und Maitis im Osten von rechts einen kürzeren rechten Zufluss aufnimmt. Dieser entspringt in etwas tieferer Quelllage am Nordhang des Hohenstaufens. Dann unterquert der Beutenbach die beide Orte verbindende Kreisstraße und gräbt sich wieder eine Klinge, in der ihm bald der wieder bedeutendere Tobelbach vom nördlichen Hohenstaufenhang her an Maitis vorbei zufließt. Der Talabschnitt von hier bis zur Mündung heißt Beutental.
miniatur|links|Mauer des als Naturdenkmal ausgewiesenen Speichersees im Beutental am Zulauf zur Beutenmühle miniatur|links|Blick nach Südsüdost über den Zulauf vom Lindenbachtal, im Hintergrund die Beutenmühle Nach zunächst ganz bewaldeter Klinge lichtet sich der breiter werdende Talgrund und aus einer linken Seitenklinge auf der Wäschenbeurener Seite mündet bei einer winzigen Gebäudegruppe der Wäschenhofbach. Danach erreicht der Beutenbach, begleitet von einem Nebenkanalrest, der unterwegs einen kleinen See speist, die Beutenmühle. Vor dieser mündet ein Mühlkanal aus dem Tal des etwas nach ihr von links zulaufenden Lindenbachs her. Hinter der Lindenbach-Mündung liegt gleich der Beutenhof ebenfalls am linken Ufer. Noch weiter talab steht an einem gerodeten Hang links auf halber Höhe das Schnellhöfle, kurz darauf fließt von links der Wolfsklingbach zu. Danach unterquert der Beutenbach die B 29 in deren linker Aue und mündet auf der anderen Straßenseite auf unter von links in die Rems, nach einem Lauf von 6,3 km und etwas oberhalb des Lorcher Reichenhofs.
Einzugsgebiet Das Einzugsgebiet umfasst 9,8 Quadratkilometer, es erstreckt sich mit nur leichtem Übergewicht links in recht konstanter Breite beidseits des Laufes. Der höchste Punkt darin liegt auf ganz im Süden auf dem Gipfel des Hohenstaufens, die Mündung auf unter .
Östlich des Beutenbachs entwässert der Lichtbach in die Rems, im Südosten, Süden und Westen konkurrieren jenseits der Wasserscheide nacheinander Krumm und Marbach, die zur Fils laufen. Im Nordwesten und beidseits der Mündung im Norden gibt es nur unbedeutende Zuflüsse zur Rems.
Ins Einzugsgebiet teilen sich die im Abschnitt zu den → Ortschaften genannten Kommunen und Landkreise. Der einzige größere Ort in ihm außer den dort genannten ist Maitis, von Wäschenbeuren entwässern außerdem noch die kleineren Siedlungsplätze Wäscherhof und Lindenbronn in den Beutenbach.
Zuflüsse Zuflüsse höherer Ordnung eingerückt unter dem übergeordneten Gewässer, Aufreihung stets von der Quelle zur Mündung. Erhoben aus LUBW-FG10/LUBW-SG10 (mit Hintergrundkarten). Längen auf volle hundert Meter, Flächen auf Zehntelshektar gerundet, Höhen in der Regel nach dem Höhenlinienbild, wenn in den Karten numerische Höhenangaben stehen, wurde dies vermerkt. Kursivierte Gewässernamen stehen als Eigennamen in einer der benutzten Quellen, ansonsten steht ersatzweise eine beschreibende Bezeichnung, von der dann nur die kursivierten Anteile Eigennamen aus den Datensätzen / der Karte sind.
Ursprung des Beutenbachs am Westhang des Hohenstaufens auf etwa .
Alzenbach, von rechts vor der Unterquerung der K 1405 Maitis–Wäschenbeuren auf Eintrag in Schwarz auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas feiner als 1:5.000., 0,7 km. Entsteht im Gewann Holzweiler am Nordfuß des Hohenstaufen auf etwa . Tobelbach, von rechts westlich der Kläranlage von Maitis auf Eintrag in Blau auf der Hintergrundkarte der LUBW-FG10 bei Maßstab etwas feiner als 1:5.000., 1,7 km. Entsteht im Gewann Esper am Nordfuß des Hohenstaufen auf etwa . Riedbach, von links kurz danach auf etwa unter , 0,6 km. Entsteht am Rand der K 1405 auf etwa und durchläuft das Ried. Rohrbach, von rechts im Frauenholz auf , 0,6 km. Entsteht am nordwestlichen Siedlungsrand von Maitis auf etwa . (Zufluss vom Schulerbrunnen), von links kurz danach, 0,3 km. Die Quelle liegt am Hang des Wäscherschlößles auf knapp . (Bach aus dem Neuland), von rechts auf etwa , 0,4 km. Quelle liegt unterhalb der Maihalde auf etwa . Wäscherhofbach, von links an den ersten zwei Häusern in der offenen Talsohlenflur, 1,1 km. Quelle liegt nordwestlich des Wäscherhofes auf knapp . (Zufluss von der Trogenhalde), von links, 0,4 km. Entsteht auf etwa . Mit etwas kürzerem linkem Quellast aus Richtung Lindenbronn. Rechtsseitig beginnen Reste eines Kanals, mit u. a. einem 0,2 ha großen Teich. (Zufluss aus dem südlichen Waldgewann Kohlbrunnen), von rechts unterhalb des Teichs in den Beutenbach selbst, 0,5 km. Entsteht auf etwa . Mühlkanal vom rechten Hang des weiter unterhalb mündenden Lindenbachs, von links an der Beutenmühle, 0,3 km. Dieser Kanal nimmt den oben erwähnten, etwa 0,4 km langen Kanal auf. Lindenbach, von links zwischen Wäschenbeuren-Beutenmühle und Lorch-Beutenhof auf unter , 1,4 km. Entsteht am Ostrand des Golfplatzes am Hetzenhof auf knapp . Mehrere Hangzuflüsse aus dem Eigenen Wald von rechts und dem Thomashau von rechts, alle unter 0,4 km. Abgang des Mühlkanals zur Beutenmühle und ins obere Beutenbachtal hinein, s. o. Zwei Zuflüsse vom rechten Talhang, der zweite gegenüber dem Schnellhöfle, 0,2 und 0,3 km. Wolfsklingbach, von links im Mündungstrichter zur Rems auf unter , 1,0 km. Entsteht im Waldgewann Sumpf auf etwa Mehrere linke und rechte Zuflüsse aus anfangs zum Hauptast ähnlich langen Seitenklingen, letzter und längster ist der (Bach aus der Eberhardtsklinge), von links auf unter , 0,5 km.
Mündung des Beutenbachs von links und Süden auf unter östlich des Lorcher Reichenhofs in die Rems. 6,6 km und 6,3 km².
Ortschaften Der Beutenbach durchfließt oder berührt die Gemarkungen von Landkreis Göppingen Stadt Göppingen Stadtteil Göppingen-Hohenstaufen Gemeinde Wäschenbeuren Stadt Göppingen Stadtteil Göppingen-Maitis (nur rechter Anlieger) Ostalbkreis Stadt Schwäbisch Gmünd Stadtteil Großdeinbach (nur rechter Anlieger) Stadt Lorch
Die einzigen Siedlungsplätze am Ufer sind eine isolierte Häusergruppe von Wäschenbeuren am Zulauf des Wäschenhofbachs, die ebenfalls Wäschenbeurener Beutenmühle kurz vor und der Lorcher Beutenhof kurz nach dem Zulauf des Lindenbachs; das ebenfalls zu Lorch gehörende Schnellhöfle liegt noch weiter abwärts am mittleren linken Hang.
Siehe auch Liste der Zuflüsse der Rems
Einzelnachweise
Literatur Topographische Karte 1:25.000 Baden-Württemberg Nord, im Einzelblattschnitt die Karte Nr. 7224 Schwäbisch Gmünd Süd
Weblinks Lauf und Einzugsgebiet des Beutenbachs auf: , insbesondere mit den Teilkarten/Layers der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) „LUBW-FG10“: Fließgewässer 1:10.000 „LUBW-SG10“: Stehende Gewässer 1:10.000 „LUBW-GEZG“: Gewässereinzugsgebiete „LUBW-SCHUTZ“: Verschiedene Karten zu den einzelnen Naturschutzkategorien des Landesamtes für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Landes Baden-Württemberg (LGRB) „LGRB-GTP“: Geotopkataster „LGRB-GÜK300“: Geologische Übersichtskarte 1:300.000
Kategorie:Fließgewässer im Landkreis Göppingen Kategorie:Fließgewässer im Ostalbkreis Kategorie:Geographie (Göppingen) Kategorie:Wäschenbeuren Kategorie:Gewässer in Schwäbisch Gmünd Kategorie:Geographie (Lorch, Württemberg)